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„Männliche“ Körperkultur und Doping

 

Editorial der Ausgabe März 2018


Verehrte Leserinnen und Leser,

wieder einmal liegt ein sportliches Großereignis hinter uns. Bei den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang wurden 307 Medaillen an die Teilnehmer aus 91 Staaten vergeben, davon 17 an die „olympischen Athleten aus Russland“. Aufgrund des nachgewiesenen „Staatsdopings“ durfte Russland nicht offiziell als Nation antreten. Doch auch über vielen anderen Sportarten und Nationen liegt der lange Schatten unzulässiger Leistungssteigerung durch Medikamentenmissbrauch, der längst sogar den Breitensport erreicht hat. Wesentlich erleichtert wird die Beschaffung entsprechender Mittel, auch für die Milieus der Anhänger einer „männlichen“ Körperkultur, durch die Öffnung des Internetversandhandels. Die offenkundige Forschungslücke, vor allem hinsichtlich des Gefahrenpotenzials, soll durch ein breit angelegtes und vom BMBF gefördertes Kooperationsprojekt geschlossen werden, das Prof. Dr. Karlhans Liebl vorstellt. Im Teil 1 beschreibt er das Projekt und differenzierte Ergebnisse zum Handel mit Dopingmitteln. Teil 2 mit dem Schwerpunkt Medikamenten- und Potenzmittelhandel folgt in der nächsten Ausgabe. Besonders bedenklich aus rechtstaatlicher Sicht sind die offenbarunterschiedlichen Sanktionen. So dürfen (Profi-)Sportler und Ärzte eher mit einer Einstellung des Verfahrens rechnen, damit keine Regressforderungen, z. B. bei Sponsorengeldern, entstehen können. Andererseits wird oftmals schon allein die Mitgliedschaft in einem Fitnessclub oder ein geldmäßig höherer Verbrauch als verdecktes „Handeln mit Dopingmitteln“ interpretiert.

Über die Problematik des Alters und dessen Feststellung rsp. Schätzung im Zusammenhang mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen findet derzeit eine kontroverse Diskussion statt. Sogar die deutsche Ärzteschaft ist in dieser Frage gespalten. Weniger Beachtung findet die Notwendigkeit der Altersschätzung von Kindern im Zusammenhang mit kinderpornografischen Delikten. In diesen Fällen ist in der Regel nur das Bildmaterial vorhanden. Prof. Dr. Carsten Niemitz beschreibt in einem methodologischen Fallbericht die Möglichkeiten der Altersschätzung von Kindern am Beispiel einer außereuropäischen Ethnie.

Ist das subjektive Sicherheitsgefühl ein Betätigungsfeld für die Polizei? Dieser Frage geht Claudia Müller nach. Obwohl die Polizei nicht der einzige Akteur ist, kann die Polizei durch verschiedene Maßnahmen die Kriminalitätsfurcht positiv beeinflussen, so ihr Fazit. Thematischeng damit verknüpft ist eine Erwiderung von Prof. Dr. Helmut Hirtenlehner und Dr. Eva Groß über Einstellungen zu „Ausländern“ und Furcht vor Kriminalität, basierend auf einer Trias von Kriminalitätsfurcht, Punitivität und Xenophobie.

Wie komplex sich Prävention gestaltet, zeigen die beiden Aufsätze im Campus-Teil. Betrachtungsgegenstände sind das häusliche Umfeld einerseits und die Schule andererseits. Dörte Andersson thematisiert Häusliche Gewalt und Christine Berens betrachtet kritisch die Einführung interdisziplinärer Fallkonferenzen bei polizeilich auffälligen Schülern. Prävention Organisierter Kriminalität und deren europäische Ansätze und Konzepte im internationalen Kontext beschreiben Julia Weber und Ursula Töttel. Sie verdeutlichen, dass aufgrund der Transnationalität organisierter krimineller netzwerketäterorientierte Präventionsmaßnahmen nur schwer greifen und umso mehr transnationale behördenübergreifende Kooperationen erforderlich sind.

Ihr
Bernd Fuchs
Chefredakteur



KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

C.F. Müller GmbH 2019

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