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Neue Lagebilder OK und Menschenhandel


Am 1. August 2018 stellte das Bundeskriminalamt das „Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2017“ vor. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen OK-Gruppierungen liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OKVerfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2%) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4%) und Wirtschaftskriminalität (11,0%). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).
Ein Merkmal der Organisierten Kriminalität ist deren Transnationalität. Rund 80% der OK Verfahren weisen internationale Bezüge auf. Deutlich wird dies am Beispiel Kokainhandel: Kokain wird vorwiegend aus Südamerika per Seecontainer nach Europa geschmuggelt. Die Tatausführungen sind von hoher Arbeitsteiligkeit, Professionalität und steigender Digitalisierung geprägt. Das macht auch die Ermittlungen aufwändiger und komplexer. Die deutsche Polizei reagiert auf die Herausforderungen mit neuen Bekämpfungsansätzen. Aktuelle Brennpunkte werden in einem gemeinsamen Schwerpunktsetzungsprozess identifiziert, um dann in projektierter Zusammenarbeit gegen diese vorzugehen. Regelmäßig werden auch staatenübergreifende gemeinsame Ermittlungsgruppen, sogenannte Joint Investigation Teams (JIT), eingerichtet.
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 671 Menschen (davon 171 minderjährig) Opfer von Menschenhandel, was einer Zunahme von 25 Prozent gegenüber 2016 entspricht. Das geht aus dem am 7. August 2018 vom BKA veröffentlichten Bundeslagebild „Menschenhandel und Ausbeutung 2017“ hervor. 2017 führte die Polizei insgesamt 340 Verfahren im Bereich des Menschenhandels, ein leichter Rückgang gegenüber 2016 (375 Verfahren). Dabei erfasste die Polizei 489 Opfer der sexuellen Ausbeutung, was nahezu dem Vorjahreswert entspricht (2016: 488 Opfer). Ein deutlicher Anstieg der Zahl der Opfer ist hingegen im Bereich der Arbeitsausbeutung zu verzeichnen. 180 Menschen wurden 2017 Opfer dieser Form des Menschenhandels, 2016 registrierte die deutsche Polizei 48 Opfer. Die sexuelle Ausbeutung war 2017 die häufigste Form von Menschenhandel. Neben der sexuellen Ausbeutung und der Arbeitsausbeutung wurden für das Bundeslagebild 2017 erstmals (zwei) Verfahren zur „Ausbeutung bei der Ausübung der Bettelei“ geführt.
Polizeiliche Ermittlungen im Bereich Menschenhandel sind häufig sehr komplex. Die Einschüchterung der Opfer durch die Täter, Scham und Traumatisierung durch die Taten wie auch Sprachbarrieren, die Einbindung in feste ethnische Gruppen mit entsprechendem Einfluss auf die Opfer und das auf Erfahrungen im Herkunftsland beruhende mangelnde Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden tragen dazu bei, dass für die Beweisführung entscheidende Zeugenaussagen nur selten gemacht werden.

Die Lagebilder sind unter www.bka.de abrufbar:

Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2017

Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung 2017

Quelle: BKA

bf


 

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Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



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Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

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Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

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