Erster periodischer Sicherheitsbericht der Bundesregierung

Nur mäßiger Beifall für die Befunde

55. Jg. 2001, S. 762

Abstrakt: Die Bundesregierung hat sich dafür entschieden, einen wissenschaftlich fundierten, umfassenden Bericht über die Sicherheitslage in der Bundesrepublik Deutschland erstellen zu lassen. Ziel des Berichts soll sein, ein möglichst präzises Bild der Kriminalitätslage zu erlangen. Aus dem über 700 Seiten umfassenden Bericht werden hier die wesentlichen Ergebnisse der besonders relevanten Bereiche Organisierte Kriminalität, Wirtschaftskriminalität und Gewaltkriminalität zusammengefasst und einige Anmerkungen zur Gesamtbewertung des Berichts zur Inneren Sicherheit beleuchtet.

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Autor/en:
Heide von der, Frank
Hetzer, Wolfgang
Stichwort(e):
Innere Sicherheit, und Gewaltkriminalität
Sicherheitsbericht, der Bundesregierung
Sicherheitsbericht, Organisierte Kriminalität
Sicherheitsbericht, Wirtschaftskriminalität


Bildung krimineller Vereinigungen

Zur Ergänzung der Vereinigungstatbestände durch § 129 b StGB

55. Jg. 2001, S. 772

Abstrakt: Durch die Vorschriften des § 129 StGB (Bildung einer kriminellen Vereinigung) und § 129a StGB (Bildung einer terroristischen Vereinigung) sollte nach herrschender Meinung das Rechtsgut öffentliche Sicherheit und Ordnung unter dem speziellen Aspekt des öffentlichen Friedens geschützt werden. Kaum ein strafrechtliches Problem ist in gleicher Weise kontrovers diskutiert worden. Noch kurz vor dem Anschlag auf das World-Trade-Center wurde die Abschaffung dieser Bestimmungen gefordert. Nach dem 11. September wurde indessen deutlich, dass eher Ergänzungen (Verbesserungen) das Gebot der Stunde waren. Der folgende Beitrag setzt sich mit den Entwicklungen und dem aktuellen Stand der Dinge auseinander.

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Autor/en:
Rauschenberger, Friederike
Stichwort(e):
Kriminelle Vereinigungen, Bildung von
Vereinigungen, kriminelle
Vereinigungstatbestände, durch § 129 b StGB


Vandalismus, ein Phänomen mit Bandbreite

Erklärungs- und Interventionsansätze

55. Jg. 2001, S. 775

Abstrakt: Vandalismus ist - so liest man es in jeder anspruchsvollen Veröffentlichung - das von H. Grégoire, Bischof von Blois, geprägte Schlagwort für sinnlose Zerstörung und Beschädigung von Sachen, die er den Vandalen unter Geiserich bei der Plünderung Roms zuschrieb. Jedoch wird der Begriff heute umfassender (und damit konturloser) verwendet und unter ihm so unterschiedliche Phänomene wie die einfache Sachbeschädigung, Beteiligung an Schlägereien, Rowdytum und Hooliganismus subsumiert. (Zu den variantenreichen Formen des Vandalismus vgl. KRIMINALISTIK 10/94, S. 671). So beeinflussen vandalistische Handlungen das subjektive Sicherheitsgefühl in ganz entscheidender Weise. Die Zusammenhänge werden im folgenden Beitrag näher untersucht.

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Autor/en:
Eckert, Sirko
Stichwort(e):
Vandalismus, Erklärungs- und Interventionsansätze


Beschlagnahme von Rechtsanwalt-Anderkonto

55. Jg. 2001, S. 779

Rechtsprechung: LG Chemnitz vom 02.07.2001 - 4 Qs 13/01 -

 

Stichwort(e):
Rechtsanwalt-Anderkonto, Beschlagnahme


Berufsethische Aspekte polizeilicher Arbeit

Oder: Der Zeitgeist als Ausdruck polizeilichen Handelns

55. Jg. 2001, S. 780

Abstrakt: Berufsethos, das ist die Einstellung eines Menschen zu seiner Berufstätigkeit. Es bildet somit den Werthintergrund des beruflichen, nicht selten auch des außerberuflichen Verhaltens. Dabei ist die Eigenart der sittlichen Gesinnung und Haltung eines Polizeibeamten auch prägend für seinen Umgang mit Menschen und damit ursächlich für das Ansehen seiner Profession in der Gesellschaft. Das alles ist für die Polizei - soweit man diese Generalisierung denn akzeptieren will - Grund genug, sich mit ihrem Selbstbild, ihren Prinzipien und ihrem internen Wertesystem auseinanderzusetzen. Mit dem folgenden Beitrag versucht der frühere Präsident des Bundeskriminalamts eine Standortbestimmung.

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Autor/en:
Zachert, Hans-Ludwig
Stichwort(e):
Berufsethos, der Polizei
Polizei, internes Wertesystem


Polizeiliche Vernehmungen

Oder: Schon aus Erfahrung gut?

55. Jg. 2001, S. 785

Abstrakt: Vernehmung, das ist die unter rechtlichen und kriminalistischen Gesichtspunkten geführte Befragung einer Person zu einem rechtlich relevanten Sachverhalt. Mit ihr wird in aller Regel auch der Grundstein für eine vollständige Tataufklärung und damit für das Ergebnis der gerichtlichen Hauptverhandlung gelegt. Einer verbreiteten Ansicht zufolge werden erfolgreiche Vernehmungstaktiken und -techniken durch Übung und daraus resultierender Erfahrung in der praktischen kriminalistischen Ermittlungstätigkeit erworben. Eine solche Ansicht wird indessen durch den folgenden Beitrag relativiert. Er zeigt, dass der gekonnte Umgang mit dem Ermittlungsinstrument Vernehmung ein gezieltes und systematisches Training erfordert.

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Autor/en:
Berresheim, Alexander
Weber, Annette
Stichwort(e):
Polizeiliche Vernehmungen, systematisches Training
Vernehmungen, polizeiliche


Sequenzielle Video-Gegenüberstellungen

VIPER - Eine britische Perspektive der Wahlgegenüberstellung

55. Jg. 2001, S. 797

Abstrakt: Seit Köhnkens Aufsatz "Gegenüberstellungen"- Fehlerquellen bei der Identifizierung durch Augenzeugen" in KRIMINALISTIK 4/93, S. 231ff., haben wir das wichtige Ermittlungsinstrument Gegenüberstellung in zahlreichen weiteren Beiträgen behandelt und dabei stets die beeindruckenden Vorteile der sequenziellen Gegenüberstellung unterstrichen. Mit dem folgenden Aufsatz wird eine moderne Variante dieser speziellen Art von Gegenüberstellungen beschrieben.

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Autor/en:
Schäfer, Andreas
Stichwort(e):
Sequenzielle Video-Gegenüberstellungen
Video Identification Parade Electronic Recording (VIPER) Video Identification Parade Electronic Recording
Video-Gegenüberstellungen, Sequenzielle


Gefahrenprognosen

Grundlagen der Gefahreneinschätzung

55. Jg. 2001, S. 799

Abstrakt: Im Rahmen der Gefahrenabwehr müssen Polizeidienststellen oder auch einzelne Beamte häufig zukünftige hypothetische Geschehensabläufe vorhersehen, um beurteilen zu können, ob ein bestimmtes menschliches Verhalten (oder auch ein bestimmter Zustand) zu einem Schaden führen kann. Der folgende Beitrag will Hilfe für die Herstellung der dabei stets erforderlichen Relation zwischen der Bedeutung des gefährdeten Rechtsguts und der Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts leisten.

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Autor/en:
Füllgrabe, Uwe
Stichwort(e):
Gefahrenabschätzung, Grundlagen der


Erforderlichkeit einer Verteidigungshandlung

55. Jg. 2001, S. 804

Rechtsprechung: BGH vom 24.07.2001 - 4 StR 256/01 -

 

Stichwort(e):
Verteidigungshandlung, Erforderlichkeit der


Kriminalistik im Rahmen der Aus- und Fortbildung

Das nordrhein-westfälische Fortbildungskonzept

55. Jg. 2001, S. 805

Abstrakt: Im Folgenden wird das Fortbildungskonzept für - Analyse und Auswertungsstellen Organisierte Kriminalität - (ASTOK) in NRW vorgestellt. In den konzipierten Modulen wurde versucht, die sich wandelnde Rolle des Lehrenden vom bloßen Verkünder des Wissens zum Berater, der den Lernprozess unterstützt, umzusetzen. Die Notwendigkeit dieses Umdenkungsprozesses für die Fortbildung wird erläutert.

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Autor/en:
Willmer, Rüdiger
Stichwort(e):
Fortbildungskonzept, für Analyse und Auswertungsstellen Organisierte Kriminalität
NRW, Fortbildungskonzept für Analyse und Auswertungsstellen Organisierte Kriminalität


Betrug: (Neuer) Bandenbegriff

55. Jg. 2001, S. 808

Rechtsprechung: BGH vom 22.08.2001 - 3 StR 287/01 -

 

Stichwort(e):
Betrug, Bandenbegriff


Die Polizei in den USA

Ein Überblick über Strukturen und Organisation

55. Jg. 2001, S. 809

Abstrakt: Nachdem wir in KRIMINALISTIK 8-9/97, S. 596 ff., den United States Marshals Service vorgestellt hatten, haben wir von unseren Lesern dafür viel Lob für die damit erreichten "Klarstellungen" erhalten. Nunmehr legen es die Ereignisse vom 11. September 2001, vor allem Berichterstattung und Diskussion darüber, nahe, die nicht unkomplizierten Strukturen der Polizei(en) in den Vereinigten Staaten von Amerika zu erörtern und damit den Versuch zur Entwirrung der Vorstellungen zu unternehmen.

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Autor/en:
Buggisch, Walter
Stichwort(e):
Polizei, in den Vereinigten Staaten von Amerika
USA, Struktur und Organisation der Polizei


Tatprovokation durch Vertrauensperson der Polizei

55. Jg. 2001, S. 815

Rechtsprechung: BGH vom 30.05.2001 - 1 StR 42/01 -

 

Stichwort(e):
Tatprovokation, durch Vertrauensperson der Polizei
Vertrauensperson der Polizei, Tatprovokation


Der Jahrhundertpostraub von Zürich

55. Jg. 2001, S. 817

Abstrakt: Raubüberfälle auf Poststellen sind auch in der Schweiz nicht selten. Der Überfall in der im Raum Zürich als Clearingstelle für den Bargeldaustausch wirkenden Fraumünsterpost sprengte jedoch den bisherigen Rahmen. Nebst der Beutesumme war die Verfolgung und Ergreifung der Täter in mehreren Ländern außergewöhnlich. Justiz und Polizei waren gleichermaßen gefordert.

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Autor/en:
Beck, André
Jäger, Rolf
Stichwort(e):
Postraub, von Zürich
Zürich, Jahrhundertpostraub