63. Jg. 2009, S. 4
Abstrakt: Thema der Herbsttagung des BKA vom 12.-14. November war die Wirtschaftskriminalität im Kontext globaler und gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen sowie die hierzu geführte kriminalpolitische Diskussion. Anspruch der Veranstaltung war es, dem Fachpublikum ein Forum zu bereiten, um die Lage in diesem Phänomenbereich zu thematisieren, nationale sowie internationale Bekämpfungsansätze vorzustellen und kriminalpolitische Entwicklungen zu beleuchten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarktkrise und der hierdurch bedingten öffentlichen Aufmerksamkeit bezüglich dieses Themas eröffnete sich zudem die Gelegenheit, der Öffentlichkeit die Präsenz der Strafverfolgungsorgane auch in diesem Segment zu veranschaulichen.
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63. Jg. 2009, S. 12
Abstrakt: Die Finanzmärkte der Gegenwart sind international eng miteinander verwoben. Die Marktteilnehmer haben den Prozess der Globalisierung nicht nur beschleunigt, sondern teilweise angeführt. Das letzte Jahrzehnt war jedoch nicht nur von einer Internationalisierung des Finanzgeschäfts geprägt, sondern zeitgleich nahm die Zahl von Akteuren mit höchst unterschiedlichen Motiven oder Geschäftsansätzen (Hedgefonds, Private Equity, Venture Capital) und die Zahl der sogenannten Finanzprodukte (Verbriefung von Kreditrisiken, Derivate, Zertifikate) zu. Dadurch ist eine sehr komplexe und selbst für Fachleute bisweilen nur schwer zu durchschauende Finanzwelt entstanden, weshalb man von einer Komplexität internationaler Finanzmärkte sprechen kann.
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63. Jg. 2009, S. 17
Abstrakt: Die Wundmorphologie von Schusswunden variiert beträchtlich in Abhängigkeit vom Typ der eingesetzten Waffe. Das Wissen um die Hauptmerkmale der verschiedenen Schusswaffentypen ist auch für Rechtsmediziner von Bedeutung, wenn auch in der täglichen Routine nicht zwingend die Notwendigkeit besteht, die unüberschaubare Menge an Details der einzelnen Schusswaffentypen zu erarbeiten. Nachfolgend gehen wir auf einige Besonderheiten bezüglich des Aufbaus, Ballistik, Munition und Wundmorphologie von Schrotwaffen ein und stellen drei ausgewählte Fälle tödlicher Schrotschussverletzungen dar.
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63. Jg. 2009, S. 20
Rechtsprechung: BGH vom 11.07.2008 - 5 StR 202/08 -
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63. Jg. 2009, S. 21
Abstrakt: Der schnelle Weg in Richtung Globalisierung hat trotz all seiner positiven Seiten - Integration globaler Finanzmärkte und Strategien des freien Marktes, die die Bedeutung der Grenzen immer stärker herabgesetzt haben, gleichzeitig dazu geführt, neue Türen zur Verbreitung der Kriminalität im allgemeinen und der Wirtschaftskriminalität im besonderen zu öffnen. Die Verfasser geben einen Überblick, belegt mit den entsprechenden statistischen Zahlen, über die Formen der Wirtschafts- und Organisierte Kriminalität in den Ländern Albanien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Serbien und Mazedonien.
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63. Jg. 2009, S. 27
Rechtsprechung: BGH vom 10.01.2008 - 3 StR 463/07 -
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63. Jg. 2009, S. 28
Abstrakt: Wie schadensanfällig ist die Wirtschaft für organisierte Kriminalität? Und wo sind die Schwachstellen in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen? Das waren die Ausgangsfragen für die Entwicklung und Anwendung einer Methode, die sowohl wirtschaftsbezogene als auch kriminologische Ansätze in einem Messinstrument mit dem Ziel vereint, systematisch ein Schwachstellenprofil für ausgewählte Wirtschaftsbereiche aufzustellen. Die zu diesem Zwecke entwickelte MAVUSMethode (Method for and Assessment of Vulnerability of Sectors) entspringt der erweiterten Gattung der Gelegenheitstheorien. Diese Methode dient dazu, bestehende Risikobereiche für organisierte Kriminalität innerhalb der legalen Wirtschaftswelt aufzuspüren, als Voraussetzung präventiver Maßnahmen. Die Europäische Abfallentsorgungsindustrie, welche in der Vergangenheit immer wieder durch Schlagzeilen Aufmerksamkeit auf sich zog, dient hierbei als Untersuchungsobjekt. In Zeiten latenter Risiken wird es immer wichtiger nicht nur auf die potentiellen Täter zu schauen, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Umgebung bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität mit einzubeziehen.
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63. Jg. 2009, S. 35
Rechtsprechung: BVerfG vom 07.11.2008 - 1 BvQ 43/08 -
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63. Jg. 2009, S. 36
Abstrakt: Die polizeiliche Aufklärungsquote gilt als wichtiger Maßstab für Messung, Bewertung und Erfolg von Polizeiarbeit (vgl. Alpert/Moore 1993). Im Folgenden sollen einige Anmerkungen zu empirischen Ergebnissen im Zusammenhang mit einem häufig missverstandenen und manchmal auch missbrauchten Begriff gemacht werden.
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63. Jg. 2009, S. 41
Rechtsprechung: BVerfG vom 14.11.2007 - 2 BvR 371/07 -
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63. Jg. 2009, S. 42
Abstrakt: Biometrische Techniken sind nicht nur zur erkennenden Bewertung von Gesichtsformen fähig. Sie können auch zur erkennenden Zuordnung anderer Körperteile oder Verletzungen herangezogen werden. In diesem Beitrag werden Grundzüge eines möglichen biometrischen Lösungsversuchs morphologischer Probleme erklärt. Relevant, aber konzeptuell schwierig, sind die Schritte der Merkmalskodierung und der Spezifikation von geeigneten Merkmalsvektoren, auf deren Basis dann statistische Auswertungen möglich werden. Diese Auswertungen werden durch das Verwenden digitaler Daten sehr stark erleichtert. Das gefundene Lösungskonzept ist genereller Natur und hat das Potential, auch in anderen Situationen als den hier beispielhaft vorgestellten Anwendungen (Verletzungen im 3D-Scan, Fingerformen) eingesetzt zu werden.
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63. Jg. 2009, S. 48
Abstrakt: Die rechtsmedizinische Interpretation von Verletzungen kombiniert das Wissen über die Erscheinungsformen verschiedener Verletzungsarten mit unterschiedlichen Beobachtungs- und Befunddarstellungsverfahren. Wir sind an einer möglichst fragestellungsgerechten Aufarbeitung in konkreten Situationen interessiert. Durch Kenntnis von Verletzungsarten, Kombination konventioneller und moderner bildgebender Verfahren sowie interdisziplinärer Zusammenarbeit kann meist eine adäquate Interpretation von Verletzungen erreicht werden. In diesem Beitrag* werden neben konkreten Verletzungsarten ausgewählte Beispiele dargestellt, die interessante Aspekte der rechtsmedizinischen Interpretation zum Zweck der Begutachtung von Verletzungen illustrieren.
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63. Jg. 2009, S. 55
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63. Jg. 2009, S. 58
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63. Jg. 2009, S. 62
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