Polizei-Wissenschaft

Begriff, Aufgaben, Entstehung und Methoden

54. Jg. 2000, S. 218

Abstrakt: Polizei-Wissenschaft ist international aktuell. Im Jahr 1999 hat die Universität Montreal ihre Lehre und Forschung in Polizei-Wissenschaft aufgenommen. In Tokyo hat man im Februar 1999 ein neues Gebäude des "Nationalen Forschungs-Instituts für Polizei-Wissenschaft" mit einem internationalen Symposium über die "Zukunft der Polizei-Wissenschaft im 21. Jahrhundert" eröffnet. Die folgende dreiteilige Artikelserie, die auf einem Vortrag in der Polizei-Führungsakademie beruht, informiert über die gegenwärtige Lage der Polizeiwissenschaft in der Welt. In dem ersten Beitrag werden Begriff, Aufgaben, Entstehung und Methoden der Polizeiwissenschaft erörtert. Die zweite Folge geht auf Polizei-Theorie und die dritte auf empirische und experimentelle Polizei-Forschung ein, die die wesentlichen Teile der Polizei-Wissenschaft ausmachen.

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Autor/en:
Schneider, Hans Joachim
Stichwort(e):
Polizei-Wissenschaft, Entstehung und Methoden


(Keine) Geldwäsche durch Annahme von Verteidigerhonorar

54. Jg. 2000, S. 224

Rechtsprechung: OLG Hamburg vom 06.01.1999 - 2 Ws 185/99 -

 

Stichwort(e):
Geldwäsche, durch Annahme von Verteidigerhonorar


AMOK - Eine spezielle Art der Mehrfachtötung

Eine Analyse aus kriminalpsychologischer Sicht

54. Jg. 2000, S. 225

Abstrakt: Monographien über das Phänomen Amok (oder Amoklaufen) sind nicht eben alltäglich. Soweit erkennbar, kommt auch das Stichwort in deutschsprachigen kriminologischen Lehrbüchern und Enzyklopädien nicht vor. KRIMINALISTIK hat das Thema aus forensisch-psychiatrischer Sicht in Heft 10/98, S. 685 ff., aufgegriffen. Hier folgt nun eine Betrachtung aus kriminalpsychologischer Sicht. Auch sie zeigt, dass der Begriff Amok in Bezug auf unsere Tötungsdelinquenten und deren Taten allenfalls metaphorisch gebraucht werden kann.

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Autor/en:
Füllgrabe, Uwe
Stichwort(e):
Amok, eine spezielle Art der Mehrfachtötung
Amok, kriminalpsychologische Sicht


Tatwerkzeug INTERNET

Ein Überblick über das System und seine kriminelle Nutzung

54. Jg. 2000, S. 229

Abstrakt: Unter den Anregungen und Wünschen unserer Leserinnen und Leser nehmen jene Appelle einen vorderen Platz ein, die uns mahnen, das Internet und die damit zusammenhängenden polizeilichen Probleme nicht als bereits abgewickelt zu betrachten. Es gebe, so ein Leser, noch eine Menge Leute in der Polizei, die bereits bei der Erklärung, das Internet funktioniere nach dem Client-Server-Prinzip, Unverständnis signalisieren müssten. Nach einer Art Zwischenbilanz in KRIMINALISTIK 7/98, S. 500 ff., versuchen wir mit dem folgenden Artikel ein update, probieren also, ob wir die Sache auf einen neueren Stand bringen können.

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Autor/en:
Wiedemann, Peter
Stichwort(e):
Internet, als Tatwerkzeug
Internet, kriminelle Nutzung


Sexueller Missbrauch eines Kindes

Stiefvater durch molekularbiologische Untersuchung überführt

54. Jg. 2000, S. 240

Abstrakt: Nach kriminologischer Einschätzung (z. B. G. Kaiser) handelt es sich in Fällen sexuellen Missbrauchs von Kindern bei 60 bis 80 Prozent der Täter um Bekannte oder gar Verwandte des kindlichen Opfers. In etwa der Hälfte der Fälle nehmen die Opfer die Tat passiv hin, in 10 bis 15 Prozent der Fälle beteiligen sie sich (alters-abhängig) aktiv daran oder haben sie sogar initiiert. Nach Untersuchungen von Kinsey (1954) kommt es dabei in drei Prozent der Fälle zum Koitus. Ein solcher Fall wird mit dem folgenden Beitrag unter überwiegend kriminalistischen Aspekten vorgestellt.

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Autor/en:
Dickgieser, Norbert
Hagen, Reinhardt
Olek, Klaus
Stichwort(e):
Sexueller Missbrauch


Kuriose Todesfälle

Oder: Ist ein Suizid durch Genickschuss möglich?

54. Jg. 2000, S. 243

Abstrakt: Ungewöhnliche Schussverletzungen lassen bei Todesermittlungen primär den Verdacht auf Tötung durch fremde Hand aufkommen. Das gilt insbesondere bei Nacken- und Genickschüssen, bei denen sich immer erneut die Frage stellt, ob ein Mensch sich solche Schüsse selbst beibringen kann. Im hier vorgestellten Fall kommt ein weiteres Problem hinzu, das sich aus den auch stets vorhandenen Zweifeln herleitet, ob bei Kopfschüssen die Handlungsfähigkeit eines Suizidenten nach einem ersten Schuss noch so lange erhalten bleibt, dass er sich weitere Schussverletzungen setzen kann.

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Autor/en:
Markert, Herbert
Stichwort(e):
Schussverletzungen, ungewöhnliche
Suizid, durch Genickschuss
Todesfälle, kuriose


Ermittlungen im Internet - Positionen und Dissonanzen

Rechtliche Konfliktpunkte bei der Bekämpfung von Kriminalität im Internet

54. Jg. 2000, S. 245

Abstrakt: Bei rund 800 Millionen Seiten im World Wide Web bewegen sich Schätzungen zur Zahl der Seiten mit strafbarem Inhalt zwischen acht und zehn Millionen. Ungeachtet der sicher unbeschreiblichen kriminellen Nutzungsmöglichkeiten (man denke nur an die Geldwäsche!) vermittelt das bereits einen Eindruck vom Problem "Kriminalität im Internet". Gleichwohl bestehen (noch immer) rechtliche Lücken und Unklarheiten, die den (kriminal-)polizeilichen Sachbearbeiter vor unüberwindliche Hürden stellen und die im Interesse einer "sicheren Informationsgesellschaft" bald beseitigt werden müssen. Der folgende Beitrag fokussiert das Problem.

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Autor/en:
Meseke, Bodo
Stichwort(e):
Internet, rechtliche Konfliktpunkte bei der Bekämpfung


Zur Untersuchung von Maschinenschriften

Begriffe in der kriminaltechnischen Maschinenschriftuntersuchung als Grundlagen der Qualitätssicherung

54. Jg. 2000, S. 251

Abstrakt: Die Qualität der Arbeit kriminaltechnischer Sachverständiger ist auch daran zu messen, ob ihre Untersuchungsresultate bzw. die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen für Staatsanwälte und Richter (und auch für Fachkollegen) verständlich und "nachvollziehbar" formuliert werden. Dazu gehört aber, dass eine gewisse Vereinheitlichung, vielleicht sogar Standardisierung, der Inhalte grundlegender Begriffe und vor allem gebräuchlicher Wahrscheinlichkeitsaussagen akzeptiert wird. Im folgenden Beitrag werden einige Vorschläge für das Fachgebiet der Maschinenschriftuntersuchung zur Diskussion gestellt.

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Autor/en:
Frensel, Peter
Howorka, Horst
Stichwort(e):
Maschinenschriftuntersuchung, als Grundlagen der Qualitätssicherung
Maschinenschriftuntersuchung, Merkmale
Maschinenschriftuntersuchung, vergleichende


Razzia in einem Vereinslokal

54. Jg. 2000, S. 254

Rechtsprechung: VG München vom 06.05.1999 - M 17 K 96.5914 -

 

Stichwort(e):
Razzia, in einem Vereinslokal


Die Untersuchung ausgefallener (telogener) Haare

Neue Aspekte der forensischen Haaruntersuchung

54. Jg. 2000, S. 255

Abstrakt: Die Möglichkeiten der Auswertung von Haarspuren haben bisher die Erwartungen der Untersuchungsstellen und Gerichte an den Beweiswert häufig nicht erfüllt. Durch eine Modifizierung der DNA-Analysenmethoden ist es jetzt gelungen, die Kern-DNA auch von ausgefallenen Haaren mit hoher Erfolgsrate zu typisieren und damit den gleichen Aussagewert zu erhalten, wie er bei anderen Spuren menschlicher Herkunft heute schon selbstverständlich ist.

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Autor/en:
Demmelmeyer, Helmut
Hellmann, Andreas
Herold, Kurt
Schmitter, Hermann
Stichwort(e):
Haaruntersuchung, ausgefallene Haare
Haaruntersuchung, forensische, neue Aspekte
Telogene Haare, Untersuchung von


Die Auswertung von Haarspuren mittels DNA-Analyse

Fortschritte in der Haaranalyse

54. Jg. 2000, S. 258

Abstrakt: Es tut sich was auf dem Gebiet der forensischen Haaruntersuchung, nicht zuletzt daran erkennbar, dass in dieser Ausgabe der KRIMINALISTIK gleich zwei Artikel - mit allerdings unterschiedlichen methodischen Ansätzen - zu diesem Thema vorgestellt werden. (Vgl. auch den Beitrag von Hellmann et al. S. 255 ff.) Das Haar - als oftmals einzige personenbezogene Spur am Tatort aufgefunden - gewinnt durch den Einsatz neuer Methoden immer mehr an Beweiskraft. Neben der klassisch morphologischen Untersuchung können heute infolge neuer Forschungsergebnisse auch molekularbiologische Untersuchungen an diesem diffizilen Spurenmaterial mit dem Ziel der individuellen Zuordnung durchgeführt werden.

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Autor/en:
Brinkmann, Bernd
Pfeifer, Heidi
Stichwort(e):
DNA-Analyse, Auswertung von Haarspuren
Haarspuren, Auswertung mittels DNA-Analyse


Geldwäsche mit Cybermoney

Oder: Wie tradierte Bekämpfungsstrategien wertlos werden

54. Jg. 2000, S. 261

Abstrakt: In seinem Aufsatz "Das kriminalistische Potential neuer Technologien" in Kriminalistik 10/99 hat Bach ausgeführt (S. 670), es werde erwartet, dass "auch digitales Geld (2002 bis 2007) gegenüber realen Zahlungsmitteln eine steigende Bedeutung" gewinnen wird. Dass daraus Probleme entstehen werden, ist unverkennbar. Bei Cybermoney wird es mangels persönlicher Kontakte nicht mehr möglich sein, dass Bankangestellte verdächtige Transaktionen entdecken. Und es wird eine Flut von Zahlungen im Internet geben, die mit den Mitteln der Strafverfolgungsorgane nicht zu kontrollieren sind. Warum Cybermoney der kriminellen Geldwäscherei ganz neue Wege eröffnen wird und wie Gesetzgeber und Ermittlungsbehörden darauf reagieren könnten, wird im folgenden Beitrag dargestellt.

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Autor/en:
Rederer, Erik
Stichwort(e):
Cybermoney
Electronic Commerce, Glossar
Geldwäsche, mit Cybermoney


Einsatz von V-Leuten bei Unverdächtigen

54. Jg. 2000, S. 269

Rechtsprechung: BGH vom 18.11.1999 - 1 StR 222/99 -

 

Stichwort(e):
V-Leute, Einsatz von


Verbot einer nichtöffentlichen Versammlung (Parteitag)

54. Jg. 2000, S. 270

Rechtsprechung: BVerwG vom 23.03.1999 - 1 C 12.97 -

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Stichwort(e):
Nichtöffentliche Versammlung, Verbot einer


Ärztliche Kunstfehler und ihre Ermittlung

Eine Analyse anhand von Fallbeispielen

54. Jg. 2000, S. 271

Abstrakt: Für die Strafverfolgungsbehörden besonders anspruchsvoll sind Untersuchungen, in denen es darum geht, zu entscheiden, ob ein Arzt objektiv einen Fehler machte und ihm dies subjektiv überdies zum Verschulden gereicht, wenn ein Patient bei einer erfolgten oder unterbliebenen Behandlung einen gesundheitlichen Schaden oder gar den Tod erlitt. Im Kanton Zürich werden solche Untersuchungen einigen spezialisierten Untersuchungsrichtern* (Ärztegruppe) zugeteilt. Die vorliegende Publikation will aufzeigen, wie es zur Einleitung von solchen Verfahren kommt und einen Überblick über die bearbeiteten Fälle geben. Zwei Schwerpunkte bilden Anästhesieunfälle und verpasste Infektionen. Vor allem soll aber ein zweckmäßiges Vorgehen bei der Untersuchung solcher Fälle aufgezeigt werden.

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Autor/en:
Bär, Walter
Boll, Jürg
Stichwort(e):
Ärztliche Kunstfehler, Ermittlungsfälle