Alle Treffer anzeigen
Dieses Fenster schließen
Die übermittelte IP-Adresse ist unbekannt.

Racial Profiling

 

Editorial der Ausgabe November 2018

 

Verehrte Leserinnen und Leser,

es kann mittlerweile wohl nicht mehr ernsthaft bestritten werden, dass sich gegenüber Rettungskräften, Feuerwehr und natürlich der Polizei immer mehr Respektlosigkeit und Gewalt ausbreitet und „salonfähig“ geworden ist. Waren oder sind es bisher einige sogenannte 68er, die sich solcher „Heldentaten“ rühmen, so finden diese Verhaltensweisen besonders bei jungen muslimischen Migranten ihre Fortsetzung, oftmals wiederum gefördert oder „klammheimlich“ unterstützt von jenen, die immer schon ein gestörtes Verhältnis zu den Organen eines Rechtsstaates haben. Das Verhalten vieler junger muslimischer Migranten beschreibt und erklärt die Polizeibeamtin Tania Kambouri sehr eindrucksvoll in ihrem vor drei Jahren erschienen Bestseller-Notruf „Deutschland im Blaulicht“. Der übliche reflexartige Vorwurf rechtspopulistisch zu sein, kann bei ihr schlecht gelten, denn sie hat selbst einen Migrationshintergrund.

Kontrollmaßnahmen werden häufig von Migranten als Provokation angesehen, so Tania Kambouri, frei nach dem Motto: „Nur weil ich Ausländer bin.“ Ein junger Polizeibeamter beschreibt es mir gegenüber so: „Euch haben sie früher als ‚Bullen‘ beschimpft, wir sind heute alle ‚Nazis‘ oder ‚Rassisten‘. Aber das interessiert ja niemanden, im Gegenteil...“ Er zeigt sich vor allem durch die fehlende Ächtung derartigen Verhaltens betroffen und ergänzt: „Sollen wir jetzt bei der Fahndung nach Schwarzafrikanern, die offenen Drogenhandel betreiben, auch Personen mit heller Hautfarbe und blonden Haaren kontrollieren?“ Verunsichert durch die Diskussionen um „Racial Profiling“ sei von Vorgesetzten ernsthaft erwogen worden, besser die Aktionen ganz einzustellen und rechtsfreie Räume zu dulden oder quotenmäßig auch blonde Hellhäutige miteinzubeziehen. Es ist schon ein besonderer Anachronismus in unserer Gesellschaft, wenn ausgerechnet Polizeibeamte, die die Speerspitze im Kampf gegen Rassismus und für die Menschenrechte bilden, sich als Rassisten verunglimpfen lassen müssen. Diesen scheinbar unauflöslichen Konflikt zwischen Kontrollierten und selbsternannten „Menschenrechtlern“ einerseits und der Polizei auf der anderen Seite beschreibt Judith Laackman.

Entgegen dem Mainstream öffentlicher Berichterstattung stellt Tania Kambouri vor ihrem eigenen Erfahrungshintergrund die These auf, man gehe generell zurückhaltender mit Straftätern mit Migrationshintergrund um. Sie widerspricht damit auch einigen Wissenschaftlern, die die gegenteilige Position vertreten. Prof. Dr. Frank Urbaniok plädiert bei dem Thema Ausländerkriminalität für mehr Transparenz und stellt die gängigen Standard-Argumente auf den Prüfstand.

Auch wenn das Kriminalitätsphänomen der Tierquälerei strafrechtlich eher von geringer Bedeutung sein mag, stellen Dr. Alexandra Stupperich, Dr. Helga Ihm, Dr. Micha Strack und Valerie Grzanna eine umfassende kriminalistische Analyse von Tierquälereien an Pferden vor. Sie nutzen das Crime Scene Assessment als empirische Methode zur Ermittlungsunterstützung und zur Beschreibung präventiver Vorschläge. Einige dieser Täter „imponieren“ durch ein hohes Maß an krimineller Energie und massiver Gewalt. Letztendlich besteht schließlich immer die Gefahr, dass ihre gewalttätigen Verhaltensmuster auch gegen Menschen eingesetzt werden.

Ihr
Bernd Fuchs
Chefredakteur


KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.