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Genotypen, Phänotypen und Haplotypen

 

Verehrte Leserinnen und Leser,

die rasante Weiterentwicklung der Kriminaltechnik wird bei der DNA besonders deutlich. Längst reichen winzigste Partikel mit menschlichem Erbgut zur Ermittlung und beweissicheren Überführung von Straftätern aus. Gerhard Hoppmann schildert nicht nur die Tat und ihre Hintergründe, sondern auch die vielfältigen Ermittlungsmethoden, die heute zur Verfügung stehen. Dabei geht es selbstverständlich auch um die „Klassiker“ wie Vernehmung, Alibiüberprüfung, Rasterfahndung, Telekommunikationsüberwachung, Observation etc., vor allem aber über die Möglichkeiten der DNA in Form des aufwändigen Herauspickens von Hautpartikeln, z. B. aus den Klebebändern vom Tatort. Ohne die selektive Hautschuppenpräparation wäre der geschilderte Raubmord wohl nicht oder nur schwer aufgeklärt worden. Es ist nur folgerichtig, dass diese Methode nun sukzessive verbindlich eingeführt wird.


Außer der gängigen Feststellung des DNA-Musters sind die sich bietenden Möglichkeiten bei weitem nicht ausgeschöpft. Die rechtlichen und ethischen Grenzen setzen der Gesetzgeber und die Politik. Würde man die Möglichkeiten der DNA-Untersuchung beispielsweise um die Phänotypisierung und um die mögliche biografische Herkunft der Tatverdächtigen erweitern, könnten Maßnahmen priorisiert und der zu überprüfende Personenkreis eingegrenzt werden. Bei der politischen Diskussion sollte auch berücksichtigt werden, dass durch die (schnellere) Aufklärung möglicherweise weitere Taten verhindert werden. Bayern hat eine entsprechende Regelung in das Polizeiaufgabengesetz aufgenommen. In Ergänzung seines Aufsatzes weist Gerhard Hoppmann darauf hin, dass im vorliegenden Fall der sogenannte Haplotyp festgestellt wurde. Nach deutschem Recht ist derzeit eine solche erweiterte DNA-Untersuchung mit entsprechendem Abgleich nicht erlaubt. Allerdings wird an der Charité in Berlin eine im Internet frei zugängliche Datenbank über Haplotypen gepflegt. Man darf gespannt sein auf die weitere Rechtsentwicklung.


Seit dem G20-Gipfel in Hamburg mit kriegsähnlichen Gewaltexzessen warnen Extremismusforscher wie Professor Dr. Eckard Jesse davor, die politisch motivierte Gewalt von Links zu unterschätzen. Dr. Stefan Goertz fasst in seiner politikwissenschaftlichen Analyse den Phänomenbereich Linksextremismus zusammen. Angesichts des offenkundigen Bedrohungspotenzials für die innere Sicherheit ist es an der Zeit, dass auch linksgerichtete Kreise den Schonraum für Gewalttäter aufgeben und ihre Scheuklappe vom linken Auge zu nehmen.


Mit den rechtlichen Grundlagen und Befugnissen von Privaten Ermittlern befasst sich Professor Dr. Jürgen Vahle. Dr. Florian Hertel zeigt die rechtlichen Möglichkeiten virtueller verdeckter personaler Ermittlungen auf und grenzt ihre Instrumente voneinander ab. Professor Dr. Martin Klein und Laura Gammon beschreiben Möglichkeiten der Verfahrensbeschleunigung bei der erkennungsdienstlichen Behandlung nach der 2. Alternative des § 81 b StPO. Thorsten Floren schließt den forensischen Bogen und geht der Frage nach, ob sich Kopf- oder Körperhaare besser zum Nachweis von andauerndem Cannabiskonsum eignen. Falsche Polizisten und Enkeltrick sind nur zwei Aspekte des facettenreichen Telefonbetruges. Dr. Mirjam Loewe-Baur und Daniel Eggli stellen die im Rahmen der Kampagne telefonbetrug.ch umgesetzten Präventionsmaßnahmen vor und runden die informativen Beiträge dieser Ausgabe ab.

Ihr
Bernd Fuchs
Chefredakteur


KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

C.F. Müller GmbH 2019

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