Gewalt in der Familie

Das San-Diego-Domestic-Violence-Program

53. Jg. 1999, S. 706

Abstrakt: Gewaltdelikte innerhalb der Familie, seien es reine Aggressionsdelikte oder auch sexualbezogene Straftaten, werden relativ selten angezeigt und dann von der Polizei auch nur relativ selten restlos aufgedeckt. Auch entspricht es - noch immer - der Einstellung vieler Polizeibehörden und -beamter, nur sehr restriktiv in sozialen Nahräumen einzugreifen. Das ändert sich allmählich, da mit der Liberalisierung und Öffnung der Bereiche Sexualität und Familie Betroffenheit über das Ausmaß dieser Gewaltphänomene einhergeht. Im folgenden Artikel wird ein Programm vorgestellt, aus dessen grundlegender Philosophie auch Leitlinien für deutsche Handlungsalternativen abgeleitet werden können.

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Autor/en:
Feltes, Thomas
Kottmann, Heike
Stichwort(e):
Gewaltdelikte, innerhalb der Familie
San-Diego-Domestic-Violence-Program


Kriminologie des Serienmörders - Teil 2

Forschungsergebnisse einer empirischen Analyse serieller Tötungsdelikte in der Bundesrepublik Deutschland

53. Jg. 1999, S. 713

Abstrakt: Schneider (Kriminologie der Gewalt, 1994, S. 81) hat zu Recht darauf hingewiesen, daß die Überführung eines Serienmörders "manchmal recht schwierig und kostspielig ist". Insbesondere das Erkennen einer Mord serie, also die Zusammenführung von Einzeltaten, bereitet erhebliche Probleme. Hilfreich erscheinen da valide Erkenntnisse zu typischen/perseveranten Tatbegehungsmerkmalen und -verlaufsformen, die im 2. Teil dieses Aufsatzes referiert werden. Darüber hinaus werden serielle Tötungen aus ätiologischer Sicht beleuchtet.

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Autor/en:
Harbort, Stephan
Stichwort(e):
Serienmörder, Forschungsergebnisse einer empirischen Analyse
Tötungsdelikte, serielle


Anforderungen an bedingten Tötungsvorsatz

53. Jg. 1999, S. 721

Rechtsprechung: BGH vom 07.07.1999 - 2 StR 177/99 -

 

Stichwort(e):
Tötungsvorsatz, Anforderungen an bedingten


Sekten und andere religiöse Gruppierungen

Ein spezielles Beratungsfeld für die Polizei?

53. Jg. 1999, S. 722

Abstrakt: Sekten und andere religiöse Gruppierungen zeigen kein einheitliches Erscheinungsbild, so daß ihre strafrechtliche/kriminalistische Relevanz nur am Einzelfall beurteilt werden kann. Dabei liegt ein entscheidendes Kriterium für die Gefährlichkeit solcher Gemeinschaften im konkreten Inhalt der von ihr vertretenen Heilslehre. In der Öffentlichkeit werden gegen manche dieser Gruppen Vorwürfe wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung oder auch sexuellen Mißbrauchs sowie Fällen psychischer Schädigungen erhoben. Die Münchner Polizei bietet im Rahmen ihrer Präventions- und Opferschutzdienststelle auch den speziellen Bereich Sekten/Okkultismus an.

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Autor/en:
Bräuer, Harry
Stichwort(e):
Sekten, und andere religiöse Gruppierungen


Glücks- und Geschicklichkeitsspiele

Psychologische Charakteristika des Glücksspiels, des Geschicklichkeitsspiels und ihrer Spieler

53. Jg. 1999, S. 725

Abstrakt: Spielen beinhaltet eine Tätigkeit, die im Gegensatz zur Arbeit nicht primär der Verwirklichung bestimmter Ziele dient. Spielen stellt vielmehr einen an ihrem Inhalt oder Ergebnis bestimmten Selbstzweck dar. Kennzeichnend für das Glücksspiel ist, daß das Ergebnis vom Zufall abhängt, der - wie Spielautomaten zeigen - auch mechanisiert werden kann. Kommt ein für das Glücksspiel (und ähnlich angelegten Geschicklichkeitsspielen auch) typischer Geldeinsatz hinzu, kommt es zu einer faszinierenden Mischung von Spiel und Gewinnstreben, deren psychologische Hintergründe im folgenden Beitrag analysiert werden.

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Autor/en:
Krauß, Manfred
Stichwort(e):
Glücks- und Geschicklichkeitsspiele, psychologische Charakteristika


Bundesligatabelle des Verbrechens

Für einen verantwortungsbewußten Umgang mit statistischen Zahlen

53. Jg. 1999, S. 730

Abstrakt: Eine Reihe höchst amüsanter Aphorismen vermittelt schon die Erkenntnis, daß statistische Ergebnisse unterschiedliche Interpretationen zulassen und so in vielerlei Weise mißbraucht werden können. Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist da keine Ausnahme, läßt wegen der ihr eigenen Ungenauigkeiten und Schwächen sogar veritable Manipulationen zu. Da darüber hinaus Vergleiche hinken, wie schon der Volksmund weiß, sollte bei der Bewertung statistischer Vergleiche immer auch einkalkuliert werden, daß unter den gegebenen Umständen Fehleinschätzungen und argumentative Taschenspielertricks im Spiel sein können.

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Autor/en:
Falk, Bernhard
Stichwort(e):
Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), Analyse der


Tätowierungen als Sinnbilder

Symbole und Hinweise in Tätowierungen von Kriminellen aus den Nachfolgestaaten der UdSSR

53. Jg. 1999, S. 733

Abstrakt: Das Tätowieren (eigentlich Tatauieren), das Einstechen von Mustern und Bildern in die Haut bei gleichzeitigem oder folgendem Einbringen von Farbstoffen, ist in vielen Gebieten der Erde ein in sozialen, rituellen, magischen oder ästhetischen Motivationen begründetes Brauchtum. Kriminalistisch, so das KRIMINALISTIK Lexikon, sind Tätowierungen in erster Linie als Identifizierungsmerkmale von Interesse. Sie können aber auch Hinweise auf den kriminellen Lebenslauf eines Straftäters geben. Der folgende Aufsatz gibt einen Einblick in die Verhältnisse in Rußland und anderen Nachfolgestaaten der UdSSR.

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Autor/en:
Wachter, Dietmar
Stichwort(e):
Tätowierungen, Symbole und Hinweise


Organisation der OK-Bekämpfung

Eine kritische Auseinandersetzung im Zusammenhang mit beabsichtigten Organisationsänderungen

53. Jg. 1999, S. 738

Abstrakt: Als "Organisation" wird ein System bezeichnet, in dem der Aufbau und die Arbeitsabläufe festgelegten Regeln unterliegen. Dabei ist es ein Qualitätsmerkmal "guter" Organisationen, daß sie in möglichst hohem Maße der Erfüllung spezifischer Aufgaben dienen. Und das in der wahren Bedeutung des Wortes. Daran erinnert im folgenden Beitrag der Leiter des Dezernats Bandenkriminalität/ Organisierte Kriminalität der Landespolizeidirektion Stuttgart II angesichts der geplanten Organisationsänderungen in Baden-Württemberg.

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Autor/en:
Forstenhäusler, Dieter
Stichwort(e):
OK-Bekämpfung, Organisation der


Die akustische Wohnraumüberwachung

Maßnahmen ohne Wissen des Betroffenen gem. § 100c I Nr. 3 StPO ("Großer Lauschangriff")

53. Jg. 1999, S. 745

Abstrakt: Die strafprozessualen Regelungen zum Einsatz technischer Mittel folgen nach Vahle (KRIMINALISTIK 6/98, S. 381) dem Schema "Eingriffstatbestand - Ausnahmen - Gegenausnahmen - Einschränkung der Gegenausnahmen" und führen damit zu einem normativen Labyrinth, in dem sich der Rechtsanwender nur mehr mühsam zurechtfindet. Sichtbarer Ausdruck dessen sind wiederholte Bitten unserer Leser, das Thema von einem sich in der Kriminalistik auskennenden Autor für den "normalen" Beamten verstehbar aufzubereiten. Mit dem folgenden Beitrag kommen wir diesen Bitten nach.

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Autor/en:
Brodag, Wolf-Dietrich
Stichwort(e):
Lauschangriff, gem. § 100c 1 Nr. 3 StPO
Wohnraumüberwachung, akustische


Korruptionsverdacht - und was dann?

Vom Umgang mit Korruptionsverdacht innerhalb der Polizei

53. Jg. 1999, S. 750

Abstrakt: Erfolgreiche Ermittler durch einen geschickt lancierten Korruptionsverdacht auszuschalten, ist ein uralter Ganoventrick, der nicht erst im Zusammenhang mit der Organisierten Kriminalität fröhliche Urständ feierte. Falsche Beschuldigungen von berechtigtem Tatverdacht zu unterscheiden ist allerdings ein hochkompliziertes Unterfangen, daß zu allererst unvoreingenommene Ermittler erfordert. Der Autor des folgenden Beitrags stellt einen haarsträubenden Berliner Fall vor und entwickelt daraus Verfahrensweisen, die - über die Berliner Verhältnisse hinaus - Allgemeingültigkeit für die Korruptionsprävention innerhalb der Polizei haben.

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Autor/en:
Trenschel, Wolfgang
Stichwort(e):
Korruption, vom Umgang mit innerhalb der Polizei


Untersuchungen zum Drogennachweis

Zur Asservierung von Untersuchungsmaterial beim Verdacht der Einnahme von Drogen und Medikamenten

53. Jg. 1999, S. 755

Abstrakt: Die richtige fallbezogene Asservierung von Körperflüssigkeiten und sonstigen Materialien kann für den Verlauf eines Verfahrens von entscheidender Bedeutung sein. Oft stellt sich erst in der Hauptverhandlung heraus, daß die Untersuchung anderer zusätzlicher Asservate eine bessere Grundlage für die Beantwortung spezieller Fragen im Rahmen der Begutachtung dargestellt hätte. Im folgenden Beitrag wird die forensisch-toxikologische Bedeutung der wichtigsten Asservatarten beschrieben und diskutiert. Die Informationen sollen dazu beitragen, daß je nach Fragestellung eine optimale Asservierung vorgenommen wird.

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Autor/en:
Schütz, Harald
Weiler, Günter
Stichwort(e):
Drogennachweis, zur Asservierung von Untersuchungsmaterial


Schußwaffengebrauch bei Festnahme(versuch)

53. Jg. 1999, S. 760

Rechtsprechung: BGH vom 25.03.1999 - 1 StR 26/99 -

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Stichwort(e):
Schußwaffengebrauch, bei Festnahme


Zur Identifikation einer Wasserleiche

Bericht über einen ungewöhnlichen Fall

53. Jg. 1999, S. 761

Abstrakt: Bei der Untersuchung einer aus dem Wasser geborgenen Leiche stellt sich immer auch die Frage nach der Identität. Die Identifizierung gelingt in der Regel einfach, wenn die Leiche Effekten (z.B. Brieftasche) bei sich trägt oder wenn sie gut erhalten ist und dann Angehörigen oder Bekannten zur Identifikation vorgeführt werden kann. Bedeutend schwieriger wird die Situation, wenn die Leiche bereits erhebliche Zersetzungserscheinungen aufweist oder wenn nur Leichenteile vorliegen. Wir möchten über einen solchen Fall und den Untersuchungsgang berichten und dabei aufzeigen, wie sich die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Polizei, Rechtsmedizin und forensischer Zahnmedizin wieder einmal bestens bewährt hat.

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Autor/en:
Germann, Ursula
Nigg, Siegfried
Sigrist, Thomas
Stichwort(e):
Identifikation, einer Wasserleiche


Nachdiplomstudium "Wirtschaftskriminalistik"

Ein Projekt für schweizerische Fachhochschulen

53. Jg. 1999, S. 763

Abstrakt: Mit dem Projekt "Hochschullehrgang für Wirtschaftskriminalistik" hat sich die Schweiz ein ehrgeiziges Ziel für die interdisziplinäre Weiterbildung von Fachleuten in diesem für den Wirtschafts- und Finanzplatz heiklen und äußerst rufschädigenden Kriminalitätsbe-reich gesetzt. Damit soll das Wissen und Können im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität gebündelt und leichter zugänglich gemacht werden; von großem Gewicht sind aber auch die Früherkennung und Prävention in den Unterneh-men selbst. Fachleute der Justiz, der Strafverfolgungsbehörden, der Polizei und - was neu ist - auch der Privatwirtschaft werden dabei in einem gemeinsamen Ausbildungssystem erfaßt.

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Autor/en:
Uster, Hanspeter
Stichwort(e):
Wirtschaftskriminalistik, Hochschullehrgang in der Schweiz


Klausur mit Lösung im Fach Strafprozeßrecht

53. Jg. 1999, S. 767

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Autor/en:
Lang, Eckart