Neue Sicherheitsarchitektur für Deutschland

Anmerkungen zu den kriminalpolitischen Reaktionen

56. Jg. 2002, S. 346

Abstrakt: Der schockierende 11. September 2001 führte erbarmungslos die Verwundbarkeit der Welt durch Terrorismus vor Augen und zwang alle für die Sicherheit Verantwortlichen, terroristische Szenarien mit möglichen Folgen und gegensteuernde Maßnahmen zu durchdenken, auch Szenarien, die bis dahin tabu waren. Damit waren und sind Folgen für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland verbunden.

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Autor/en:
Ziercke, Jörg
Stichwort(e):
Innere Sicherheit
Internationaler Terrorismus
Sicherheitsarchitektur, in Deutschland


Zu den Voraussetzungen und Grenzen der Rasterfahndung

56. Jg. 2002, S. 351

Rechtsprechung: OLG Düsseldorf vom 08.02.2002 - 3 Wx 357/01 -

 

Stichwort(e):
Rasterfahndung, Voraussetzungen und Grenzen


Stadtteilorientierte Politik der Inneren Sicherheit

Eine kritische Betrachtung der Rahmenbedingungen und der Ressourcenverteilung

56. Jg. 2002, S. 352

Abstrakt: Die Innere Sicherheit ist ein wichtiges Politikfeld für die politischen Parteien. Für die Problemlösung wird zunehmend eine stadtteilorientierte Strategie präferiert. Wenn der Begriff nicht zu einer "Leerformel" werden soll, ist es jedoch erforderlich, dass das Engagement der Bürger/-innen aktiviert wird, die Polizei in diesen Prozess integriert wird (Community policing) und alle Maßnahmen - einschließlich der polizeilichen Arbeit - extern evaluiert werden. Wie die Rahmenbedingungen gestaltet werden sollten, zeigt der folgende Beitrag an einem theoretischen Modell und Beispielen aus Berlin.

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Autor/en:
Weidmann, Thomas
Stichwort(e):
Berlin, Stadtteilorientierte Politik der Inneren Sicherheit
Community Policing, Rahmenbedingungen
Innere Sicherheit, stadtteilorientierte Politik


Datenerhebung bei Privaten durch das BKA als Zentralstelle

Oder: Befugnis zum Bitten?

56. Jg. 2002, S. 361

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Autor/en:
Thiede, Frank
Stichwort(e):
Datenerhebung, bei Privaten
Datenschutz, Übermittlung personenbezogener Daten
Rasterfahndung


Die neuen russischen Geldwäschebestimmungen

Erläuterungen zum neuen Wortlaut

56. Jg. 2002, S. 363

Abstrakt: Mit der Verabschiedung des Föderationsgesetzes vom 7. August 2001 "über das Entgegenwirken vom Legalisieren (Wäsche) von verbrecherisch erlangten Einnahmen" schloss der russische Gesetzgeber eine gesetzgeberische Lücke, die eine effiziente strafrechtliche Verfolgung der Geldwäsche wesentlich erschwert hat. Zusammen mit diesem "Geldwäschegesetz" wurde auch eine Änderung der seit 1997 geltenden Geldwäsche-Strafbestimmungen vorgenommen. Die hier genannten gesetzlichen Neuerungen traten am 1. Februar 2002 in Kraft; in Bezug auf die praktische Wirksamkeit der neuen Geldwäschebestimmungen gibt es unter den russischen Fachleuten jedoch eine eher abwartende Haltung.

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Autor/en:
Lammich, Siegfried
Stichwort(e):
Geldwäsche, Geldwäsche-Strafbestimmungen im russischen Strafgesetzbuch
Russland, Geldwäsche-Strafbestimmungen


Das Bild der Polizei in Tageszeitungen

Eine vergleichende empirische Analyse

56. Jg. 2002, S. 366

Abstrakt: Das Thema "Polizei und Medien" war bereits Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen. Der Aspekt Polizei in Medien ist allerdings bisher kaum oder gar nicht systematisch untersucht worden. Der Beitrag kann zur Objektivierung der polizeilichen Bewertung der Medienwirkung für das Ansehen der Polizei in der Gesellschaft beitragen.

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Autor/en:
Gluba, Alexander
Stichwort(e):
Medien, Bild der Polizei
Poizeiforschung, Polizei und Medien


Zu Funktionen und Aufgaben in der Kriminalistik

Standort und Stellenwert - Teil 2

56. Jg. 2002, S. 372

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Autor/en:
Ackermann, Rolf
Stichwort(e):
Ausbildung, kriminalistische
Kriminalistik, Funktion und Aufgaben
Kriminalistik, Standort und Stellenwert


(Kein) Betrug durch Einreichung eines Schecks ohne zugrundeliegende Zahlungspflicht

56. Jg. 2002, S. 377

Rechtsprechung: BGH vom 06.09.2001 - 5 StR 318/01 -

 

Stichwort(e):
Betrug, durch Einreichung eines Schecks


Perspektiven der Kriminalistik

Unter dem Aspekt von Internationalisierung, Computerisierung, Privatisierung, Spezialisierung und Qualitätssicherung

56. Jg. 2002, S. 379

Abstrakt: Die Kriminalistik nimmt im System der Kriminalwissenschaften bereits seit Hans Groß, der als Begründer der systematischen Kriminalistik gilt, einen besonderen Platz ein. Einerseits handelt es sich bei Kriminalistik um eine sehr praxisbezogene, anwendungsorienierte Wissenschaft, deren genauer Umfang und Inhalt seit jeher umstritten sind. Andererseits verändert sich kriminalistisches Wissen in zunehmendem Maß und zuletzt auch mit stark steigender Geschwindigkeit. Im Vorwort des 1992 erschienenen Handbuches der Kriminalistik ist dazu zu lesen: "Kriminalistik unterliegt einem ständigen, sich gerade in den technischen Bereichen sogar beschleunigenden Wandel. Es gibt inzwischen niemanden mehr, der alle angewandten kriminalistischen Methoden kennen oder gar beherrschen würde." also die Kriminalstrategie ein Gesamt-konzept kriminalpolizeilicher Tätigkeit erarbeitet, bezieht sich die Kriminal-taktik auf kriminalistische Handlungs-konzepte in Einzelfällen.14 Eine wesentliche Grundlage für stra-tegische und taktische Entscheidun-gen ist die unmittelbare und richtige Beurteilung der Kriminalitätslage. Die zukünftige Entwicklung auf dem Ge-biet der Erfassung und Darstellung des Kriminalitätsgeschehens lässt sich durch zwei Eckpfeiler kennzeichnen: Einerseits ist eine über das bisherige

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Autor/en:
Grafl, Christian
Stichwort(e):
Kriminalistik, Perspektiven


Computerbetrug und Missbrauch von Scheckkarten durch rechtmäßigen Karteninhaber

56. Jg. 2002, S. 384

Rechtsprechung: BGH vom 21.11.2001 - 2 StR 260/01 -

 

Stichwort(e):
Computerbetrug, durch Kreditkarte
Missbrauch, von Scheckkarten


Tod durch Erhängen

Probleme bei der polizeilichen Todesermittlung

56. Jg. 2002, S. 385

Abstrakt: Bei der Todesart "Erhängen", der häufigsten Suizidmethode, liegt zumeist eine Selbsttötung vor. Routineermittlungen bergen die Gefahr, nicht alle kriminalistisch möglichen und gebotenen Feststellungen zur objektiven Klärung "Suizid" oder "Tötungsdelikt" zu treffen.

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Autor/en:
Strauch, Hansjürg
Wirth, Ingo
Stichwort(e):
Erhängen, Suizid oder Tötungsdelikt
Todesermittlung, Tod durch Erhängen


Zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

56. Jg. 2002, S. 390

Rechtsprechung: BGH vom 25.10.2001 - 4 StR 208/01 -

 

Stichwort(e):
Betäubungsmittelimitate, Handeltreiben mit


Wie individuell sind Textilien?

Theoretischer Untersuchungsansatz zum Vergleich von Bildmaterial und Textilien

56. Jg. 2002, S. 391

Abstrakt: Die kriminalistischen Erkenntnismöglichkeiten durch in Spezialbereichen hochqualifizierte Wissenschaftler sind für eine erfolgreiche moderne Verbrechensbekämpfung unverzichtbar und eröffnen immer wieder neue Möglichkeiten zur Täteridentifizierung. Voraussetzung dieser vergleichenden Textiluntersuchung ist u. a. die Abbildung von Personen bei Tatbegehung durch Foto- oder Videotechnik.

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Autor/en:
Nehse, Kornelia
Wendt, Claudia
Stichwort(e):
Kriminaltechnik, Textiluntersuchung
Textiluntersuchung, Vergleich von Bildmaterial und Textilien


Abweichung vom Kausalverlauf und Versuchsbeginn

56. Jg. 2002, S. 395

Rechtsprechung: BGH vom 12.12.2001 - 3 StR 303/01 -

 

Stichwort(e):
Kausalverlauf, Abweichung vom
Tötungsdelikt, Versuchsbeginn


"Die Polizei - Dein Freund, Dein Helfer"

Zur Geschichte eines vieldeutigen - zum Tag der Deutschen Polizei" 1937 kreierten - Slogans

56. Jg. 2002, S. 396

Abstrakt: Die deutschen Autobahnen haben mit dem Slogan "Die Polizei -– Dein Freund, Dein Helfer" eines gemeinsam: Beide haben ihre geistigen Wurzeln in der Weimarer Republik, ihre Verwirklichung bzw. Einführung erfolgte jedoch erst in der Zeit des Dritten Reiches. "Freund und Helfer" reichsweit wurden die Polizeiorgane vor nunmehr 65 Jahren, im Januar 1937 zum "Tag der Deutschen Polizei" - Anlass für eine polizeigeschichtliche Betrachtung.

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Autor/en:
Greiner, August
Stichwort(e):
Polizeigeschichte, Polizeislogan
Polizeislogan, Polizei, dein Freund und Helfer


Die polizeiliche Aus- und Weiterbildung in der Schweiz

Ein Interview mit Dr. iur Anton Widmer

56. Jg. 2002, S. 399

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Autor/en:
Bänziger, Felix
Stichwort(e):
Polizei-Institut Neuenburg, Interview mit Direktor Dr. Anton Widmer
Schweiz, Aus- und Weiterbildung
SPI, Schweizerisches Polizei-Institut Neuenburg


Metamphetamin - Gefährlicher Inhaltsstoff der "Thai-Pille"

Historische, pharmakologische und psychopathologische Aspekte

56. Jg. 2002, S. 402

Abstrakt: Seit den späten 90er Jahren ist in der Schweiz wie auch in Deutschland ein stetiges Aufkommen von Metamphetamin-Präparaten zu verzeichnen. Anfänglich im Rotlichtbezirk, später auf die Partyszene übergreifend, findet die Thai-Pille "Yaba" immer weitere Verbreitung in der Drogenszene. Der hauptsächliche Inhaltsstoff dieser stark stimulierenden Droge ist keineswegs eine Neuentwicklung; vielmehr reichen ihre Ursprünge bis ins 20. und sogar ins 19. Jahrhundert zurück. In Anbetracht der epidemischen Ausbreitung von metamphetaminhaltigen Stimulanzien, ist es für Fachleute des Polizei- und des Gesundheitswesens unumgänglich, sich mit der Wirkungsweise und dem Gefahrenpotenzial dieser Substanz vertraut zu machen.

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Autor/en:
Knecht, Thomas
Stichwort(e):
Metamphetamin, Inhaltsstoff der "Thai-Pille"
Thai-Pille, Metamphetamin als Inhaltsstoff