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Kriminalitätsstatistikgesetz



Verehrte Leserinnen und Leser,

die Notwendigkeit einer Optimierung des kriminalstatistischen Systems in Deutschland ist unstrittig. Prof. em. Dr. Wolfgang Heinz hatte in der Kriminalistik 7/2017 umfassend die Defizite analysiert und Handlungsnotwendigkeiten aufgezeichnet. Seiner Beharrlichkeit und der weiterer Wissenschaftler ist es zu verdanken, dass diese Thematik auch in die Koalitionsvereinbarungen der „Groko“ Eingang fand. Aktiv wurde jedoch die Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die im Mai 2018 einen entsprechenden Gesetzentwurf einbrachte. Im Wesentlichen geht es um die (Wieder-)Einführung des Periodischen Sicherheitsberichts, der die PKS weitreichend ergänzen soll. Darüber hinaus werden Verlaufsstatistiken und spätestens nach fünf Jahren zu wiederholende repräsentative Bevölkerungsbefragungen zur Aufhellung des Dunkelfeldes angestrebt. Eine Expertenanhörung im Februar 2019 bestätigte diese Notwendigkeiten.

Bevölkerungsbefragungen werden nicht nur wertvolle Erkenntnisse zum Dunkelfeld liefern, sondern auch zur Kriminalitätsfurcht und zum Sicherheitsgefühl. Sexualdelikte, insbesondere im sozialen Nahfeld aber auch durch fremde Täter begangen, bleiben häufig unerkannt. Nicht zuletzt als Grundlage für kriminalpräventive Konzepte sind Dunkelfelderkenntnisse daher unerlässlich. Dr. Axel Uhlig und Prof. Dr. Dr. Ingo Wirth befassen sich in einer dreiteiligen Aufsatzfolge mit der Phänomenologie der Vergewaltigungen durch fremde Täter aus Sicht der Opfer, Täter und Ermittler. Im Wesentlichen können sie sich nur auf Hellfelderkenntnisse stützen und daraus Verhaltensempfehlungen zur Opfergegenwehr ableiten. Im Gegensatz dazu gibt es zur Kriminalitätsfurcht und zum Sicherheitsgefühl eine Vielzahl valider Forschungsergebnisse, die auf Befragungen basieren. Prof. Dr. Karlhans Liebl fasst die unterschiedliche Wahrnehmung in Ost- und Westdeutschland zusammen.

Nicht nur die breite Themenpalette des im Mai in Berlin anstehenden 24. Deutschen Präventionstages umfasst eine große Anzahl von Beiträgen über die Gefahren, die von der digitalen Welt ausgehen. Ziel verschiedenster Projekte ist die Stärkung der Medienkompetenz. Anja Kegler und Günther Bubenitschek plädieren für ein Zusammenwirken von Kriminalprävention und Medienpädagogik als ein Zukunftsmodell. Mit dem Projekt „CONTRA“ zur Förderung der Medienkritikfähigkeit unterstützt das BKA (Extremismus-)Prävention an Schulen, um jungen Menschen einen konstruktiven Umgang mit „Fake News“ und „Hate Speech“ zu ermöglichen.

Dominik Trachsel beschreibt in der Kriminalistik-Schweiz Ermittlungsansätze gegen die pädosexuelle Gemeinschaft im virtuellen Raum und Nicole Selzer berichtet von einer Tagung in Jerusalem über den menschlichen Faktor von Cyberkriminalität. Im Campus-Teil dieser Ausgabe widmen sich Tim Riedel der „Schleierfahndung“ und Christoph Adler den „legendierten Kontrollen“, ein Begriff oder eine Maßnahme, die man, obwohl häufig angewandt, in den Polizeigesetzen des Bundes und der Länder und in der Strafprozessordnung vergeblich sucht. Aline Girod-Frais vom österreichischen Bundeskriminalamt in Wien beleuchtet aus wissenschaftlicher Sicht die spannende Frage, ob die Altersbestimmung von Fingerspuren noch Fiktion oder bereits Realität ist. Die Kriminalistik bietet wie immer reichhaltigen interdisziplinär und international ausgerichteten Lesestoff!

Ihr
Bernd Fuchs
Chefredakteur



KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

C.F. Müller GmbH 2019

KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

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