53. Jg. 1999, S. 642
Abstrakt: Die Erforschung einer der besorgniserregendsten und schockierendsten Erscheinungsformen der Gewaltdelinquenz, der seriellen Tötung, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Nunmehr können Ergebnisse einer erstmals im deutschsprachigen Raum durchgeführten empirischen Studie vorgelegt werden, die unter anderem nachweisen, daß die vornehmlich im angloamerikanischen Schrifttum vielfach nachzulesende Focussierung des Serientäters als Sexualmörder einer unangemessenen Simplifizierung dieses vielschichtigen und hochkomplexen Gewaltphänomens gleichkommt. Im 1. Teil dieses Aufsatzes erfolgt eine systematische kriminologische Einordnung insbesondere unter Berücksichtigung motivationaler und phänomenologischer Aspekte.
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53. Jg. 1999, S. 651
Abstrakt: Das besondere Risiko, das von der Kriminalität russischer Provenienz ausgeht, ist in ihrer Genesis und Ausprägung begründet. Kernproblem ist das fatale Wechselspiel zwischen Organisierter Kriminalität und staatlicher Gewalt, von dem selbst höchste Staatsämter nicht ausgenommen zu sein scheinen. Im folgenden Beitrag werden die darauf beruhenden Probleme deutscher Unternehmen im Rußlandgeschäft vorgestellt und es wird der Versuch unternommen, Präventionsmöglichkeiten aufzuzeigen.
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53. Jg. 1999, S. 656
Rechtsprechung: BayObLG vom 25.02.1999 - 5 St RR 240/98 -
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53. Jg. 1999, S. 657
Abstrakt: Seit wenigen Jahrzehnten erleben wir, wie die Informatik als junger Zweig der Naturwissenschaften sich anschickt, unsere berufliche und private Welt auf dramatische Weise umzugestalten. An der Schwelle zum 21. Jahrhundert stehen wir bereits mitten im Zeitalter der elektronischen Information. Überall dort, wo die Anwendung von Hochtechnologien der Menschheit große Zukunftschancen verspricht, lauern oft auch Risiken und Gefahren. Die technologische Entwicklung, so wird es mancherorts zur These erhoben, begünstigt einseitig die Kriminalität und untergräbt systematisch das Abwehrpotential der Sicherheitsbehörden. Dabei stellt sich die Frage, ob nicht die Chancen, die der technische Fortschritt auch und gerade für die Polizeiarbeit eröffnet, übersehen oder zumindest unterschätzt werden.
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53. Jg. 1999, S. 672
Rechtsprechung: LG Aachen vom 16.10.1998 - 86 Qs 63/98 -
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53. Jg. 1999, S. 673
Abstrakt: Die in den USA gegen kriminelle Kollektive entwickelte Ermittlungsmethode "Racketeering Enterprise Investigation - REI -" stößt auch bei uns auf zunehmendes Interesse. Ob und wie aber ein solcher Unternehmensansatz auf deutsche Verhältnisse übertragen werden kann, hängt vorderhand von den je aktuellen Formen Organisierter Kriminalität ab. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im folgenden Beitrag untersucht werden, legen aber bereits auf den ersten Blick nahe, daß völlig eigenständige Konzepte entwickelt werden müssen, wenn die REI-Theorie in die deutsche Ermittlungswirklichkeit umgesetzt werden soll.
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53. Jg. 1999, S. 678
Rechtsprechung: OLG Köln vom 19.01.1999 - Ss 526/98 -
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53. Jg. 1999, S. 679
Abstrakt: Im hier vorgestellten Brandfall konnte durch Versuch nachgewiesen werden, daß der Lumpen, mit dem am Vorabend vergossener Naturharzöl-Imprägniergrund aufgewischt wurde, sich von selbst, also ohne äußere Zündquelle, entzünden konnte. Die physikalischen/ chemischen Grundlagen der Selbstentzündung werden erörtert und geben dem polizeilichen Brandermittler wesentliche Hinweise für seine praktische Arbeit.
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53. Jg. 1999, S. 681
Abstrakt: Wenn man die allgemeine Zustimmung betrachtet, der sich die interdisziplinäre Kriminalprävention seit Jahren erfreut, kann leicht der Eindruck entstehen, die Voraussetzungen für ihre praktische Realisierung könnten besser nicht sein. Dabei hat diese scheinbar optimale Ausgangssituation durchaus ihre Schattenseiten. Wie bei anderen Trendphänomenen auch, hat die der Sache anhaftende Popularität vielfach ein stärkeres Interesse gefunden als die Sache selbst, weil Popularität eine ideale Plattform zur öffentlichen Selbstdarstellung bietet. Der folgende Artikel versucht die Dinge in die richtigen Relationen zu setzen.
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53. Jg. 1999, S. 686
Abstrakt: so gelangt man recht schnell zu einer sehr ketzerischen Frage: Warum wollen wir so ein Programm überhaupt einführen? Zweifellos ist es richtig, daß INPOL-aktuell in den nächsten Jahren zusam-menbrechen wird, wenn wir es nicht vorher ausschalten. Es ist aber auch Tat-sache, In seinem Artikel über den Entwicklungsstand von INPOL-neu in KRIMINALISTIK 8/99, S. 532ff., hat Peter Sehr auch die Probleme und Risiken der Realisierung aus der Sicht des BKA beschrieben und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der damit verbundene historische Kraftakt gelingen möge. Mit dem hier folgenden Diskussionsbeitrag beleuchtet der Projektleiter INPOL-neu des Landeskriminalamts Thüringen den Sachstand aus dem Blickwinkel eines Bundeslandes und gibt damit zugleich einen Einblick in die Problemfelder aller beteiligten Länder.
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53. Jg. 1999, S. 687
Abstrakt: Enthauptungen - die vollständige Abtrennung des Kopfes vom Rumpf also - gehören in der Praxis des kriminalpolizeilichen Todesermittlers sicher zu den seltenen Ausnahmefällen. Eher kommen tiefreichende Schnittverletzungen der Halsweichteile i. S. einer nicht vollständigen Dekapitation vor. In beiden Fällen wird es indessen Zweifel an einer Suizidalität des Geschehens geben, eine Tatsache, die die Ermittlungen schnell in eine falsche Richtung führen kann.
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53. Jg. 1999, S. 689
Abstrakt: Im Herbst 1995 hat die Auffindung eines zunächst unbekannten toten Knaben die Presse und die Öffentlichkeit in der Schweiz in Atem gehalten. Nachdem später die aus Deutschland stammenden Eltern des Knaben mit ihrem Auto schwer "verunfallten" und sich herausstellte, daß sie mit ihrem Sohn mehrfach versucht hatten, aus dem Leben zu scheiden, sorgte der Fall auch in Deutschland für Schlagzeilen. Die besondere Tragik einer Familie, die den einzigen Ausweg im gemeinsamen Tod suchte und vermutlich dabei das Kind verlor, die umfangreichen und schwierigen Ermittlungsarbeiten und die intensive Zusammenarbeit zwischen Polizei und Rechtsmedizin in einem Fall mit ungelösten Fragen erscheinen uns mitteilungswürdig.
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