54. Jg. 2000, S. 74
Abstrakt: An rund achtzig Gremien, Kommissionen, Konferenzen und Arbeitstagungen im Bereich der internationalen Verbrechensbekämpfung wirkt das Bundeskriminalamt derzeit ständig mit. Das allein schon gibt ein Bild von den zahlreichen multilateralen Kooperationsversuchen und -formen. Der folgende Beitrag vermittelt einen Einblick in die Verhältnisse und will damit - so gut das eben geht - zur Minimierung der bestehenden "neuen Unübersichtlichkeit" beitragen. Es bedarf nämlich ersichtlich straffer Leitlinien, damit nicht in den verschiedenen Gremien und Institutionen an ganz unterschiedlichen Stellen immer die gleichen Themen und Inhalte behandelt werden und so aus dem gut gemeinten Miteinander ein sich hinterhältig einschleichendes Gegeneinander wird.
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54. Jg. 2000, S. 83
Abstrakt: Politische Affären wie die "schwarze" Kasse des früheren Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl haben auch die Frage in die Diskussion gebracht, ob Verstöße gegen das Parteiengesetz strafbar sind oder werden sollten und ob Spenden an politische Parteien formell und funktionell in jedem Fall eindeutig von strafrechtlich relevanten Vorteilsgewährungen und/oder Schutzgeldzahlungen zu trennen sind. Der folgende Beitrag sucht nach Antworten auf diese (und andere) Fragen.
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54. Jg. 2000, S. 87
Abstrakt: Nicht nur in der Pädagogik hat die Modellvorstellung vom guten und vom bösen Kind eine lange Tradition. Das Bild vom bösen Kind rechtfertigt danach die Disziplinierung durch Strafe oder wenigstens durch strenge Kontrolle und straffe Anleitung. Das Bild vom guten Kind dagegen fordert zu antiautoritärer Erziehung und zur freien Entfaltung der Persönlichkeit auf. Angesichts der aktuellen Wirklichkeit gerät die "Entfaltungspädagogik" indessen zunehmend in Erklärungsschwierigkeiten. "Jugendkriminalität mit Erziehung bekämpfen" betitelte die Süddeutsche Zeitung ein Gespräch mit Generalbundesanwalt Key Nehm. Das klingt plausibel. Ob es aber der Stein der Weisen ist, wird im folgenden Beitrag untersucht.
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54. Jg. 2000, S. 98
Rechtsprechung: LG Hanau vom 23.09.1999 - 3 Qs 149/99 -
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54. Jg. 2000, S. 99
Abstrakt: Im folgenden Artikel beschreibt der Autor, Beigeordneter Sachverständiger des Centre for International Crime Prevention (CICP), United Nations Office for Drug Control and Crime Prevention in Wien, die grundlegenden Konzepte mafioser Geldwäsche, die in Konzeption und Wesensart noch immer als Vorbild für die Geldwäscherei in aller Welt gelten können.
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54. Jg. 2000, S. 109
Abstrakt: Im folgenden Artikel bringt der Autor das Problem auf den Punkt: Offensichtlich ist nur eine Spezies von den Qualitäten des Führungspersonals überzeugt, die Vorgesetzten selber. Dabei steigt die positive Selbsteinschätzung direkt proportional mit der Hierarchieebene. Es fällt auf, dass insbesondere jene Vorgesetzten ein habituelles Sendungsbewusstsein besitzen, die selber kaum geführt haben oder nie in der misslichen Lage waren, Mitarbeiter von Maßnahmen zu überzeugen, deren Sinnhaftigkeit von diesen nicht nachvollzogen werden kann. Seit mehr als fünfzig Jahren suchen wir nach einem Ausweg aus diesem Dilemma. Und es bleiben Zweifel, ob wir den im neuen Jahrhundert finden werden.
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54. Jg. 2000, S. 112
Abstrakt: Kriminalistische Arbeit ist traditionell einzelfallbezogen, beinhaltete aber immer auch Elemente ausgeprägter Teamarbeit und strategischer Planung, wenn es um die Bewältigung von Aufgaben geht, die ein Einzelner nicht bewältigen kann. In dem Fall sind Absprachen oder Vereinbarungen über das weitere Vorgehen aufgabenimmanent. Bei dieser Sachlage stellt sich die Frage, ob oder inwieweit Qualitätsverbesserungen durch Formalisierung dieser Verfahrensweisen erwartet werden dürfen. Ihr geht der Autor des folgenden Beitrags - vor allem wohl vor dem Hintergrund nordrhein-westfälischer Modelle - nach.
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54. Jg. 2000, S. 119
Abstrakt: In KRIMINALISTIK 4/97, S. 234ff., wurde das Osnabrücker Anti-Drogen-Paket mit seinen zehn Schritten zum Erfolg vorgestellt. Wir hatten dazu angemerkt, dass sich dieses Maßnahmenpaket sicher problemlos kopieren und auf andere Bereiche übertragen lasse. Unter mehreren Städten ist auch Wolfsburg dem "Rat" gefolgt. Über das Ergebnis berichtet im folgenden Beitrag der Leiter der Ermittlungsgruppe Rauschgift der Volkswagen-Stadt.
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54. Jg. 2000, S. 122
Abstrakt: In Kriminalistik 12/99, S. 821 ff., haben wir "Crime mapping" als neues System zur Analyse des örtlichen Kriminalgeschehens vorgestellt. Die Autorin zog das Resümee, dass vor einer breiten Einführung in die deutsche Polizei noch einige Hürden zu nehmen seien, die sich vor allem aus Fragen eines effektiven Know-how-Transfers und der Einpassung in deutsche polizeiliche Datensysteme aber auch der deutschen Auswertelandschaft herleiten. Der folgende Beitrag beschreibt ein geographisches Informationssystem in seiner praktischen Anwendung.
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54. Jg. 2000, S. 128
Abstrakt: In den letzten 10 bis 15 Jahren ist in der Schweiz und im übrigen deutschen Sprachraum eine erhöhte Nachfrage von Untersuchungsbehörden und Gerichten nach Glaubwürdigkeits- und Glaubhaftigkeitsgutachten beobachtet worden. Diese Entwicklung ist vermutlich vorallem darauf zurückzuführen, dass Kindern als Zeugen nicht mehr wie früher mit Skepsis begegnet, sondern ihnen sogar eine besondere Unbefangenheit im Aussageverhalten zugestanden wird. Dieser Einstellungswechsel führte aber auch zu einem verbreiteten Unbehagen, das den Ruf nach einer Verwissenschaftlichung richterlicher Entscheide fördert. Andererseits löst dieses Unbehagen immer wieder Erörterungen grundsätzlicher Fragen von Wissenschaftsgläubigkeit und Zuständigkeitsordnung aus.
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