Die Kontrolle der Organisierten Kriminalität durch das BKA

Zum Aufgabenverständnis und den gesetzlichen Regelungen nach dem BKAG

55. Jg. 2001, S. 530

Abstrakt: Der folgende Beitrag darf - über die dargestellte Auffassung der Autoren hinaus - als Selbsteinschätzung des Bundeskriminalamts zu seinen Aufgaben im Rahmen der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität gewertet werden. Er soll und wird damit zur Klärung vorhandener Meinungsverschiedenheiten über Befugnisse und Zuständigkeitsfragen beitragen. Besonders für den Bereich der informationellen polizeilichen Vorsorgetätigkeit werden da von Vertretern des rechtswissenschaftlichen Schrifttums und aus Kreisen von Polizei und Justiz bestehende Zweifelsfragen diskutiert und - daraus folgend - Regelungsbedarf geltend gemacht.

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Autor/en:
Brisach, Carl-Ernst
Ratzel, Max-Peter
Soiné, Michael
Stichwort(e):
BKAG, im Hinblick auf Organisierte Kriminalität
Organisierte Kriminalität, Kontrolle durch das BKA


Bestechlichkeit durch Annahme eines "Rabattes"

55. Jg. 2001, S. 538

Rechtsprechung: BGH vom 11.04.2001 - 3 StR530/00 -

 

Stichwort(e):
Bestechlichkeit, durch Annahme eines Rabattes


Das künftige Strafrecht in der Europäischen Union

Vierzehn Thesen zu Harmonisierung und Eigenständigkeit

55. Jg. 2001, S. 539

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Autor/en:
Hetzer, Wolfgang
Stichwort(e):
EU, künftiges Strafrecht
Strafrecht, in der EU


Geldwäsche durch Strafverteidiger

55. Jg. 2001, S. 542

Rechtsprechung: BGH vom 04.07.2001 - 2 StR 513/00 -

 

Stichwort(e):
Geldwäsche, durch Strafverteidiger


Gewaltdiskurse und Gewalthandeln militanter Szenen

Unterschiede am Beispiel "Antifa" und "Anti-Antifa" dargestellt

55. Jg. 2001, S. 543

Abstrakt: Im Licht politisch-medialer Erregungen über rechtsextremistische Phänomene scheint zuweilen in Vergessenheit zu geraten, dass es Eskalationsinteressen nicht nur in der Neonazi- und Skinheadszene gibt, sondern auch bei militanten autonomen Gruppierungen. Indessen unterscheidet sich in beiden Lagern die Qualität der Gewaltdiskussion, deren Inhalte - schon wegen der geforderten Prognoseleistungen - der Analyse bedürfen. Der folgende Beitrag befasst sich mit den Konturen feindfixierter Gewalt militanter politischer Szenen und den dort gepflegten Gewaltdiskursen.

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Autor/en:
Mletzko, Matthias
Stichwort(e):
Antifaschismus, und Gewalthandeln
Militante Szenen, Gewalthandeln am Beispiel Antifa


Die Generierung empirischer Täterprofile

Eine post-hoc Klassifikation am Beispiel der Tötung des Intimpartners

55. Jg. 2001, S. 549

Abstrakt: Die Erstellung von Täterprofilen ist eine relativ junge Form kriminalistischer Verdachtsstrategien. Sie besteht in der Zusammenstellung von Merkmalen zu einem mehr oder weniger genauen Bild eines noch unbekannten Täters, der unter Zuhilfenahme dieses Bildes mit der Qualität einer Hypothese ermittelt werden soll. Aus den gefundenen Spuren, den Charakteristika und dem Verletzungsmuster des Opfers und gegebenenfalls aus Opfer- und Zeugenaussagen rekonstruiert ein Profiler den Tathergang und schließt auf die Persönlichkeit des Täters. Die Methode provozierte vielerlei fachliche, vor allem aber emotional bestimmte Diskurse. Die mit dem folgenden Aufsatz vorgestellte Studie macht indessen deutlich, dass ein regelgeleitetes Vorgehen geeignet ist, Täterprofile auf der Basis empirisch fundierter Merkmale zu erstellen.

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Autor/en:
Busch, Thomas P.
Scholz, Berndt O.
Stichwort(e):
Generierung von Täterprofilen, unter Verwendung empirisch fundierter psychologischer Merkmale
Täterprofile, Generierung von


Strafbarkeit täuschender Anzeigenofferten

55. Jg. 2001, S. 556

Rechtsprechung: BGH vom 26.04.2001 - 4 StR 439/00 -

 

Stichwort(e):
Strafbarkeit, täuschender Anzeigenofferten


Operation E-day im kriminalistischen Visier

Europol bietet Strafverfolgungsbehörden Unterstützung an

55. Jg. 2001, S. 557

Abstrakt: Am 1. Juli ist das europäische Polizeiamt Europol zwei Jahre alt geworden. Es versteht sich als Unterstützungsservice in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Für den Behörden-Chef Jürgen Storbeck ist klar: Wenn die Organisierte Kriminalität immer internationaler und raffinierter agiert, müssen auch die Strafverfolgungsbehörden besser und internationaler zusammenarbeiten.

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Autor/en:
Storbeck, Jürgen
Stichwort(e):
Euro-Einführung, Zusammenarbeit mit Europol
Europol, Euroeinführung


Versicherungsschutz im Zusammenhang mit dem Kfz

Gilt die Unschuldsvermutung des Strafrechts auch im zivilen Versicherungsrecht?

55. Jg. 2001, S. 559

Abstrakt: Der Unschuldsvermutung mit dem daraus abgeleiteten Beweisgrundsatz "in dubio pro reo" stehen im versicherungsrechtlichen Bereich von der Rechtsprechung entwickelte Beweisregeln gegenüber. Der Zusammenhang und die Bedeutung der polizeilichen Sachverhaltsuntersuchung für die zivilrechtliche Beweisführung werden im folgenden Beitrag anhand von versicherungsvertraglichen Leistungsvoraussetzungen, Obliegenheiten und Ausschlüssen dargestellt.

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Autor/en:
Schulte, Volker
Stichwort(e):
Unschuldsvermutung, Anwendung im zivilen Versicherungsrecht
Versicherungsschutz, im Zusammenhang mit dem Kfz


Umfangreiche Ermittlungsverfahren in Wirtschaftsstrafsachen

Ermittlungsansätze, Ermittlungsmöglichkeiten, Ermittlungsbehörden und Ermittlungsberichte

55. Jg. 2001, S. 563

Abstrakt: Die Bearbeitung von umfangreichen Ermittlungsverfahren stellt - neben den kriminalistischen Besonderheiten - stets auch hohe Anforderungen an Aufbau und Verwaltung der Ermittlungsakte. Das trifft in ganz besonderem Maße auch auf Wirtschaftsstrafverfahren zu. Mit dem folgenden Beitrag gibt der Autor, Staatskommissar in der Börsenaufsichtsbehörde des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Anregungen und Hilfestellungen für Aufbau und Ablauf solcher Verfahren.

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Autor/en:
Brenner, Klaus D.
Stichwort(e):
Wirtschaftsstrafsachen, Ermittlungsverfahren


Unfallflucht - Eine besondere Form der Straßenkriminalität

Wahrnehmungsprobleme bei (leichten) Fahrzeugkollisionen

55. Jg. 2001, S. 568

Abstrakt: Verkehrsdelikte nehmen in Kriminalistik und Kriminologie eine merkwürdige Sonderstellung ein, die sich schon in der Terminologie widerspiegelt. Selbst bei schweren Verstößen wird das Wort "Verkehrskriminalität" vermieden und durch "Verkehrsdelinquenz" ersetzt. Folgerichtig werden "Verkehrskriminelle" zu "Verkehrssündern" verniedlicht. Dabei ist es sicher richtig, dass die meisten Delikte im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr fahrlässig und nicht vorsätzlich begangen werden und als unglückliche Folgen eines unvermeidlichen Risikos zu bewerten sind. Das ist indessen bei "Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort" grundlegend anders. Im folgenden Beitrag geht es speziell um den Vorsatznachweis beim Entfernen des Verursachers vom Ort einer von ihm hervorgerufenen Kollision.

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Autor/en:
Heinrich, Ulrich
Stichwort(e):
Unfallflucht, Vorsatzdelikt
Verkehrsdelikte, Unfallflucht


Versuchsbeginn beim (Trick-)Diebstahl

55. Jg. 2001, S. 575

Rechtsprechung: BGH vom 14.03.2001 - 3 StR 48/01 -

 

Stichwort(e):
Diebstahl, Versuchsbeginn


Objektive Hermeneutik in der Polizeiausbildung

Oder: Auf dem Weg zu einem neuen polizeilichen Denken

55. Jg. 2001, S. 577

Abstrakt: Als Hermeneutik (von gr. auslegen, erklären) wurde in der Antike die Kunst der Auslegung von Texten verstanden. Generell will Hermeneutik Äußerungen und Werke des menschlichen Geistes, Texte, Kunstwerke oder überhaupt menschliches Verhalten aus sich heraus und in ihrem Zusammenhang verstehen und ihren Sinn erschließen. In das polizeiliche Blickfeld wurde diese Theorie von Oevermann im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Durchdringung des kriminalpolizeilichen Meldedienstes gerückt. Mit dem folgenden Beitrag werden Erfahrungen mit dem Einsatz der "objektiven Hermeneutik" in der sozialwissenschaftlichen Ausbildung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten vorgestellt.

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Autor/en:
Ley, Thomas
Stichwort(e):
Hermeneutik, in der Polizeiausbildung
Hermeneutik, objektive


Die Ausbildung des Höheren Dienstes der Polizei

Ein Diskurs zum gleichlautenden Thema in Kriminalistik 12/00, S. 821ff.

55. Jg. 2001, S. 583

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Autor/en:
Greiner, August
Stichwort(e):
Ausbildung, des höheren Dienstes der Polizei
Höherer Dienst, Polizeiausbildung


Schutz vor dem Datenschutz

Eine Geschichte von der Chancenlosigkeit rufgeschädigter Dienstkräfte

55. Jg. 2001, S. 587

Abstrakt: Datenschutz wird in der Kriminalistik nicht selten als Tatenschutz bezeichnet. Datenschutz wird aber auch - mehr noch - vorgeschoben, wenn Behörden, Dienststellen und selbst private Unternehmen scheinbar selbstverständliche Leistungen im Augenblick oder überhaupt nicht erbringen wollen. Dass Datenschutz aber auch im innerdienstlichen Bereich als "Vielzweckwaffe" benutzt werden kann, belegt der folgende Beitrag.

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Autor/en:
Quambusch, Erwin
Stichwort(e):
Datenschutz, Rufschädigung eines Beamten


(Keine) Untreue durch mangelhafte Dokumentation von Zahlungen

55. Jg. 2001, S. 593

Rechtsprechung: BGH vom 26.04.2001 - 5 StR 587/00 -

 

Stichwort(e):
Untreue, durch mangelhafte Dokumentation von Zahlungen


Rechtsradikale Phänomene

Zur Ermordung Matthias Erzbergers

55. Jg. 2001, S. 594

Abstrakt: Im August 1921 bejubelten die Nationalsozialisten einen politischen Mord, der im Grunde gegen das demokratische System der Weimarer Republik gerichtet war. Opfer war der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger, der zuvor wegen seiner Stellung zum Versailler Vertrag als Erfüllungspolitiker massiv diskreditiert worden war. Der achtzigste Jahrestag der Tat gibt Anlass, an das polizeiliche Ermittlungsverfahren und die unverständliche Sanktion der Tat nach dem 2. Weltkrieg zu erinnern.

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Autor/en:
Greiner, August
Stichwort(e):
Erzberger, Matthias, zur Ermordung von


École Suisse de la Magistrature

Der Lehrgang Forensik - eine gesamtschweizerische Ausbildungsstätte für Forensiker

55. Jg. 2001, S. 595

Abstrakt: Das Projekt "École Suisse de la Magistrature" will mit der Schaffung eines anerkannten gesamtschweizerischen, ausgeprägt praxisorientierten Lehrganges den deutlich artikulierten Bedürfnissen der ForensikerInnen Rechnung tragen. Es stellt die Abkehr vom bisherigen "learning by doing on the job" dar und sieht vor, dass dem angehenden wie auch gestandenen Praktiker, sei er Untersuchungsrichter, Staatsanwalt, Straf- oder Zivilrichter, Gerichtsmediziner, Polizeioffizier oder forensischer Psychiater, vertieft nach modernen Ausbildungsmethoden diejenige Wissensbasis und diejenige Handfertigkeit vermittelt wird, die entsprechend den heutigen, massiv gestiegenen Anforderungen an diese Berufe gefordert sind.

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Autor/en:
Fels, Michel-André
Stichwort(e):
École Suisse de la Magistrature, Lehrgang Forensik


Stabilisierung von Knochenfragmenten

Anwendung eines 2-Komponentenklebers während der Autopsie

55. Jg. 2001, S. 600

Abstrakt: Es wird ein Verfahren vorgestellt, das erlaubt, auch ungereinigte, noch feuchte Knochenfragmente während der Autopsie rasch und dauerhaft zu stabilisieren.

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Autor/en:
Marty, W.
Wyler, Daniel
Stichwort(e):
Knochenfragmente, Stabilisierung duch 2-Komponentenkleber
Rechtsmedizin, Stabilisierung von Knochenfragmenten