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Klima und Kriminalität

 

Editorial der Ausgabe August/September 2019


Verehrte Leserinnen und Leser,

so manches steigt manchen sprichwörtlich „in den Kopf“: Erfolg, Alkohol, Hitze? Der Klimawandel, unstrittig und größtenteils von Menschen gemacht, ist schon lange zu einer zentralen Herausforderung geworden, die leider auch politisch instrumentalisiert wird. Wer bei einem so wichtigen Thema nicht bedingungslos radikal-einseitige, ideologisch gefärbte Standpunkte teilt und es wagt, komplexe Zusammenhänge aufzeigen oder unrealistische Handlungskonzepte kritisch zu hinterfragen, wird, wie Skeptiker der Migrationspolitik, bei der Diskussion von vorn herein mit Totschlagsargumenten ausgegrenzt. Aber E-Mobilität hat nun einmal schon allein bei der Gewinnung von Rohstoffen für die Produktion von Batterien fatale Umweltfolgen sowie eine verheerende Kohlendioxidbilanz, die sich bei Kraftfahrzeugen erst ab einer Laufleistung von 80 000 Kilometern gegenüber Verbrennungsmotoren ausgleicht. Und der „saubere“ Strom kommt ganz überwiegend aus Kohlekraftwerken, ein gerne unterschlagener Teil der Wahrheit. Beim notwendigen Umdenken gibt es keine einfachen Lösungen und Öko-Populismus ist auch hier wahrlich kein guter Berater. Im Rahmen der Bundespressekonferenz am 28. Juni behauptete die Grünen-Vorsitzende Baerbock vor laufenden Kameras dreist, dass die Zitteranfälle der Bundeskanzlerin auf den Klimawandel zurückzuführen seien. Schlagzeilenträchtig Behauptungen in den Raum zu stellen, um sie wieder zurückzunehmen, entsprechen wohl politischer Strategie, fallen aber den Akteuren irgendwann wieder vor die Füße.

Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass Hitze „manchen in den Kopf steigt“, irritierend wirkt, Aggressionen steigert und Gewalt fördert. Dr. Uwe Füllgrabe zeigt Zusammenhänge zwischen Hitze, Klimawandel und Gewalt auf. Sowohl individuelle wie gesellschaftliche Auswirkungen bedürfen künftig intensiverer Forschung, denn Ergebnisse liegen überwiegend nur aus „heißeren“ Regionen wie Nigeria oder dem Süden der USA vor.

Der „Hype“ um den Klimawandel überlagert derzeit alle anderen Themen, auch das breite Spektrum des islamistischen Terrorismus. Dr. Stefan Goertz erinnert an die in Europa und Deutschland verübten und verhinderten islamistischen Anschläge. Die Gefahr ist nach wie vor konkret und wird die Sicherheitsbehörden weiter belasten. Die Terrorabwehr im Spannungsfeld staatlicher und privater Gefahrenvorsorge beschreiben Eckard John und Jennifer Trabant am Beispiel der Hafensicherheit in NRW. Der Islamismus als Gegenstand oberinstanzlicher Gerichtsbarkeit und journalistischer Berichterstattung war Inhalt einer Untersuchung von Benjamin Coomann und Dr. Tim Lukas.

Auf andere ebenso interessante Aufsätze kann an dieser Stelle leider nicht näher eingegangen werden. Abschließend sei auf eine Ist-Soll-Analyse des Zürcher Staatsanwaltes Stephan Walder zur zwingend notwendigen grenzüberschreitenden Datenerhebung hingewiesen. Der Campus-Teil enthält wieder zwei Hausarbeiten des Masterstudienganges an der DHPol, die zu spannenden Aufsätzen verarbeitet wurden: Mike Benz schildert die Bekämpfung des Onlineticket-Betrugs als Massendelikt im Cyberraum und Sebastian Pinta betrachtet die Sensationsgier im fortschreitenden digitalen Zeitalter und ihre notwendige Kriminalisierung im § 323c StGB.

Ihr
Bernd Fuchs
Chefredakteur


KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

C.F. Müller GmbH 2019

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