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Sicherheitsgefühl in Deutschland

 

Wie sicher fühlen sich die Menschen in Deutschland? Welche Erfahrungen als Opfer einer Straftat haben sie gemacht? Unterscheidet sich das Gefühl der Sicherheit von der Wahrnehmung tatsächlicher Kriminalitätsrisiken? Antworten auf diese und andere Fragen zur Wahrnehmung von Kriminalität liefert der Bericht zum „Deutschen Viktimisierungssurvey 2017“ (DVS), aus dem Anfang April in der Bundespressekonferenz in Berlin, zusammen mit der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), erste Ergebnisse vorgestellt wurden.
Opferbefragungen geben Aufschluss über Trends der Kriminalitätsentwicklung und das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind eine Ergänzung zur PKS und ein wichtiges Mittel, um die Ausmaße und Folgen von Kriminalität abzuschätzen.
Deutschland ist im Hinblick auf die tatsächliche Kriminalitätsbelastung und die gefühlte Sicherheit der Menschen ein sicheres Land – das ist einer der zentralen Befunde der Umfrage. Das Unsicherheitsgefühl hat zwar im Vergleich zu 2012 leicht zugenommen, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Dr. Dina Hummelsheim-Doss, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg (MPI): „Neben dem Kriminalitätsaufkommen ist das Sicherheitsgefühl der Menschen ein wichtiger Indikator für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Auch die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik wird hinsichtlich der Kriminalitätsentwicklung durch die Umfrage bestätigt – die Anzeigenbereitschaft hat sich gegenüber 2012 nicht verändert, was den Schluss zulässt, dass auch das Dunkelfeld konstant geblieben ist.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Menschen in Deutschland den Institutionen der Strafverfolgung, der Polizei im Allgemeinen, dem BKA, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten unter den verschiedenen Institutionen das höchste Vertrauen entgegenbringen.
BKA-Präsident Holger Münch: „Dieses Vertrauen gilt es zu erhalten: Durch eine professionelle, effektive, verhältnismäßige und immer rechtmäßige Polizeiarbeit, durch Ansprechbarkeit und Transparenz sowie durch den Nachweis der Handlungsfähigkeit sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt.“
Auch für die Zukunft ist es wichtig, auf aussagekräftige Opferbefragungen zugreifen zu können, sie vergleichbar zu halten und durch stetige Weiterentwicklung den gesellschaftlichen Bedürfnissen ihrer Zeit anzupassen. Ein regelmäßiger bundesweiter Viktimisierungssurvey „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ ist daher in Vorbereitung. Der Deutsche Viktimisierungssurvey 2017 ist ein vom Bundeskriminalamt im Zuge der Regierungsstrategie „Gut leben in Deutschland“ durchgeführtes und durch den Fonds für die Innere Sicherheit der Europäischen Union gefördertes Forschungsprojekt. Er wurde in Kooperation mit der kriminologischen Abteilung des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg realisiert.

Weitere Informationen unter www.bka.de und www.mpicc.de

bf




KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 74. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



KRIMINALISTIK Online

 

Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

KRIMINALISTIK Verlag

 

Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

C.F. Müller GmbH 2020

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