Polizei-Theorie

Polizei als Institution und Polizei-Arbeit als Sozialkontrolle

54. Jg. 2000, S. 290

Abstrakt: Nachdem im ersten Teil (KRIMINALISTIK 4, S. 218 ff.) der dreiteiligen Artikelserie der Begriff, die Aufgaben, die Entstehung und die Methoden der Polizeiwissenschaft analysiert worden sind, werden im zweiten (theoretischen) Teil die Rolle der Polizei in der Sozialstruktur, ihre Beziehungen und Einstellungen zur Bevölkerung und der Bevölkerung zu ihr sowie die Polizei-Kultur, ihr Selbst- und Weltbild erörtert. Bei der Polizei-Arbeit wird auf die Arbeitsstile der Polizei, die Ausübung ihres Ermessens und ihre Arbeit in der Stadt und auf dem Land eingegangen. Der dritte und letzte Teil der Artikelserie wird dann der empirischen und experimentellen Polizei-Forschung vorbehalten sein.

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Autor/en:
Schneider, Hans Joachim
Stichwort(e):
Polizei-Theorie, Rolle der Polizei in der Sozialkultur


Randale rund um den Fußball

Fußball-Hooligans - Beschreibung, Ursachensuche, Auswirkungen

54. Jg. 2000, S. 299

Abstrakt: Vom 10. Juni bis zum 2. Juli findet die Fußball-Europameisterschaft 2000 in Holland und Belgien statt. Da werden jene, nach der randalesüchtigen irischen Familie Houligan benannten Hools auch wieder ihre "Spiele" feiern. In Dutzenden von Studien wurde versucht, das gefährliche Phänomen Hooliganismus zu definieren und nach seinen Ursachen zu forschen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über Ergebnisse und daraus abgeleitete Prognosen.

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Autor/en:
Lehmann, Alexandra
Stichwort(e):
Fußball-Hooligans, Ursachensuche und Auswirkungen


Das Villingen-Schwenningen-Syndrom

Analyse eines neuen polizeilichen Begriffs

54. Jg. 2000, S. 304

Abstrakt: Wo immer heute das geflügelte Wort vom Villingen-Schwenningen-Syndrom gebraucht wird, wird eine Neigung zur Selbstisolation angesprochen, wie sie besonders auffällig bei der Schutzpolizei hervortritt. Hinter der raschen Verbreitung des Begriffs steht offenbar das Motiv, auf ein Problem aufmerksam zu machen. Dieses ergibt sich einesteils aus dem Umstand, dass die Selbstisolation als gänzlich unzeitgemäß gilt. Andernteils kommt die Selbstisolation als wichtige Ursache für die Schwächung polizeilicher Befähigung in Betracht. Das gilt im besonderen Maße auch für die Kriminalpolizei, soweit diese den schutzpolizeilichen Prinzipien unterworfen worden ist.

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Autor/en:
Quambusch, Erwin
Stichwort(e):
Villingen-Schwenningen-Syndrom, Analyse


Duldung von Rauschgift-Deals durch Gastwirt

54. Jg. 2000, S. 309

Rechtsprechung: BGH vom 16.12.1999 - 4 StR 496/99 -

 

Stichwort(e):
Rauschgift-Deal, Duldung von durch Gastwirt


Kriminalitätsbekämpfung in Baden-Württemberg

Eine Zwischenbilanz zur Jahrhundertwende

54. Jg. 2000, S. 310

Abstrakt: In Heft 3/00 hat KRIMINALISTIK bei der Vorstellung der Konzepte und Zukunftsplanungen zur Verbrechensbekämpfung der einzelnen Bundesländer mit Niedersachsen begonnen. Hier folgt nun Baden-Württemberg, ein Bundesland, das seit Jahrzehnten mit seinen Aufklärungsquoten im Ländervergleich stets einen der vorderen Plätze eingenommen und dessen Kriminalpolizei stets einen hervorragenden Ruf genossen hat. So ist von besonderem Interesse, wie Baden-Württemberg den bundesweiten Trend zur Umorganisation der Polizeien realisiert hat.

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Autor/en:
Schürholz, Franz-Hellmut
Stichwort(e):
Kriminalitätsbekämpfung, in Baden-Württemberg
Kriminalitätsbekämpfung in Baden-Württemberg, Zwischenbilanz


Zur Erstellung von Täter-Profilen

Profiling mit Hilfe von Gefangeneninterviews

54. Jg. 2000, S. 315

Abstrakt: Als Profil wird u. a. eine besonders ausgeprägte persönliche Eigenart verstanden. Sogenannte empirische Täterprofile sind - im Gegensatz zu individuellen (psychologischen) Täterprofilen, bei denen Profiler aufgrund tatspezifischer Erhebungen Hinweise auf den oder die Täter zu finden suchen - eine Art Fahndungsraster. Anhand von Merkmalshäufigkeiten sollen dabei Indikatoren für eine Tätertypologie gewonnen werden. Deliktstypische Tätermerkmale können dabei sowohl durch Fallauswertungen als auch durch Täterbefragungen erlangt werden. Der Autor des folgenden Beitrags geht der Frage nach, ob so erzielte Ergebnisse aus anderen Kultur- und Rechtskreisen ungeprüft auf deutsche Verhältnisse übernommen werden können.

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Autor/en:
Gerst, Hans-Joachim
Stichwort(e):
Täter-Profile, Erstellung mit Hilfe von Gefangeneninterviews
Täterprofilerstellung


Zur Perseveranz bei Sexualmorden

Zugleich ein Bericht über die spektakuläre Ermittlung eines Mehrfachtäters

54. Jg. 2000, S. 322

Abstrakt: Der folgende Bericht gibt einen Überblick über die Arbeit und insbesondere die Erfahrungen der Sonderkommission "Nelly", die im März 1998 nach dem Verschwinden der elfjährigen Schülerin Christina Nytsch aus dem Landkreis Cloppenburg eingerichtet wurde. Der Täter, Ronny Rieken, wurde im Wege einer sogenannten DNA-Massenanalyse ermittelt und überführt. Anhand molekular- genetischer Spuren wurde ihm eine weitere Entführung mit sexuellem Missbrauch eines Kindes sowie qua Geständnis ein weiterer Mord an einer 13-jährigen Schülerin, die seit zwei Jahren vermisst war, nachgewiesen.

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Autor/en:
Hochgartz, Peter
Stichwort(e):
DNA-Massenanalyse, im Fall Christina Nytsch
Mehrfachtäter, Ronny Rieken
Perseveranz, bei Sexualmorden
Sonderkommission, Nelly


DNA-Analyse - "Genetischer Fingerabdruck"

Strafverfahrensrechtliche Probleme im Zusammenhang mit der molekulargenetischen Untersuchung

54. Jg. 2000, S. 328

Abstrakt: Die Möglichkeiten der molekulargenetischen Untersuchung haben Strafverfolgungsorgane und Gerichte vor immer neue Herausforderungen gestellt. Trotz mehrfacher Nachbesserungen der gesetzlichen Regelungen ist es dem Gesetzgeber auch nicht gelungen, die hinsichtlich einzelner Anordnungsvoraussetzungen in der Praxis (fort-)bestehenden Unsicherheiten zu beseitigen. Dieser Beitrag will Hilfestellung zu deren Bewältigung geben.

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Autor/en:
Graalmann-Scheerer, Kirsten
Stichwort(e):
DNA-Analyse, strafverfahrensrechtliche Probleme im Zusammenhang mit der molekulargenetischen Untersuchung
Molekulargenetische Untersuchung, rechtliche Grundlagen


Verwertungsverbot bei anwaltlicher "Vernehmung"

54. Jg. 2000, S. 335

Rechtsprechung: BGH vom 10.02.1999 - 4 StR 616/99 -

 

Stichwort(e):
Verwertungsverbot, bei anwaltlicher Vernehmung


Kriminalität und Kriminalitätsfurcht

Eine empirische Untersuchung zum Kriminalitätserleben in der Bevölkerung

54. Jg. 2000, S. 336

Abstrakt: Das Ausmaß der Furcht vor Verbrechen ist keine direkte Konsequenz der tatsächlich begangenen Straftaten in einer Gesellschaft. Sie wird vielmehr von spezifischen psychologischen Phänomenen modifiziert. Die Untersuchung, über deren Ergebnisse in diesem Beitrag berichtet wird, hat deshalb vor allem auch die Besorgnis der Bevölkerung über die Kriminalität, ihre speziellen Bedrohtheitsgefühle und schließlich ihren Umgang mit der Kriminalitätsproblematik, ihre Reaktionen auf die wahrgenommene Bedrohung also, einbezogen. Die Befunde verweisen auf eine Vielzahl von Ansatzpunkten zur Senkung der Kriminalitätsfurcht.

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Autor/en:
Schweer, Martin K. W.
Thies, Barbara
Stichwort(e):
Kriminalitätsfurcht, empirische Untersuchung


Umfang der ärztlichen Schweigepflicht

54. Jg. 2000, S. 342

Rechtsprechung: OLG Frankfurt vom 08.07.1999 - 8 U 67/99 -

 

Stichwort(e):
Schweigepflicht, Umfang ärztlicher


Tötung eines Taxichauffeurs

Die polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Ermittlungen sowie das kombinierte Spurenbild führten zur Täterschaft

54. Jg. 2000, S. 343

Abstrakt: Es ist eine allgemein gültige Weisheit, dass harmonisierende Zusammenarbeit erfolgreicher ist als Eigenbrötelei im stillen Kämmerchen. An einem Tötungsdelikt wird aufgezeigt, wie koordinierte interdisziplinäre Zusammenarbeit zur lückenlosen Aufklärung des Verbrechens führt. Im ersten Teil der Veröffentlichung wird der kriminalpolizeiliche und der untersuchungsrichterliche Aspekt der Fallabklärung dargelegt. In der Fortsetzung kommt der spurenkundliche Aspekt, die Zusammenarbeit der Rechtsmedizin mit der Kriminaltechnik, zur Darstellung.

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Autor/en:
Brüschweiler, Walter
Laffer, Josef
Wittmer, Claudia
Zollinger, Ulrich
Stichwort(e):
Tötung, eines Taxischauffers
Tötungsdelikt, polizeiliche und untersuchungsrichterliche Ermittlungen