63. Jg. 2009, S. 67
Abstrakt: Nach schwerwiegenden Kriminalfällen sind in der öffentlichen Thematisierung die reflexartig artikulierten und wohlbekannten Standardforderungen von Politikern, Journalisten usw. nach neuen Gesetzen, härteren Strafen und mehr Polizei zu hören. Insbesondere der Ruf nach mehr Polizei und damit einer in erster Linie einher gehenden verstärkten Präsenz wird nicht nur in diesem Zusammenhang immer wieder laut, nach dem Motto: "Viel hilft viel!" Diese Forderung unterstellt im- bzw. explizit zumindest vier wesentliche Auswirkungen einer erhöhten polizeilichen Präsenz, nämlich weniger Straften und höhere Aufklärungsquoten, schnelleres polizeiliches Eingreifen sowie eine Stärkung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung.
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63. Jg. 2009, S. 71
Rechtsprechung: Nds. OVG vom 08.08.2008 - 11 LA 194/09 -
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63. Jg. 2009, S. 71
Rechtsprechung: VGH Mannheim vom 29.05.2008 - 1 S 1503/07 -
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63. Jg. 2009, S. 72
Abstrakt: Die Kriminalitätsfurcht bildet einen zentralen Aspekt der subjektiven Sicherheit der Bürger, der mithin regelmäßig empirisch untersucht wird (siehe z. B. Feltes 1995; Tücke 2000, 2002; Kury u. a. 2004a; Naplava 2007; Goritzka 2008). Dabei wird das theoretische Konstrukt der Kriminalitätsfurcht wie auch das methodische Instrumentarium entsprechender Untersuchungen durchaus kritisch diskutiert (Kury u. a. 2004b; Sterbling/Burgheim 2006a, S. 23 ff.). Da wir in den letzten zehn Jahren insgesamt fünf Bevölkerungsbefragungen in Hoyerswerda (Burgheim/Sterbling 1999, 2004; Sterbling/Burgheim 2004) und in Görlitz (Burgheim/Sterbling 2000; Sterbling/Burgheim 2006a) zur Lebensqualität und subjektiven Sicherheit durchführten, die letzte im Jahre 2008 (Sterbling 2009), liegt eine solide und aufschlussreiche empirische Datengrundlage für eine erneute Analyse und Diskussion ausgewählter Aspekte der Kriminalitätsfurcht vor, auf die sich dieser Beitrag konzentrieren wird.
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63. Jg. 2009, S. 81
Abstrakt: Attentate auf wehr- und arglose Einzelpersonen im öffentlichen Raum werden als besonders heimtückisch wahrgenommen und erfahren meist ein besonderes Medienecho, nicht selten geschehen sie sogar "vor laufender Kamera" (siehe Abb. 1). Neben Personen aus der Politik, der Religion oder anderen Bereichen des öffentlichen Lebens können aber auch eine Vielzahl von Menschen geradezu wahllos - meist durch so genannte Selbstmordattentäter - getötet werden, um Institutionen symbolisch zum Zielobjekt eines Terroranschlages zu machen - als historisch bisher einmalig können hier die Anschläge des 11. September 2001 gelten, bei denen durch die Entführung und den Absturz von vier Linienflugzeugen in den USA mehr als 3 000 Menschen getötet wurden.
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63. Jg. 2009, S. 88
Abstrakt: Die Röntgenbeugung (XRD) ist eine ausgesprochen vielseitige, zerstörungsfreie Methode zur Charakterisierung von kristallinem Probenmaterial. Sie ist daher schon seit vielen Jahren in kriminaltechnischen Laboratorien im Einsatz und konnte durch gerätetechnische Weiterentwicklungen ihre Analysenstärke sowie ihr Anwendungsspektrum kontinuierlich ausweiten. In dieser Publikation wird an einigen typischen Beispielen aus dem Röntgenlabor des Bundeskriminalamtes gezeigt, wie die Pulverröntgenbeugung sowohl in der Fallarbeit als auch zur Unterstützung kriminaltechnischer Sammlungen genutzt wird. Die besondere Stärke der Mikroröntgenbeugung im Vergleich zur Pulverröntgenbeugung wird an Beispielen illustriert, die speziell der in der Kriminaltechnik bedeutenden Forderung nach der Analysemöglichkeit auch von kleinsten Probenmengen sowie von komplex zusammengesetzten Spurenträgern Rechnung tragen.
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63. Jg. 2009, S. 94
Rechtsprechung: LG Stuttgart vom 04.07.2007 - 38 Ns 25 Js 34332/05 -
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63. Jg. 2009, S. 95
Abstrakt: Seit Beginn der 90er-Jahre findet das Phänomen der innerfamiliären Gewalt immer mehr Beachtung in der Öffentlichkeit. Zunächst nur Thema für Gleichstellungsbüros und emanzipatorische Institutionen trat die gesellschaftspolitische Bedeutung immer mehr in den Vordergrund. Seit ca. 1995 ist zudem eine Entwicklung auszumachen, die die Verantwortung von Verwaltungsbehörden, Gerichten und sozialen Institutionen stärker gewichtet. Die innerfamiliäre Gewalt wurde zum öffentlichen Thema, die Tabuzone Familie und Beziehung erstmals aufgeweicht. Ein eigentlicher Sensibilisierungsprozess wurde eingeleitet. In den Städten Basel und Zürich wurden von politischer Ebene unterstützte Projekte lanciert, die eine Optimierung der bisherigen Einsatzdoktrin bei innerfamiliärer Gewalt auf allen Ebenen zum Ziel hatten. Die Stadtpolizei Zürich lancierte 1998 ein neues Einsatzkonzept. Die Polizei rückte mit dem Motto "ermitteln, nicht vermitteln" aus. Sämtliche Einsätze wurden in einer separaten Statistik erfasst. Im Rahmen einer Studie wurden die polizeilichen Einsätze bei Häuslicher Gewalt in der Stadt Zürich für den Zeitraum 1999–2001 analysiert. Seit 2004 erfasst die Kantonspolizei Zürich alle Polizeieinsätze wegen Häuslicher Gewalt auf dem Gebiet des Kantons Zürich. Seit 1. April 2007 ist zudem das neue Gewaltschutzgesetz zum Schutz vor Häuslicher Gewalt in Kraft. Es ist deshalb Zeit, die neu erfassten Daten und Erfahrungen wieder einmal auszuwerten, mit früheren Auswertungen zu vergleichen und mit dem das bisher Geleistete zu hinterfragen.
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63. Jg. 2009, S. 100
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63. Jg. 2009, S. 107
Abstrakt: Jugendkriminalität gilt zunehmend als "Sorgenkind" der österreichischen Politik, und wird auch von Kriminologen, Sozialarbeitern und anderen Experten des Feldes in Österreich immer stärker thematisiert. Die Diskussion konzentriert sich dabei unter anderem häufig auf eine bestimmte soziale Gruppe - Österreicher oder hier aufgewachsene, junge Männer mit Migrationshintergrund. Eine Studie der Sozialen Gerichtshilfe Wien geht diesem Phänomen auf den Grund und untersucht die Hintergründe und Motive, die junge Menschen mit Migrationshintergrund in die Jugenddelinquenz schlittern lassen. Fehlende Zukunftsperspektiven, Diskriminierungserfahrungen, und Erfolglosigkeit in der Schule und Berufswelt sind nur einige Faktoren, die oft eine emotionale und soziale Vernachlässigung der Jugendlichen bedingen. Die Ergebnisse drängen zur Thematisierung von neuen Ansatzpunkten für einen effektiven Umgang mit, sowie zur Prävention von Jugendkriminalität.
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63. Jg. 2009, S. 116
Abstrakt: Die Spielsucht dürfte ein unterschätzter Kriminalitätsfaktor sein. Präventionsanstrengungen sind daher wichtig. Uneingeschränkte Glücksspiel- und Wettangebote im Internet könnten das Problempotenzial deutlich erhöhen. Wie sich die Wettlimits auf das Verhalten von Sportwetten-Fans auswirken, untersuchten Wissenschaftler der Harvard Medical School im Auftrag des österreichischen Internet-Wett-Anbieters "B-win".
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63. Jg. 2009, S. 119
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63. Jg. 2009, S. 121
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63. Jg. 2009, S. 126
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