Der Stand der Dinge

Anmerkungen zum polizeilichen Lagebild Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit

55. Jg. 2001, S. 9

Abstrakt: Der folgende Beitrag liefert die aktuellen Lageinformationen (Stand: November 2000) zu Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit und setzt sich kritisch mit den heute noch üblichen Erfassungsformen dieser Phänomene auseinander. Das Fazit: Die Ausrichtung der Straftatenerfassung am Extremismusbegriff entspricht nicht (mehr) den Bedürfnissen der Polizei und der Abnehmer ihrer Lagebilder an eine vollständige differenzierte und aktuelle Lagebeschreibung. Gleichwohl bieten die Informationen einen gehörigen Einblick in die obwaltenden Strukturen und lassen eine treffsichere Abschätzung der Gefährdungspotentiale zu.

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Autor/en:
Falk, Bernhard
Stichwort(e):
Lageinformationen, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit


Beschlagnahme von Notiz- und Taschenkalendern

55. Jg. 2001, S. 20

Rechtsprechung: BGH vom 13.10.1999 - 2 BJs 112/97 -

 

Stichwort(e):
Beschlagnahme, von Notiz- und Taschenkalendern


Politische Kriminalität: Hassverbrechen

Fremdenfeindlichkeit im internationalen Kontext

55. Jg. 2001, S. 21

Abstrakt: Rechtsextremistische, rassistische und fremdenfeindliche Gewalt sind seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts aktuelle Probleme, die die demokratisch-rechtsstaatliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland schleichend zu gefährden drohen. Die pluralistischen Gesellschaften Europas und Nordamerikas leiden fast alle mehr oder weniger unter diesen Phänomenen, für die man international das kriminologische Konzept der Hassverbrechen entwickelt hat. Der folgende Aufsatz gibt einen Überblick über Häufigkeit, Erscheinungsformen, Erklärungsansätze, Vorbeugung und Kontrolle dieser neuen kriminologischen Deliktskategorie im internationalen Kontext.

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Autor/en:
Schneider, Hans Joachim
Stichwort(e):
Hassverbrechen


Aussiedlerkriminalität - Fakten und Mythen

Zur Kriminalität (junger) Spätaussiedler

55. Jg. 2001, S. 29

Abstrakt: Im Mai 1998 wurde die Kriminologische Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei (KFG) vom Bayerischen Staatsministerium des Innern beauftragt, die polizeilich registrierte Kriminalität von Spätaussiedlern zu untersuchen; der Schwerpunkt sollte dabei auf der Delinquenz der jungen Spätaussiedler liegen. Ein Anlass für diesen Auftrag war die auf Grund häufig nicht belegter Behauptungen und subjektiver Wahrnehmungen erfolgte öffentliche Etikettierung einer Bevölkerungsgruppe, über deren polizeilich registrierte Kriminalität bislang kaum empirische Studien mit gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen vorliegen. Mit dem folgenden Beitrag werden die wesentlichen Ergebnisse der Studie vorgestellt.

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Autor/en:
Luff, Johannes
Stichwort(e):
Aussiedlerkriminalität
Kriminalität, junger Spätaussiedler


Stalking - Forschung und Krisenmanagement

Stalking-Vorfälle bei Personen des öffentlichen Lebens

55. Jg. 2001, S. 34

Abstrakt: Es gibt Menschen, die von prominenten Stars oder Politikern regelrecht besessen sind und deren Obsession weit über das "normale" Fansein hinausgeht. In einigen Fällen stellen sogenannte Stalker sogar eine Gefahr für in der Öffentlichkeit stehende Personen dar. Die frühzeitige Identifizierung potentieller Gewalttäter und das Krisen-Management von Stalking-Vorfällen werden in den USA erfolgreich mit speziellen kriminalpsychologischen und kriminalistischen Methoden angegangen. Erste Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen zeigen, dass derartige Ansätze auch in Deutschland sinnvoll einsetzbar sind.

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Autor/en:
Hoffmann, Jens
Stichwort(e):
Stalking-Vorfälle, bei Personen des öffentlichen Lebens


Freigänger als Vergewaltiger und Mörder

Remininiszenzen der Berliner "Mordkommissare"

55. Jg. 2001, S. 39

Abstrakt: Generell dürften keine unrealistisch hohen Erwartungen an die Behandlung von Straftätern gestellt werden, konstatiert Schneider in KRIMINALISTIK 5/99, S. 297. Und den Untersuchungen des Kieler Sexualforschers Reinhard Wille zufolge (vgl. KRIMINALISTIK 5/99, S. 296) sind 20 Prozent der Sexualstraftäter weder mit psychologischer noch mit medikamentöser Behandlung therapierbar. Das wirft die bedrückende Frage auf, welche Folgen die Gesellschaft aus solcherart Erkenntnissen ziehen will. Weitermachen wie bisher wäre der reine Zynismus gegenüber den Opfern. Das belegen auch die im folgenden Beitrag geschilderten Fälle aus dem Erfahrungsgut Berliner Mordkommissionen.

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Autor/en:
Kandler, Dirk
Vogt, Manfred
Stichwort(e):
Sexualstraftäter, als "Freigänger"


Die Datenbank regionaler Umgangssprachen (DRUGS)

Ein neues Datenbank-Expertensystem für die forensische Sprechererkennung

55. Jg. 2001, S. 46

Abstrakt: "Der anonyme Erpresser spricht Deutsch als Muttersprache mit leicht ausgeprägten Merkmalen eines mittelfränkischen, genauer: ripuarischen Dialekts, wie er bei Personen beobachtet werden kann, die ihre sogenannte Sprachprägephase im Großraum Köln oder Umgebung verbracht haben." So oder ähnlich werden in Sachverständigengutachten der Sprechererkennung Aussagen zur dialektischen Färbung und damit im Prinzip auch zur Herkunft eines unbekannten Sprechers getroffen. Diese Beobachtungen in einer Stimmenanalyse stützen sich generell auf das Fachwissen des Sachverständigen, jedoch ist in schwierigen Fällen bzw. grundsätzlich zur Absicherung gutachterlicher Aussagen der Abgleich der unbekannten Sprachprobe mit einer Referenz wünschenswert. Zu diesem Zweck wurde am Bundeskriminalamt im Fachbereich KT54 (Sprechererkennung und Tonträgeranalyse) eine PC-basierte Datenbank mit Sprechern der deutschen Dialektregionen entwickelt. Der folgende Beitrag beschreibt dabei den fachlichen Hintergrund, die Entwicklung und die konkrete Anwendung des Experten-Systems.

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Autor/en:
Köster, Olaf
Stichwort(e):
Datenbank-Expertensystem, für forensische Sprechererkennung
Sprechererkennung, Datenbank-Expertensystem


Dichtomien bei der Rekonstruktion von Schussverletzungen

Widerrede zu dem gleichnamigen Artikel in Kriminalistik 11/00

55. Jg. 2001, S. 51

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Autor/en:
Bohm, Waldemar
Stichwort(e):
Dichtomien, bei der Rekonstruktion von Schussverletzungen


Babywiegen - Ein Hilfskonzept eigener Art

Strafrechtliche Risiken der Einrichtung von Babywiegen

55. Jg. 2001, S. 54

Abstrakt: Die strafrechtlichen Risiken der Einrichtung von sogenannten Babywiegen, d. h. von Klappvorrichtungen, durch die Mütter Neugeborene oder Kleinstkinder in die Obhut eines Krankenhauses oder eines anderen Trägers verbringen können, sind bislang in Rechtsprechung und Rechtslehre noch nicht thematisiert worden. Gerade für die Polizei, die meist als erstes informiert wird, wenn ein "Findelkind" bemerkt wurde, führt dies zu Unsicherheiten in der strafrechtlichen Bewertung. Nachdem z. B. in Hamburg, aber auch im brandburgischen Schönow entsprechende Babywiegen geschaffen wurden, hat vor kurzem auch ein Berliner Krankenhaus eine Babywiege eingerichtet. Der folgende Beitrag zeigt, dass sich Krankenhaus-Mitarbeiter, die eine Babywiege einrichten oder betreuen, keinen straf- oder bußgeldrechtlichen Risiken aussetzen.

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Autor/en:
Bärlein, Michael
Rixen, Stephan
Stichwort(e):
Babywiegen, strafrechtliche Risiken


Mitteilung von Vorstrafen nach Ablauf der Tilgungsfrist

55. Jg. 2001, S. 56

Rechtsprechung: OLG Köln vom 04.07.2000 - Ss 254/00 -

 

Stichwort(e):
Tilgungsfrist, Mittelung von Vorstrafen nach Ablauf von


Instrumente der Wirkungsorientierten Polizeiführung

Darstellung und Erläuterung

55. Jg. 2001, S. 57

Abstrakt: Die 90er-Jahre sind durch Reformen im politisch-administrativen System nach dem Typus des "New Public Management" geprägt. In der Schweiz entwickelt sich schon früh eine eigene Reformlinie, die weniger die Leistungen als die Wirkungen der staatlichen Aktivitäten hervorstreicht. Diese "Wirkungsorientierte Verwaltungsführung" (WoV) arbeitet klassischerweise mit Instrumenten wie Leistungsauftrag, Globalbudget, Leistungs- und Wirkungsindikatoren, Marktmechanismen und Instrumenten einer mittelfristigen politischen Steuerung. Dass sich solche betriebsähnlichen Ansätze einfacher in der Leistungsverwaltung als in der Eingriffsverwaltung umsetzen lassen, liegt auf der Hand. Der Artikel geht der Frage nach, wie weit auch die Polizei mit den Instrumenten der WoV geführt werden kann.

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Autor/en:
Schedler, Kuno
Stichwort(e):
Wirkungsorientierte Verwaltungsführung, (WoV) Instrumente der