50 Jahre Bundeskriminalamt

Rückblick und Bestandsaufnahme eines beeindruckenden Geschehens

55. Jg. 2001, S. 226

Abstrakt: Am 15. März 1951 trat das "Gesetz über die Einrichtung eines Bundeskriminalpolizeiamts (Bundeskriminalamts)" in Kraft, Grund genug, das fünfzigste Jubiläum mit einem Festakt zu feiern. Dazu hatten der Bundesminister des Innern und der Präsident des Bundeskriminalamts am 22. März 2001 in das Kurhaus Wiesbaden eingeladen. Mehr als tausend Gäste aus dem In- und Ausland bildeten den beeindruckenden Rahmen für eine festliche, dem Anlass würdige Feier.

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Autor/en:
Burghard, Waldemar
Stichwort(e):
Bundeskriminalamt, 50 Jahre


Korruption (K)ein Thema für die Polizei?

Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojekts von Bundeskriminalamt und Polizei-Führungsakademie

55. Jg. 2001, S. 229

Abstrakt: Manfred Such hat in seiner 1988 erschienenen "Streitschrift für eine andere Polizei" Insiderkenntnisse über Verhaltensweisen von Polizeibeamten preisgegeben, die zum Phänomen Korruption gehören. Eine empirische Untersuchung mit dem Ziel, Realitätsgehalt und gegebenenfalls Ausmaß der dargestellten Verhaltensmuster zu analysieren, hat aber - soweit ersichtlich - bisher nicht stattgefunden. Mit dem folgenden Beitrag wird das Ergebnis eines von BKA und PFA gemeinsam durchgeführten Forschungsprojekts vorgestellt, das das bestehende Erkenntnisdefizit verringern soll, indem die Polizei selbst zum Forschungsgegenstand gemacht wurde.

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Autor/en:
Bruhn, Heike
Mischkowitz, Robert
Stichwort(e):
Korruption, Forschungsprojekt des BKA


Substitutionsprogramme mit Methadon

Beschaffungskriminalität von polizeibekannten Drogenkonsumenten

55. Jg. 2001, S. 236

Abstrakt: Die Möglichkeiten von Drogenkonsument/-innen illegale Betäubungsmittel zu finanzieren, sind vielfältig. Neben Einnahmen aus gelegentlichen Jobs, aus Prostitution, aus Sozialhilfe und Zuwendungen von Eltern und Lebenspartnern, stellt die Beschaffungskriminalität eine weitere Alternative dar. In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts betraf Beschaffungskriminalität mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen vor allem die Wohnbevölkerung in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld und trug damit wesentlich zum Rückgang der subjektiven Sicherheit bei. Methadonprogramme zielen nicht nur auf gesundheitliche Stabilisierung von Drogenkonsument/- innen, sondern auch - neben der Eindämmung von AIDS - auf den Rückgang eben dieser Beschaffungskriminalität. In welchem Maße das gelingen kann, zeigt der folgende Beitrag.

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Autor/en:
Bathsteen, Michael
Legge, Ingeborg
Stichwort(e):
Hamburg, Substitutionsprogramm mit Methadon
Substitutionsprogramm, mit Methadon in Hamburg


Strafbarkeit bei Abhebung nach (bankinterner) Fehlbuchung?

55. Jg. 2001, S. 241

Rechtsprechung: BGH vom 08.11.2000 - 5 StR 433/00 -

 

Stichwort(e):
Strafbarkeit, bei Abhebung bei Bankfehlbuchung


Wirtschaftsspionage

Der Versuch sachlicher Analyse eines häufig dämonisierten Phänomens

55. Jg. 2001, S. 242

Abstrakt: Nach einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) wird Wirtschaftsspionage für eine zunehmende Bedrohung deutscher Unternehmen gehalten. Dabei umfasst Wirtschaftsspionage mehr als etwa Betriebs- oder Industriespionage. Während beispielsweise Eisenberg unter Wirtschaftsspionage ein von gegnerischen Nachrichtendiensten gesteuertes und die Gesamtinteressen des Staates betreffendes Handeln versteht, bezieht der Autor des folgenden Beitrags jegliches verdeckte Abschöpfen von Informationen aus Unternehmen in den Begriff ein. Dabei geht es ihm vor allem darum, die dem Thema gebotene Seriosität wieder in den Vordergrund der Betrachtungen zu stellen.

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Autor/en:
Nathusius, Ingo
Stichwort(e):
Wirtschaftsspionage, Analyse


Strafverfahrensänderungsgesetz 1999 - Teil 2

Fortsetzung des in KRIMINALISTIK 3/00, S. 173 bis 178 begonnenen Aufsatzes

55. Jg. 2001, S. 245

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Autor/en:
Soiné, Michael
Stichwort(e):
Strafverfahrensänderungsgesetz, 1999


Identifizierung anhand des Gangbildes

Die kriminalistische Wiedererkennung von Personen anhand ihrer Bewegungseigenschaften

55. Jg. 2001, S. 253

Abstrakt: Unter Identifizierung wird in der Kriminalistik das Wiedererkennen einer Person (oder auch Sache) anhand von unverwechselbaren Merkmalen verstanden. Obwohl es schon eine allgemeine Lebenserfahrung ist, dass man - zumindest unter günstigen Voraussetzungen - einen Menschen an seiner Gangart wiedererkennen kann, spielt deren Beschreibung und "Auswertung" im kriminalistischen Tagesgeschehen so gut wie keine Rolle. Der folgende Beitrag zeigt, welche kriminalistischen Möglichkeiten in einer "Auswertung" von Gangbildern stecken und will zu einer interdisziplinären Forschung über dieses Sujet anregen.

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Autor/en:
Ackermann, Rolf
Stichwort(e):
Identifizierung, anhand des Gangbildes
Wiedererkennung, von Personen anhand ihrer Bewegungseigenschaften


Streckmittel bei Heroin

Zum Streckmittelmarkt in der Bundesrepublik

55. Jg. 2001, S. 260

Abstrakt: Seit 1993 wird im Zusammenhang mit dem illegalen Heroinhandel festgestellt, dass ein Gemisch aus Paracetamol, Farbstoffen und Coffein immer häufiger als Streckmittel verwendet wird. Dabei wurden Streckmittel nicht nur als Beimengungen in sichergestelltem Heroin festgestellt, sondern vermehrt als vom Heroin getrenntes Handelsobjekt. Dabei kann die Lieferung von Streckmitteln dem Urteil des LG Hannover vom 13. 6. 2000 (33a 4/00) zufolge als Beihilfe zum Handeltreiben strafbar sein.

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Autor/en:
Andres, Guido
Stichwort(e):
Streckmittel, bei Heroin


Ein diffuser Auftragsmord

Oder: Der mysteriöse Tod einer Ehefrau

55. Jg. 2001, S. 264

Abstrakt: Im Frühjahr 1998 wird die 35jährige Susanne K. tot in ihrem Reihenhaus aufgefunden. Zunächst sieht alles nach einem Raubmord aus. Die Ermittlungen führen aber zu überraschenden Ergebnissen. Bereits nach wenigen Tagen richtet sich der Verdacht gegen den Ehemann. Der hat allerdings ein Alibi.

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Autor/en:
Eckermann, Werner
Stichwort(e):
Auftragsmord


Kausalität bei Tötungsdelikt

55. Jg. 2001, S. 270

Rechtsprechung: BGH vom 30.08.2000 - 2 StR 204/00 -

 

Stichwort(e):
Tötungsdelikt, Kausalitätsfragen


Fälschungskriminalität und Prävention

Sicherungstechnische Anforderungen an Ausweisdokumente

55. Jg. 2001, S. 271

Abstrakt: Mit stetig zunehmendem Reiseverkehr und fortschreitender politischer Integration der Staaten können Probleme wie illegale Migration und damit verbundene Identitätsmanipulationen durch klassische Kontrollmaßnahmen alleine nicht mehr beherrscht werden. Notwendig ist eine integrierte Präventionsstrategie, zu der auch die Entwicklung und Realisierung sicherungstechnischer Konzeptionen zur Verbesserung der Fälschungssicherheit von Ausweisdokumenten gehört. Im Rahmen der europäischen und internationalen Zusammenarbeit wurden entscheidende Fortschritte in Bezug auf die Harmonisierung der Dokumentensysteme und die Verbesserung der Fälschungssicherheit erzielt. Auch in der Bundesrepublik Deutschland kommt es darauf an, die bestehenden Ausweis- und Passsysteme technologisch auszubauen sowie die Kontrollabläufe durch verstärkte Technikunterstützung und internationale Kooperationskonzepte zu optimieren.

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Autor/en:
Friedrich, Edgar
Stichwort(e):
Ausweisdokumente, sicherungstechnische Anforderungen
Fälschungskriminalität, und Prävention


Erkennungsdienstliche Maßnahmen

55. Jg. 2001, S. 277

Rechtsprechung: OVG Sachsen vom 10.10.2000 - 3 Bs 53/00 -

 

Stichwort(e):
Erkennungsdienst, Maßnahmen des


Unglück der Standseilbahn Kaprun

Gerichtsmedizinische und kriminaltechnische Aspekte der Tunnelbrandkatastrophe Kaprun

55. Jg. 2001, S. 278

Abstrakt: Folgenschwere Schadens- und Unglücksfälle mit einer Vielzahl von Toten erfordern regelmäßig den koordinierten Einsatz von Kräften sowie materiellen und technischen Mitteln unter einheitlicher Führung. Dabei ist die Leichenidentifizierung - neben der Ursachenuntersuchung - stets ein besonders schwieriges Problem, auf dem auch der Schwerpunkt des folgenden Beitrags über die Katastrophe von Kaprun liegt.

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Autor/en:
Meyer, Harald
Nimmrichter, Reinhold
Stichwort(e):
Kaprun, Unglück der Standseilbahn
Tunnelbrandkatastrophe, Gerichtsmedizinische und kriminaltechnische Aspekte


(Keine) Urkundenfälschung durch zusammengesetzte Fotokopie

55. Jg. 2001, S. 280

Rechtsprechung: OLG Düsseldorf vom 14.09.2000 - 2b Ss 222/00 -

 

Stichwort(e):
Urkundenfälschung, keine, durch zusammengesetzte Fotokopie


Unfallrisiko Einsatzfahrt

Zivilrechtliche Folgen von Unfällen bei Nutzung von Sonderrechten der StVO

55. Jg. 2001, S. 281

Abstrakt: Durch § 35 der Straßenverkehrsordnung wird bestimmten Hoheitsträgern eine an deren gesetzlichen Auftrag gekoppelte, gestufte Befreiung auch von der allgemeinen Verhaltensregel des § 1 StVO, der "ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht" von allen Verkehrsteilnehmern fordert, gewährt. Bei der Wahrnehmung der Sonderrechte bei Einsatzfahrten von Polizeibeamten kommt es naturgemäß immer einmal wieder zu Verkehrsunfällen, mit deren Problematik und Folgen sich der folgende Beitrag auseinandersetzt.

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Autor/en:
Müller, Dieter
Stichwort(e):
Einsatzfahrt, Unfallrisiko bei
Sonderrechte der StVO, zivilrechtliche Folgen von Unfällen


Ingewahrsamnahme eines Drogendealers

55. Jg. 2001, S. 286

Rechtsprechung: LG Berlin vom 28.09.2000 - 84 T XIV 101/00 -

 

Stichwort(e):
Drogendealer, Ingewahrsamnahme


Personenidentifikation anhand der Stimme

Ein computergestütztes Verfahren und seine Grenzen im praktischen Einsatz

55. Jg. 2001, S. 287

Abstrakt: Personen aufgrund von Spuren zu identifizieren ist eine wichtige kriminaltechnische Aufgabe. Bei diesen Spuren kann es sich um Sprachaufnahmen handeln, die beispielsweise bei einer Telefonüberwachung aufgezeichnet worden sind. Im folgenden Beitrag wird ein Verfahren erläutert, mit dem unter günstigen Bedingungen mit hoher Sicherheit nachgewiesen werden kann, ob eine verdächtigte Person auf einer Aufnahme gesprochen hat oder nicht. Die mathematische Beschreibung dieses Verfahrens ist jedoch nicht das Hauptanliegen dieses Beitrages. Der Schwerpunkt wird auf den praktischen Einsatz des Verfahrens im Rahmen forensischer Gutachten gelegt.

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Autor/en:
Pfister, Beat
Stichwort(e):
Personenidentifikation, anhand der Stimme


Kohlenmonoxid-Vergiftung bei Durchlauferhitzern

Eine Gefahr durch "Schubumkehr" beim Einschalten von Dampfabzügen?

55. Jg. 2001, S. 292

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Autor/en:
Marty, W.
Ritter, K.
Stichwort(e):
Durchlauferhitzer, Kohlenmonoxid-Vergiftung
Kohlenmonoxid-Vergiftung, bei Durchlauferhitzern