54. Jg. 2000, S. 642
Abstrakt: Unter den zahllosen Vorstellungsbildern über die organisierte Kriminalität gilt der Unternehmensansatz als modernes und hinsichtlich seiner Bekämpfungsperspektiven besonders aussichtsreiches Konzept. Dabei stand eine wirtschaftliche Betrachtungsweise meist schon am Anfang aller wissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Der folgende Beitrag gibt eine Übersicht über die wichtigsten der bisher vorliegenden Arbeiten und prüft die Übertragungsmöglichkeiten der Ergebnisse auf deutsche Verhältnisse.
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54. Jg. 2000, S. 651
Abstrakt: Die Aufklärung eines Verbrechens wird häufig allein durch die Identifizierung einer Fingerspur ermöglicht. Eine solche Identifizierung bedingt eine erfolgreiche Suche und Sicherung der zumeist latenten daktyloskopischen Spuren. Gerade für die zahlreichen Grenzbereiche reichen hier jedoch die herkömmlichen Methoden zur Spurensuche und -sicherung nicht aus. Aus diesen Gründen ist es unerlässlich, dass für diese Zwecke Geräte und Know-how nach dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnis und Realisierbarkeit eingesetzt werden. In der logischen Konsequenz wurde vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden (1999 auch vom LKA Niedersachsen) ein Gerät zur Hochvakuummetallbedampfung von Fingerspuren beschafft.
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54. Jg. 2000, S. 654
Rechtsprechung: VG München vom 21.06.2000 - 11 L 822/00 -
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54. Jg. 2000, S. 655
Abstrakt: Nachdem im ersten Teil dieses Aufsatzes (Heft 9/00, S. 595 ff.) System und Wissenschaftskriterien der Kriminalistik und deren Einordnung in das System der Wissenschaften dargestellt wurden, folgt in diesem Teil eine Betrachtung zur Stellung der Kriminalstrategie in ihrem Verhältnis zur Kriminalistik. Im Rahmen des Kapitels „Allgemeine Kriminalistik“ werden sodann deren Allgemeine Theorie und Methologie abgehandelt.
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54. Jg. 2000, S. 661
Abstrakt: Die Frage, wie man Polizeiarbeit messen kann, ist wahrscheinlich so alt wie die Polzei selbst. Dabei schwankt das Problembewusstsein (wesentlich auch geprägt von der je aktuellen Interessenlage) zwischen „Polizeiarbeit ist nicht wirklich messbar“ einerseits und der Suche nach „wissenschaftlich abgesicherten Evaluationsmethoden“ andererseits hin und her. Dazwischen liegen jene Versu-che, mit dilettantisch erhobenen und zielorientiert analysierten Daten vorbestimmte Ergebnisse zu belegen. Der folgende Beitrag zeigt, wie eine angemessene Evaluation und damit objektive Wirkungsforschung betrieben werden sollte.
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54. Jg. 2000, S. 665
Rechtsprechung: BGH vom 25.11.1999 - III ZR 123/99 -
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54. Jg. 2000, S. 666
Abstrakt: Das sprachliche Verhalten eines Menschen ist geprägt durch die Verwendung fester, vorgeformter Versatzstücke, die in den Kontext eingepasst werden können und eine Formulierungshilfe darstellen. Von der z. Z. allgegenwärtigen Floskel alles klar über Redewendungen wie jemandem Löcher in den Bauch fragen, ein Fass aufmachen, jemandem auf’s Dach steigen bis hin zu aus der Werbung stammenden Wendungen wie nicht immer, aber immer öfter schöpfen Menschen aus einem enormen Fundus vorgefertigter Formulierungen, sogenannten Phraseologismen. Dabei haben verschiedene Sprecher verschiedene Vorlieben, sie beherrschen verschiedene Phraseologismen in verschiedenen Graden, d. h. die Verwendung fester sprachlicher Einheiten kann den individuellen Stil des Einzelnen prägen. Daneben legen jedoch auch bestimmte Anliegen bzw. Textsorten den Einsatz bestimmter Wendungen nahe. Der folgende Beitrag untersucht den Gebrauch von Phraseologismen in Erpresserbriefen und prüft die Verwendbarkeit ihrer Analyse im Rahmen der Autorenerkennung.
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54. Jg. 2000, S. 671
Abstrakt: Im Rahmen der allgemeinen Führungsvoraussetzungen ist „Legitimität zur Führung“ eine der bedeutendsten, wenngleich häufig unbeachteten Wirkgrößen. Zu ihr gehören neben der Autorität des Führenden vor allem die Fähigkeit, sein Umfeld realitätsgerecht einzuschätzen sowie die Möglichkeit und Kompetenz zum Einsatz von Personal, Sachmitteln und Verfahrensweisen. Es liegt auf der Hand, dass die „Legitimität zur Führung“ bei einer wesentlichen Änderung des Umfeldes, in dem Führung stattfindet, neu artikuliert werden muss. Da scheint es allerdings Defizite zu geben, die der folgende Beitrag beschreibt.
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54. Jg. 2000, S. 676
Rechtsprechung: BGH vom 05.04.2000 - 2 StR 500/99 -
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54. Jg. 2000, S. 677
Abstrakt: Die Polizei unterliegt heute einem hohen Druck zur Effizienz- und Effektivitätssteigerung. Zu den durch diesen Druck im Rahmen von Organisationsentwicklung ausgelösten Maßnahmen gehört das Aufstellen sogenannter „Leitbilder“, denen die Funktion zugeschrieben wird, die „Corporate Identity“ der Organisation zu fördern, ein Integrationsmedium für die Mitarbeiter zu sein u. v. m. Leitbilder enthalten dabei mehr oder minder detaillierte Soll-Aussagen und Verhaltensvorschriften für die Angehörigen der Organisation, häufig sehr global und vage formuliert. Dabei fällt auf, dass Leitbilder, wie auch andere Elemente der heute fast ausschließlich ökonomisch orientierten Entwicklungsstrategien, kaum noch hinterfragt, sondern wie selbstverständlich als eine „gute Sache“ hingenommen werden.
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54. Jg. 2000, S. 679
Rechtsprechung: BGH vom 19.01.2000 - 3 StR 531/99 -
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54. Jg. 2000, S. 680
Abstrakt: Die Ablage von Fliegeneiern auf einer Leiche, Madenbefall, Puppen und Puppenhülsen sind für den kriminalpolizeilichen Todesermittler bekannte Erscheinungen. Der Generationsgang der Fliegen lässt Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der Eiablage zu. Die Beurteilung erfordert indessen Sachkunde und muss in jedem Falle einem Entomologen überlassen werden. Dazu ist aber eine fachgerechte Sicherung der vorgefundenen Insektenpopulation unerlässlich. Praktische Hinweise dafür werden in diesem Artikel gegeben.
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54. Jg. 2000, S. 683
Abstrakt: Organisatorische Problemstellungen im Sachbereich Gewinnabschöpfung beschäftigen noch immer die Verantwortlichen bei Staatsanwaltschaft und (Kriminal-)Polizei. Dabei werden sowohl zentrale als auch dezentrale Strukturen favorisiert. So haben sich die einen für ein Konzept „Alles in einer Hand“ entschieden, während andere eher ein Trennungsmodell bevorzugen, also Fallbearbeitung und Gewinnermittlung/-abschöpfung verschiedenen Organisationseinheiten zuordnen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die von den Bundesländern gewählten Abläufe und leitet daraus Folgerungen für ermittlungstaktische Positionen ab.
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54. Jg. 2000, S. 687
Abstrakt: Die Organisations-Kultur der japanischen Polizei gilt in der Welt als vorbildlich und nachahmenswert. Charakteristisch für ihr modernes Policing ist die institutionalisierte Bürgernähe. Die Koban-Stationen, in denen Bürger rund um die Uhr Rat und Hilfe in allen Lebensbereichen suchen und finden, gehen bemerkenswerterweise auf die Ideen des deutschen Polizeioffiziers Wilhelm Hoehn zurück. Im folgenden Artikel werden aus gegebenem Anlass dessen Verdienste gewürdigt.
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54. Jg. 2000, S. 691
Abstrakt: Bei der Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen sehen sich die Behörden zunehmend mit elektronischen Akten konfrontiert. Mit dem vorliegenden Aufsatz wird keine technische Anweisung für Polizei und Untersuchungsrichter angestrebt, wie diese Akten zu erheben wären. Die Idee dieser Arbeit besteht vielmehr darin, von der juristischen Seite her Ansätze zu geben. In einem Grundlagen-Teil soll das Verständnis des Wesens der elektronischen Daten verbessert werden und dann jenes der Datenerhebung. Anschließend werden in einem zweiten Teil die Konsequenzen für die Datensichtung und -erhebung dargestellt.
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