Alle Treffer anzeigen
Dieses Fenster schließen
Die übermittelte IP-Adresse ist unbekannt.

Automative Informationstechnik

 

Editorial der Ausgabe November 2017

 

Verehrte Leserinnen und Leser,

 

moderne Kraftfahrzeuge sind aufgrund der verbauten elektronischen Systeme zu fahrenden Datenbanken geworden, die in ihrer Komplexität und Vielfältigkeit selbst von Experten kaum mehr überschaut werden können. Telematik- und Infotainmentsysteme, Navigationssysteme, digitale Kontrollgeräte, Fahrzeugschlüssel und sogar verbundene Smartphones generieren Daten zur Fehlerdiagnose, Qualitätssicherung und Kundenbetreuung, die natürlich auch für Ermittlungsbehörden relevant sein können. Rechtliche Zugriffsmöglichkeiten und die Voraussetzungen für eine qualifizierte Datensicherung bzw. -auswertung müssen geschaffen werden. Patrick Brummer und Martin Hoch beschreiben die polizeiliche Relevanz digitaler Fahrzeugdaten in der immer noch meist analog ausgerichteten Gegenwart. Zurecht weisen sie darauf hin, dass das Thema „Automative IT“ bei vielen Deliktsfeldern, bis hin zum Terrorismus, an Bedeutung gewinnen wird und dass erfolgreiche Ermittlungen die frühzeitige Schaffung technisch-organisatorischer, personeller und struktureller Rahmenbedingungen erfordern.

Technische Entwicklungen und ihre praktischen Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen, ist ein zentraler Anspruch Ihrer „Kriminalistik“. Dazu gehört natürlich die besonders im Fokus stehende DNA-Analyse und ihre derzeit diskutierten phänotypischen Erweiterungsmöglichkeiten. Aber auch andere Felder sind für die Ermittler von großer Relevanz. Wer beispielsweise die Liegezeit von Leichen bestimmen will, ist auf wertvolle Erkenntnisse aus der Forensischen Entomologie angewiesen. Prof. Gerhard Schmelz, Dr. Jens Amendt, Viktoria Bernhard und Nicola Söhn beschreiben ein wissenschaftlich begleitetes Freilandexperiment und geben Anleitungen zur Asservierung von Insekten.

Die Einschätzung von Politik und Gesetzgebung, dass die große Mehrheit der vorwiegend in Ost- und Südosteuropa rekrutierten Prostituierten freiwillig ihrem „Gewerbe“ nachgeht, hält Manfred Paulus nicht nur für verwunderlich, sondern für geradezu grotesk und verantwortungslos. Er kommt zum Ergebnis, dass es in der Realität um Sexsklaverei, Einschüchterung und Gewalt, Opfer, Schleusungskriminalität und Menschenhandel sowie die Vorherrschaft im Rotlichtmilieu geht. In einem weiteren Beitrag zum Thema Prostitution präsentieren Dr. Rainer Hoffmann, Prof. Dr. Arthur Hartmann und Gabriela Piontkowski die Ergebnisse ihrer empirischen Studie über die Sperrbezirksverordnung der Stadt Bremerhaven. Forschungsfragen sind u.a. die Prostitutions- und Kriminalitätsentwicklung sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Prostituierten.

Am 8. Dezember 2017 beginnt in Düsseldorf die Verhandlung über das Unglück bei der Loveparade in Duisburg. Es dürfte eine der größten Prozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte werden. Neben der juristischen Aufarbeitung kommt es entscheidend darauf an, ob und wie verantwortliche Stellen Vorsorge treffen, um solche Unglücksfälle bei Menschenansammlungen zu verhindern. Beispielhaft wird die 2013 eingerichtete Fachstelle Crowd Management der Stadtpolizei Zürich durch deren Leiter Adrian Zemp vorgestellt. 2017 entstand in der Schweiz auch ein nationales Behörden-Gremium zur Erstellung einheitlicher Standards, eine Pflichtaufgabe gerade in föderalen Strukturen mit vielfältigen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.

Ihr
Bernd Fuchs
Chefredakteur


KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 70. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde bereits 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Zum Programm des Kriminalistik Verlages geht es hier: www.cfmueller.de/kriminalistik.

KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 70. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde bereits 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Zum Programm des Kriminalistik Verlages geht es hier: www.cfmueller.de/kriminalistik.

KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 70. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde bereits 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Zum Programm des Kriminalistik Verlages geht es hier: www.cfmueller.de/kriminalistik.