Aktuelle Ausgabe 6/2026
Beiträge
Frederik Herden / Manfred Scholz / Tim Pfeiffer / Michelle Fischer
Dunkelfeld Postversand
Zufallsfunde von Drogen und anderen inkriminierten Inhalten in unanbringlichen Briefen im innerdeutschen Briefverkehr
Frank Stephan Ackerschott
Prompt Engineering und ACH: Systematische Bias-Kontrolle in der Ermittlungsanalyse - Teil 2
Matthias Frey
Zehn Jahre "Nein heißt Nein!"
Die praktischen Auswirkungen der Sexualstrafrechtsreform von 2016
Siawash Ebadi
Welches Ausmaß hat die Ausländerkriminalität in Deutschland?
Eine kritische Auseinandersetzung zur Datenlage von Straftaten nichtdeutscher Tatverdächtiger
Tobias David Mehling / Pia Kischkel / Alina Wollesen / Corinna Schneider / Bruno Fischbach / Matthias Morfeld
Subjektives Sicherheitsempfinden und Lebensqualität in der Altmark
Erste Befunde im Verhältnis zu Bund und Land
Anonym
Aktive Maßnahmen russischer Geheimdienste - Teil 2
Quantitative Betrachtung der Handlungsansätze, Zielsetzungen, Angriffsziele und Akteure
Recht aktuell
Jürgen Vahle
Zum Hausrecht in einem Pflegeheim
OLG Hamm, Beschl. v. 27.11.2025 - 3 ORs 50/25
Jürgen Vahle
Unterschlagung bei Nichtrückgabe eines Mietwagens
BayObLG, Beschl. v. 9.10.2025 - 206 StRR 326/25
Jürgen Vahle
"Nicht geringe" Menge bei Rauchopium
BGH, Beschl. v. 21.10.2025 - 4 StR 430/25
Jürgen Vahle
Ausländereigenschaft (grundsätzlich) kein Strafschärfungsgrund
OLG Köln, Beschl. v. 9.12.2025 - 1 ORs 231/25
Kriminalistik Schweiz
Stève Léger
Cyberkriminalität im Wallis
Bestandsaufnahme, Grenzen der aktuellen Prävention und operative Verbesserungsmöglichkeiten
Kriminalistik Campus
Michael Theißen
Die europäische Strategie zur Bekämpfung transnational organisierter Rauschgiftkriminalität
Eine vergleichende Analyse ausgewählter zwischenstaatlicher Polizeiverträge (Benelux und deutsch-niederländisch)
Bettina Franzke / Simon Sasse
Polizisten- und Polizistinnenkinder
Was motiviert sie, den gleichen Beruf wie die Eltern zu ergreifen?
_________________________
Beiträge
Frederik Herden / Manfred Scholz / Tim Pfeiffer / Michelle Fischer
Dunkelfeld Postversand
Zufallsfunde von Drogen und anderen inkriminierten Inhalten in unanbringlichen Briefen im innerdeutschen Briefverkehr
Vor fünf Jahren wurde die gesetzliche Anzeigepflicht der Postdienstleister bei Zufallsfunden verdächtiger Postsendungen ausgeweitet. Damit eröffnen sich neue Ermittlungs- und Auswerteansätze durch die zentral in Marburg vorgehaltene, für die Bearbeitung von sog. unanbringlichen Postsendungen zuständige, spezialisierte Dienststelle "Polizeiliche Ermittlungen Postversand" (PEP), wie die nachfolgenden Ausführungen aufzeigen.
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Frank Stephan Ackerschott
Prompt Engineering und ACH: Systematische Bias-Kontrolle in der Ermittlungsanalyse - Teil 2
Large Language Models werden bei OSINT zunehmend zur Verdichtung heterogener Daten genutzt - und können dabei unbemerkt scheinbar evidenzbasierte Lagebilder formen. Der 1. Teil des Beitrags ging auf mit der Prompt-Rahmung verknüpfte kognitive Verzerrungen und modellbedingte Konfabulationen ein und begann mit der Darstellung des ACH-Prompting als methodischer Gegenentwurf (s. Kriminalistik 5/2026, S. 258). Diese wird nachfolgend im 2. Teil fortgesetzt und durch Governance-Leitplanken (z. B. Dokumentation, Unsicherheitsmarkierung, Quellenpflicht) operationalisiert.
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Matthias Frey
Zehn Jahre "Nein heißt Nein!"
Die praktischen Auswirkungen der Sexualstrafrechtsreform von 2016
Die mit dem 50. Strafrechtsänderungsgesetz in Kraft getretene Reform des Sexualstrafrechts markiert einen grundlegenden Wandel der dogmatischen und praktischen Ausrichtung dieses Rechtsgebiets. Zehn Jahre nach Inkrafttreten der Reform nimmt der Beitrag eine langfristig angelegte Bestandsaufnahme der Auswirkungen auf die Strafverfolgungspraxis vor. Im Zentrum stehen dabei die Handhabbarkeit der neu gefassten Tatbestände und die Einordnung neuer Phänomene, Anpassungen der Verfahrensorganisation und mögliche Divergenzen zwischen den mit der Reform verfolgten Zielsetzungen und ihren unmittelbaren Wirkungen in der Praxis.
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Siawash Ebadi
Welches Ausmaß hat die Ausländerkriminalität in Deutschland?
Eine kritische Auseinandersetzung zur Datenlage von Straftaten nichtdeutscher Tatverdächtiger
Die Debatte um die Kriminalitätsbelastung durch nichtdeutsche Tatverdächtige wird oft von methodischer Skepsis gegenüber der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) geprägt. Dieser Beitrag untersucht die Kritik anhand der bereinigten PKS-Daten 2024 und der Justizvollzugsstatistik. Die Analyse zeigt: Trotz Dunkelfeldproblematik belegen die Justizdaten und Tatverdächtigenbelastungszahlen eine tatsächliche Überrepräsentation Nichtdeutscher bei schweren Gewaltdelikten. Zur Erklärung müssen neben demographischen und soziostrukturellen Aspekten auch kulturalistische Faktoren einbezogen werden.
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Tobias David Mehling / Pia Kischkel / Alina Wollesen / Corinna Schneider / Bruno Fischbach / Matthias Morfeld
Subjektives Sicherheitsempfinden und Lebensqualität in der Altmark
Erste Befunde im Verhältnis zu Bund und Land
Das Subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus kriminologischer Forschung gerückt. Es hat vielfältige Implikationen auf das individuelle Verhalten und damit auch auf Politik und institutionelles Handeln. Seine Bedeutung erfährt inzwischen auch auf kommunaler Ebene verstärkt Beachtung, allerdings hat hier die wissenschaftliche Betrachtung erst zögerlich und vereinzelt eingesetzt. Der folgende Beitrag fasst die Ergebnisse einer Befragung in ausgewählten Kommunen der Altmark zusammen.
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Anonym
Aktive Maßnahmen russischer Geheimdienste - Teil 2
Quantitative Betrachtung der Handlungsansätze, Zielsetzungen, Angriffsziele und Akteure
Auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Analysen und Datensätze bietet der zweite Teil der Beitragsreihe einen quantitativen Überblick über russische verdeckte Operationen in Europa, deren regionale Schwerpunkte, Zielsetzungen und Methoden. Darüber hinaus werden auf Basis statistischer Erhebungen die Profile jener Personen beschrieben, die von russischen Geheimdiensten für ihre Aktionen im Betrachtungszeitraum (2022-2025) rekrutiert wurden. Ziel ist es, die einzelnen Befunde in einen Gesamtkontext einzuordnen. Einleitend wird zudem das Konzept der "reflexiven Steuerung" vorgestellt, das aus Sicht des Verfassers den Zweck und die Funktionsweise aktiver Maßnahmen russischer Geheimdienste präzise beschreibt.
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
_________________________
Recht aktuell
Jürgen Vahle
Zum Hausrecht in einem Pflegeheim
1. Auch das Versperren eines Weges oder Durchgangs mit dem eigenen Körper kann den Gewaltbegriff erfüllen kann. Jedoch stellt die bloß körperliche Anwesenheit an einem Ort noch keine Gewalt dar, wenn die damit verbundene Zwangswirkung nur psychische Auswirkungen hat.
2. In erster Linie steht dem Bewohner eines Pflegeheims das Hausrecht an dem von ihm bewohnten Zimmer zu.
3. Die Gewährung oder Versagung des Zugangs zum Gebäude unterliegt nicht dem ausschließlichen Dispositionsrecht der betreuten Person. Es besteht allenfalls ein gegenüber dem Hausrecht der Heimleitung gleichrangiges Hausrecht. Insbesondere die Heimleitung bzw. das für sie handelnde Personal kann den Zutritt zum Gebäude und das Betreten der gemeinschaftlich genutzten Bereiche gestatten (oder verbieten), selbst wenn der Heimbewohner oder eine ihn im Hausrecht vertretende Person hiermit nicht einverstanden ist. Diese Befugnis ist im Verhältnis der Hausrechtsinhaber zueinander lediglich durch das Kriterium der Unzumutbarkeit begrenzt.
OLG Hamm Beschl. v. 27.11.2025 - 3 ORs 50/25
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Jürgen Vahle
Unterschlagung bei Nichtrückgabe eines Mietwagens
1. Eine Unterschlagung gem. § 246 Abs. 1 StGB setzt voraus, dass der Täter sich oder einem Dritten eine fremde bewegliche Sache rechtswidrig zueignet.
2. Die Zueignung bezieht sich auf die Sache selbst oder den in ihr verkörperten wirtschaftlichen Wert. Sie setzt zum einen voraus, dass der Täter den Eigentümer auf Dauer von der Nutzung der Sache ausschließt (negatives Enteignungselement).
3. Erforderlich ist darüber hinaus, dass sich der Täter die Sache oder den in ihr verkörperten wirtschaftlichen Wert wenigstens vorübergehend in sein Vermögen einverleibt oder zumindest, dass er einen entsprechenden Willen nach außen manifestiert. Insoweit bedarf es als subjektives Element eines Aneignungswillens bzw. Zueignungswillens und als objektives Merkmal eines nach außen erkennbaren Verhaltens des Täters, in dem sich der Wille, eine eigentümerähnliche Stellung zu begründen, manifestiert. Die bloße Unterlassung der geschuldeten Rückgabe einer Sache kann regelmäßig nicht als Manifestation des Zueignungswillens i.S.d. § 246 Abs. 1 StGB angesehen werden.
BayObLG Beschl. v. 9.10.2025 - 206 StRR 326/25
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Jürgen Vahle
"Nicht geringe" Menge bei Rauchopium
Die "nicht geringe" Menge (i.S.d. § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG) bei Rauchzweckenden dienendem Opium ohne Koffeinzusatz beginnt bei 16 Gramm.
BGH Beschl. v. 21.10.2025 - 4 StR 430/25
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Jürgen Vahle
Ausländereigenschaft (grundsätzlich) kein Strafschärfungsgrund
1. Sind die Merkmale eines Regelbeispiels für die Annahme eines besonders schweren Falles (hier: beim Diebstahl, § 243 StGB) erfüllt, so begründet dies lediglich eine Indizwirkung dafür, dass die Anwendung des erhöhten Strafrahmens veranlasst ist. Diese Wirkung kann durch Umstände, die den Unrechts- und Schuldgehalt des Regelbeispiels kompensieren, ausgeräumt werden. Es ist auch in den Regelbeispielsfällen zur Bestimmung des maßgeblichen Strafrahmens stets eine Gesamtwürdigung aller für die Strafzumessung wesentlichen Umstände vorzunehmen.
2. Bei einem bisher noch nicht inhaftierten Angeklagten, der durch Freiheitsentzug als Konsequenz einer Straftat besonders beeindruckt werden kann, kommt eine strafmildernde Berücksichtigung der erlittenen Untersuchungshaft trotz deren Anrechnung in Betracht
3. Ausländer trifft keine gesteigerte Pflicht, sich im Gastgeberland straffrei zu führen. Deshalb darf die Ausländereigenschaft als solche nicht strafschärfend wirken.
OLG Köln Beschl. v. 9.12.2025 - 1 ORs 231/25
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
_________________________
Kriminalistik Schweiz
Stève Léger
Cyberkriminalität im Wallis
Bestandsaufnahme, Grenzen der aktuellen Prävention und operative Verbesserungsmöglichkeiten
Die Sicherheitslage im Kanton Wallis in der Schweiz ist insgesamt entspannt. Doch während die herkömmlichen Straftaten rückläufig sind, nimmt die Cyberkriminalität exponentiell zu. Die hier vorgestellte Studie, die auf einem Literaturreview und sechs Experteninterviews beruht, analysiert die Hauptbedrohungen für Private, die psychischen Mechanismen bei den Opfern und die Wirksamkeit der aktuellen Präventionsdispositive. Es zeigt sich, dass die Prävention der zentrale Hebel, aber nicht genügend zielgerichtet ist. Zum Schluss wird ein operativer Massnahmenplan formuliert, der auf der Segmentierung nach Zielgruppen, der geografischen Nähe der Botschaften und einem systemischen Ansatz beruht, der alle gesellschaftlichen Akteure einbezieht.
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
_________________________
Kriminalistik Campus
Michael Theißen
Die europäische Strategie zur Bekämpfung transnational organisierter Rauschgiftkriminalität
Eine vergleichende Analyse ausgewählter zwischenstaatlicher Polizeiverträge (Benelux und deutsch-niederländisch)
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat in Europa aufgrund sich ändernden Täterverhaltens und neuer Kriminalitätsformen einen erheblichen Bedeutungszuwachs erfahren. Wie die jüngsten Erfahrungen im Zusammenhang mit der Intensivierung der Grenzkontrollen an den Grenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz zeigen, reichen die Ausgleichsmaßnahmen im Schengen Raum zur Gewährleistung der Inneren Sicherheit der Mitgliedstaaten offenkundig nicht aus, um ein vergleichbares Niveau zum status quo ante zu erreichen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Justiz und Polizei stellt einen wesentlichen Baustein im Gesamtkonstrukt der Ausgleichsmaßnahmen dar und gründet auf multilateralen Verträgen sowie bilateralen Abkommen mit jeweils unterschiedlichen Regelungsgehalten. Dabei normieren bilaterale Verträge regelmäßig weitergehende Befugnisse als bspw. das Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) oder der Prümer Vertrag (PrümV) und können insofern als Weiterentwicklung im zwischenstaatlichen Verhältnis betrachtet werden. Dieser Fortentwicklung ist jedoch immanent, dass sich die Bekämpfung internationaler Kriminalitätsphänomene je nach betroffenen Staaten divers gestaltet, wie in vorliegendem Beitrag am Beispiel der Rauschgiftkriminalität dargestellt wird. Der Beitrag ist als Hausarbeit im Masterstudiengang "Öffentliche Verwaltung - Polizeimanagement" an der Deutschen Hochschule der Polizei entstanden.
(Redaktion: Joachim Faßbender)
Anlage: Vergleichstabelle der Verträge (PDF-Download)
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
Bettina Franzke / Simon Sasse
Polizisten- und Polizistinnenkinder
Was motiviert sie, den gleichen Beruf wie die Eltern zu ergreifen?
In qualitativen Interviews mit Polizeistudierenden wurde untersucht, welche Motive und Erfahrungen dazu führen, dass junge Menschen sich für den Polizeiberuf entscheiden, wenn bereits ein Elternteil bei der Polizei tätig ist. Die Ergebnisse zeigen, dass der Wunsch, helfen zu wollen, die Perspektive einer abwechslungsreichen Tätigkeit sowie die Arbeitsplatzsicherheit wichtige Berufswahlmotive darstellen. Es ist erkennbar, dass es sich beim Polizeiberuf nicht nur um einen Beruf, sondern eine Berufung handelt. Dass die Befragten mit ihrer Berufswahl zufrieden sind und sie mit realistischen Erwartungen die Ausbildung begannen, hängt mit Erfahrungen im Elternhaus zusammen: Die Sozialisation der Befragten war geprägt von den Erzählungen der Eltern, wodurch sie zahlreiche Einblicke erhielten. Von Vorteil für den Zugang zum Polizeiberuf waren darüber hinaus Informationen und Beratung im Elternhaus. Auch während der Ausbildung unterstützen die Eltern ihre Kinder, u.a. mit ihren Netzwerken. Es werden Empfehlungen für die Personalgewinnung und das Diversity-Management der Polizei abgeleitet.
(Redaktion: Prof. Dr. Sigmund Martin)
Sie haben die Kriminalistik mit Online-Zugang abonniert? Dieser Link führt Sie direkt zum Beitrag in der Datenbank.
Sie haben noch kein Kriminalistik-Abonnement? Hier finden Sie alle Infos zur Bestellung.
