Kriminalitätstheorien: Der "Labeling Approach"

Von den amerikanischen Ursprüngen bis zur deutschen Rezeption

54. Jg. 2000, S. 146

Abstrakt: Obwohl der labeling approach als eine der bekanntesten, am häufigsten zitierte und wohl umstrittenste kriminologische "Theorie" angesehen werden muß, wird dieser - selbst von den am labeling-Prozess unmittelbar Beteiligten - häufig verkürzt dargestellt und/oder (eben deshalb?) missverstanden; dies gilt besonders für die deutsche Rezeption. Der Autor des folgenden Artikels unternimmt den Versuch, die Genese des labeling approach von seinen amerikanischen Ursprüngen bis zur Rezeption in die deutsche kritische Kriminologie der sechziger und siebziger Jahre in groben Zügen nachzuzeichnen, wobei insbesondere die Differenzen in den theoretischen Ansätzen einzelner prominenter Vertreter herausgestellt werden.

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Autor/en:
Jasper, Michael
Stichwort(e):
Kriminalitätstheorie, Labeling Approach
Labeling Approach


Mafia in Deutschland?

Eine Replik auf Schotts Artikel "Die Mentalität der doppelten Moral und das organisierte Verbrechen in Mecklenburg-Vorpommern" in Kriminalistik 12/99, S. 797ff.

54. Jg. 2000, S. 153

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Autor/en:
Weitemeier, Ingmar
Stichwort(e):
Mafia, in Deutschland


Kriminalitätsbekämpfung in Niedersachsen

Eine Zwischenbilanz zur Jahrhundertwende

54. Jg. 2000, S. 155

Abstrakt: Im April des letzten Jahres haben wir die Leiter der Landeskriminalämter gebeten, zur Jahrhundertwende den Status quo und die Zukunftsplanungen zur Verbrechensbekämpfung in ihren Ländern - auch unter Berücksichtigung der landesspezifischen organisatorischen Besonderheiten - vorzustellen. Mit dem folgenden Aufsatz beginnen wir die Veröffentlichung der Beiträge. Diese erfolgt in der Reihenfolge ihres Eingangs bei der Redaktion.

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Autor/en:
Völchert, Michael
Stichwort(e):
Kriminalitätsbekämpfung, in Niedersachsen
Niedersachsen, Kriminalitätsbekämpfung


Der nicht offen ermittelnde Polizeibeamte -noeP-

Ein Diskussionsbeitrag aus rechtlicher und kriminalistischer Sicht

54. Jg. 2000, S. 162

Abstrakt: In KRIMINALISTIK 1/99, S. 49 ff., wurde - vielfachen Leserwünschen folgend - die rechtliche Problematik verdeckter Ermittlungen zusammenfassend erörtert. Dabei wurden "verdeckte Ermittler" i.S.v. § 110a StPO, "Vertrauenspersonen" und "nicht offen operierende Polizeibeamte" quasi in eine Reihe gestellt. Andauernde Reaktionen und ganz spezielle Fragen - u. a. auch, wie denn nun sogenannte undercoveragents zu qualifizieren seien - haben uns danach gezeigt, dass die rechtliche (und daraus folgend auch die taktische) Unterscheidung des "normalen" kriminalpolizeilichen Ermittlers vom "nicht offen ermittelnden" Polizeibeamten in der Praxis erheblich Schwierigkeiten bereitet. Der folgende Beitrag versucht (erneut) eine Hilfestellung.

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Autor/en:
Schmidt, Volker
Stichwort(e):
Nicht offen ermittelnde Polizeibeamte, noeP
noeP, Nicht offen ermittelnde Polizeibeamte
Verdeckte Ermittler, rechtliche und kriminalistische Sicht


V-Personen und Zeugenschutz

Das Zeugenschutzgesetz und seine Auswirkungen auf den Einsatz von V-Personen

54. Jg. 2000, S. 167

Abstrakt: Die Vernehmung eines Zeugen kann (in bestimmten Fällen soll) gem. § 58a I StPO auf Bild-Ton-Trägern aufgezeichnet werden. Das darf als Signal des Gesetzgebers an die Praxis interpretiert werden, von einer Video-Vernehmung bereits im Ermittlungsverfahren Gebrauch zu machen. Da die Duldung einer Bild-Ton-Aufzeichnung Bestandteil der Zeugenpflicht ist, können sich hinsichtlich der Geheimhaltung der Identität von V-Personen Probleme ergeben, die im folgenden Beitrag diskutiert werden.

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Autor/en:
Wagner, Norbert
Stichwort(e):
V-Personen, Einsatz von
Zeugenschutzgesetz, Anwendbarkeit auf Vertrauenspersonen


Kriminalwissenschaften studieren - aber wo?

Das Fernstudium "Criminal Justice Studies" an der Universität Leicester

54. Jg. 2000, S. 170

Abstrakt: In den vergangenen Jahren wurde viel über die Reform der polizeilichen Ausbildung, die Gefahren einer Einheitsausbildung und Bestrebungen zur Einrichtung einer akademischen Prinzipien verpflichteten "Hochschule für Polizei / Polizei-Universität" geschrieben. Allerdings ist - bei näherer Betrachtung - die Möglichkeit einer universitären kriminalwissenschaftlichen Weiterbildung für Angehörige des gehobenen Polizeivollzugsdienstes in Deutschland nach wie vor kaum gegeben. Dies sieht in Großbritannien anders aus, wie folgender Beitrag beschreibt.

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Autor/en:
Hartwig, Marc-Arno
Rothfuss, Uli
Stichwort(e):
Ausbildung, polizeiliche
Criminal Justice Studies, Fernstudium an der Universität Leicester
Kriminalwissenschaften, Studium der


Sachverständige und ihre Gutachten

Zu Schwachpunkten und Fehlern in Expertisen

54. Jg. 2000, S. 174

Abstrakt: Aufgrund ihrer Erfahrung und Sachkunde nehmen Sachverständige zu tatsächlichen Sachverhalten Stellung. Durch ihre Gutachten sollen Gerichte in die Lage versetzt werden, tatsächliche Sachverhalte aufzuklären. Sachverständige haben die Aufgabe, als Gehilfen der Gerichte die ihnen vorgegebenen Sachverhalte unabhängig, unparteiisch und objektiv zu beurteilen, zu bewerten oder Erfahrungssätze darzustellen. Zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit klafft nun aber - zumindest teilweise - eine Lücke, so dass es immer wieder zu Problemen kommt, was an den im folgenden Beitrag dargestellten Beispielen aus der Praxis aufgezeigt wird. Mit ihrer Vorstellung soll die Erkenntnis darüber verbessert werden, weshalb und wie es zu Problemen kommen kann.

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Autor/en:
Schorsch, Gerhard
Stichwort(e):
Gutachten, Anknüpfungstatsachen
Gutachten, Befundtatsachen
Gutachten, Zusatztatsachen
Sachverständige, und ihre Gutachten


Platzverweisung gegenüber Angehörigen der rechtsextremen Szene

54. Jg. 2000, S. 180

Rechtsprechung: VG Schleswig vom 08.12.1999 - 3 A 5/95 -

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Stichwort(e):
Platzverweisung, gegenüber Angehörigen der rechtsextremen Szene


Der Sherman-Report

Oder: Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kriminalprävention

54. Jg. 2000, S. 181

Abstrakt: Im Jahre 1996 forderte der amerikanische Kongress eine wissenschaftliche Bewertung der zahlreichen polizeilichen Präventionsprogramme und damit eine Untersuchung über die Wirksamkeit der drei Milliarden Dollar, die in den USA jährlich für Polizei und deren Maßnahmen zur Verbrechensvorbeugung ausgegeben wurden. Den Auftrag erhielt L. W. Sherman vom kriminologischen Institut der Universität von Maryland, der die Ergebnisse seiner Untersuchung in dem umfangreichen Report "Preventing Crime: What Works, What Doesn’t, What’s Promising" veröffentlichte. Der enthält Erkenntnisse, die auch für die Planung und Durchführung deutscher Präventionsmaßnahmen von Bedeutung sind.

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Autor/en:
Füllgrabe, Uwe
Stichwort(e):
Kriminalpävention, Sherman-Report
Sherman-Report, wissenschaftliche Bedeutung


Video-Überwachung: Ein Mittel zur Kriminalprävention

Zum Stand der rechtlichen und taktischen Diskussion in Deutschland

54. Jg. 2000, S. 187

Abstrakt: Videoüberwachungssysteme werden in Großbritannien auch in öffentlichen Verkehrsräumen seit längerem mit positivem Erfolg eingesetzt, wie Fallstudien des Home Office eindrucksvoll belegen. Auch in Deutschland sind Videoüberwachungen in Banken, Tiefgaragen, Parkräumen usw. bereits ständige Übung, doch begegnet die polizeiliche Überwachung von Kriminalitätsschwerpunkten noch immer erheblichen Bedenken und Vorbehalten. Der folgende Beitrag referiert den Stand der Dinge und gibt einen Überblick über die länderspezifischen rechtlichen Grundlagen.

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Autor/en:
Keller, Christoph
Stichwort(e):
Video-Überwachung, Überblick über rechtliche Grundlagen


Zufallsfund bei Telekommunikationsüberwachung II

54. Jg. 2000, S. 191

Rechtsprechung: LG Stuttgart vom 18.08.1999 - 13 Qs 51/91 -

 

Stichwort(e):
Telekommunikationsüberwachung, Zufallsfund


Rechtsmedizin und Kriminalistik

Bericht von der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin

54. Jg. 2000, S. 193

Abstrakt: Die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin, über deren Jahrestagungen KRIMINALISTIK regelmäßig berichtet hat, hielt ihre 78. Jahrestagung wieder unter großer Beteiligung in- und ausländischer Rechtsmediziner und anderer Interessenten vom 26. bis 29. September 1999 in Frankfurt/M. ab. Den rund 300 Teilnehmern der Tagung wurden 114 Vorträge und 77 Poster geboten. Hinter nahezu allen Vorträgen stand ein Autorenteam, von denen im folgenden Beitrag jeweils nur die Vortragenden genannt werden.

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Autor/en:
Händel, Konrad
Stichwort(e):
Rechtsmedizin, 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin


Die Nationalpolizei Spaniens

Der spanische Weg zur Erneuerung der Polizei

54. Jg. 2000, S. 197

Abstrakt: Im Mai 1999 hatte eine Delegation des Bundeskriminalamtes die Möglichkeit, sich bei der Generaldirektion der Nationalpolizei (Policía Nacional) in Madrid über das Projekt "Polizei 2000" (Policía 2000), den spanischen Weg einer Erneuerung der Polizei in Richtung eines bürgerorientierten Dienstleistungsunternehmens, zu informieren. Die nachfolgende Darstellung widmet sich neben einer Kurzvorstellung des Projektes insbesondere dem Versuch zunehmender Kundenorientierung durch Einrichtung eines telefonischen Anzeigeservice bei der Nationalpolizei. .

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Autor/en:
Bässmann, Jörg
Stichwort(e):
Nationalpolizei, Spaniens, Projekt "Policía 2000"
Spanien, Nationalpolizei


Polizeiliche Bekämpfungsstrategien bei Gewalt in der Familie

Die Umsetzung des Domestic Abuse Intervention Project der Stadt Duluth (Minnesota) in Zürich

54. Jg. 2000, S. 201

Abstrakt: Ende 1995 lancierte der Stadtrat von Zürich das Interventionsprojekt gegen Männergewalt (ZIP). Die von Vertreterinnen des Sozialdepartements und des Gleichstellungsbüros getragene Kampagne hatte in erster Linie zum Ziel, die Sensibilisierung gegenüber der Männergewalt innerhalb der Behörden zu fördern. Wie diese Kampagne und die Sensibilisierungsbemühungen gegenüber dem Phänomen Gewalt in der Familie innerhalb der Stadtpolizei Zürich umgesetzt wurden und welches die bisherigen Erfahrungen und Resultate sind, wird im folgenden Artikel geschildert. Dabei zeigt sich, dass der enge gesetzgeberische Rahmen häufig noch ausgeschöpft werden kann.

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Autor/en:
Steiner, Silvia
Stichwort(e):
Domestic Abuse Intervention Project, Umsetzung in Zürich
Gewalt, in der Familie
Polizeiliche Bekämpfungsstrategien, bei Gewalt in der Familie