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Ausreisende nach Syrien oder Irak


„Analyse der Radikalisierungshintergründe und -verläufe der Personen, die aus islamistischer Motivation aus Deutschland in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind“. Hinter diesem Titel verbirgt sich der Bericht zur zweiten Fortschreibung des Bundeskriminalamtes (BKA), des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und des Hessischen Informations- und Kompetenzzentrums gegen Extremismus (HKE). Die 61 Seiten umfassende Publikation ist in der Reihe „Forschungsergebnisse“ des BKA Anfang Dezember erschienen. Die Analyse informiert über Radikalisierungshintergründe und -verläufe der bundesweit insgesamt 784 Personen, zu denen den deutschen Innensicherheitsbehörden bekannt ist, dass sie bis Ende Juni 2016 aus islamistischer Motivation aus Deutschland in Richtung Syrien und Irak ausgereist sind oder dies aktiv versucht haben.


Seit dem ersten Analysebericht aus dem Jahr 2014 haben sich sehr dynamische, geo-politische Entwicklungen vollzogen, die über den nunmehr erfassten Betrachtungszeitraum von viereinhalb Jahren (Januar 2012 bis Juni 2016) zu stark veränderten Reisebewegungen in Richtung des syrisch-irakischen Kampfgebietes führten. Die Entwicklungen in der Region blieben nicht ohne Auswirkungen auf Deutschland und Europa, aber auch „den Westen“ im Allgemeinen, und die dortigen islamistischen und/oder jihadistischen Szenen im Speziellen. Zwei Punkte werden an dieser Stelle als besonders bedeutsam hervorgehoben: Zum einen fordert der IS seine Anhänger im Westen seit geraumer Zeit ausdrücklich dazu auf, nicht mehr in das „Kalifat“ auszureisen, sondern in ihren Heimatländern Anschläge zu verüben. Zum anderen ist die Zahl der islamistisch motivierten Ausreisen aus Deutschland in Richtung Syrien/Irak seit Juli 2015 drastisch zurückgegangen.


Auch wenn die Sogwirkung des „Kalifats“ als Ausreiseziel abgenommen hat, die IS-Ideologie hat nachweisbar nicht an „Attraktivität“ verloren, heißt es in der Studie weiter. Geändert hat sich somit „lediglich“ die Zielrichtung der Bedrohung durch den IS und seine Unterstützer: die Gefahr droht nicht mehr nur vornehmlich im Ausland, sondern vermehrt auch im „Inland“, d.h.in den Ländern des „Westens“. Diese Gefahr kann von drei Personengruppen ausgehen, die ggf. auch zusammenarbeiten können: 1) Mit einem Auftrag zur Planung und Durchführung eines Anschlags entsandte Personen (deutschlandstämmige Jihad-Rückkehrer, als Flüchtlinge getarnte ausländische Jihadisten oder anders eingeschleuste Personen), 2) hiesige Unterstützer des IS oder anderer jihadistischer Gruppierungen (Einzeltäter oder Kleingruppen), und 3) in Deutschland rekrutierte und aus dem Ausland gesteuerte Flüchtlinge. Von diesen drei Personengruppen können im Rahmen dieser Studie nur die aus Deutschland ausgereisten Jihad-Rückkehrer betrachtet werden. Gut ein Drittel der in Richtung Syrien oder Irak ausgereisten Personen befindet sich mittlerweile wieder in Deutschland. Festzustellen, welche Aktivitäten sie entfalten und diese ggf. zu überwachen, stellt die Sicherheitsbehörden vor große personelle und materielle Herausforderungen. Neben allgemeinen Propagandaaktivitäten und konkreter Anwerbungsversuche neuer Rekruten ist auch die Planung und Durchführung schwerer terroristischer Straftaten aus diesem Personenspektrum nicht auszuschließen. Dies – so die begründete Mutmaßung – gilt insbesondere bei Personen mit Kampferfahrung oder einer Terrorausbildung.

Download des vollständigen Berichts von der Homepage des Bundeskriminalamts

 

bf


KRIMINALISTIK Zeitschrift

 

Bereits im 72. Jahr erscheint KRIMINALISTIK als Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis. Sie behandelt monatlich Themen wie Kriminalpolitik, Kriminologie, Kriminaltechnik, Strafrecht, Polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie Rechtsmedizin. Die Rubriken Recht Aktuell und Literatur sowie die Redaktionen Schweiz, Österreich und KRIMINALISTIK-Campus runden den Inhalt ab.



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Auf KRIMINALISTIK Online finden Sie neben den Inhaltsverzeichnissen und Editorials die Abstracts der Fachartikel. Die Leitsätze der im Heft kommentierten Rechtsprechung, meist verlinkt zu den Volltexten der Gerichtsentscheidungen, und Buchbesprechungen im Wortlaut runden das Online-Angebot ab. Unser Archiv reicht zurück bis ins Jahr 1999. Sie können es im Online- oder Print-Online-Abo nutzen oder einzelne Artikel als PDF kaufen.

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Die Zeitschrift KRIMINALISTIK erscheint im gleichnamigen Verlag. Er wurde 1926 gegründet und bietet Fachliteratur für die kriminalistische Ausbildung, Praxis und Wissenschaft. Die Schwerpunkte der Buchreihe Grundlagen der Kriminalistik liegen auf den Gebieten Kriminalistik, Polizeipraxis, Kriminologie, Recht, öffentliche und private Sicherheit. Das Programm des Kriminalistik Verlages finden Sie unter www.cfmueller.de/kriminalistik.

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