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Jugendliche und Flüchtlinge als Täter und Opfer von Gewalt


Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben Prof. Dr. Christian Pfeiffer und Dr. Sören Kliem, KFN Niedersachsen, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dirk Baier, Leiter des Instituts für Delinquenz und Kriminalprävention der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Departement Soziale Arbeit, ein Gutachten “Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland” erstellt und am 3. Januar 2018 der Öffentlichkeit präsentiert.
Der Schwerpunkt der Datenanalyse wurde auf Jugendliche und Flüchtlinge gelegt, die in den Jahren 2015 und 2016 nach Niedersachsen gekommen sind. Polizeilich registrierte Gewalttaten waren in Niedersachsen zwischen 2007 und 2014 kontinuierlich um 21,9 % zurückgegangen. Für die Jahre 2015 und 2016 verzeichnet die Statistik dann jedoch eine Zunahme der Gewaltkriminalität um 10,4 %. Die Analyse dieser zu 83 % aufgeklärten Straftaten zeigt, dass der Anstieg zu 92,1 % Flüchtlingen zuzurechnen ist. Die Zahl der Fälle mit tatverdächtigen Flüchtlingen hat sich dadurch zwischen 2014 und 2016 um 241 % erhöht. Ihre Quote an allen aufgeklärten Fällen von Gewaltkriminalität ist so in den beiden Jahren von 4,3 % auf 13,3 % angestiegen. Zu knapp der Hälfte kann dies damit erklärt werden, dass sich die Zahl der in Niedersachsen registrierten Flüchtlinge zwischen 2014 und 2016 mehr als verdoppelt hat (Zunahme um 117 %).
In jedem Land der Welt, so die Gutachter weiter, sind die männlichen 14- bis unter 30-jährigen bei Gewalt- und Sexualdelikten deutlich überrepräsentiert. In Niedersachsen erreichten sie im Jahr 2014 eine Quote von 9,3 % der Wohnbevölkerung. Sie stellten aber im selben Jahr 51,9 % aller Tatverdächtigen der aufgeklärten Fälle von Gewaltkriminalität (bundesweit 48,9 %.) Zu beachten ist, dass der Anteil der männlichen Flüchtlinge dieser Altersgruppe im Vergleich der verschiedenen Herkunftsgruppen stark divergiert. Bei Flüchtlingen aus Nordafrika, die überwiegend über das Mittelmeer gekommen sind, beträgt er 49,4 %, bei den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan 25,0 %.
Als weitere Erklärungsansätze wurden die Aufenthaltsperspektiven der verschiedenen Gruppen von Flüchtlingen, die Akzeptanz gewaltlegitimierender Männlichkeitsnormen, das Fehlen der Frauen sowie das Anzeigeverhalten von Gewaltopfern gegenüber „fremden“ Tätern benannt. Das über 100 Seiten umfassende Gutachten sowie eine Kurzfassung sind auf der Website der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) abrufbar.

bf (Quelle: KFN Niedersachsen/zhaw)


 

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Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



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Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

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Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

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