Verdachts- und ereignisunabhängige Polizeikontrollen

Zulässige Fortentwicklung des Polizeirechts oder Angriff auf rechtsstaatliche Grundfesten?

53. Jg. 1999, S. 290

Abstrakt: Verfassungsrechtliches Fundament für die Ausgestaltung des Polizeirechts ist und bleibt das Prinzip des sozialen Rechtsstaates. Die Forderungen, das Polizeirecht müsse mit allen rechtsstaatlichen Garantien ausgestattet und gleichzeitig ganz uneingeschränkt sozial sein, sind nicht leicht auf einen Nenner zu bringen. Ungeachtet dessen wird es in Zukunft ganz entscheidend darum gehen, die Kriminalität so in den Griff zu bekommen, daß der innere Rechtsfrieden gewahrt bleibt. Ob verdachts- und ereignisunabhängige polizeiliche Kontrollen dazu ein geeignetes Instrument sein können, wird im folgenden Beitrag untersucht.

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Autor/en:
Walter, Bernd
Stichwort(e):
Polizeikontrollen, verdachts- und ereignisunabhängige


Abhören von Gesprächen eines U-Gefangenen

53. Jg. 1999, S. 295

Rechtsprechung: BGH vom 24.07.1998 - 3 StR 78/98 -

 

Stichwort(e):
Abhören, von Gesprächen eines U-Gefangenen


Kriminologie der Sexualdelikte - Teil 2

Neue Forschungsergebnisse zu Erscheinungsformen, Ursachen und Reaktionsmöglichkeiten

53. Jg. 1999, S. 297

Abstrakt: Nachdem im 1. Teil des Aufsatzes (vgl. KRIMINALISTIK 4/99, S. 233ff.) im wesentlichen die Phänomenologie der Sexualdelikte, Kriminalätiologie und Opferschäden behandelt wurden, folgen in diesem 2. Teil Straftäter- und Opferbehandlung. Dabei wird deutlich, daß die Sexualstraftat in der Regel nicht Symptom einer Krankheit ist und deshalb das traditionelle medizinische Konstrukt der Behandlungs-Motivation zu eindimensional und zu statisch ist. Nach dem derzeitigen Forschungsstand hat ein differentielles Behandlungsmodell Präferenz, bei dem ein kognitiv-behaviorales Training mit speziellem Rückfall-Verhütungs-Training kombiniert wird. Bei der Opferbehandlung geht es neben der Heilung psychosozialer Verletzungen auch um den Zweck, eine Reviktimisierung möglichst zu verhindern.

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Autor/en:
Schneider, Hans Joachim
Stichwort(e):
Sexualdelikte, neue Forschungsergebenisse zu Erscheinungsformen


Durchsicht von PC-Datenträgern

53. Jg. 1999, S. 302

 

Stichwort(e):
PC-Datenträger, Durchsicht von


Das Berufsbild der Polizei

Ist-Zustand und Versuch einer Polizeiphilosophie

53. Jg. 1999, S. 303

Abstrakt: Das Berufsbild der Polizei ist die Beschreibung des Polizeiberufs insgesamt sowie einzelner Sparten und Laufbahnen, definiert das Polizei-Lexikon. Es wird primär geprägt durch die Stellung im Verfassungsgefüge und näher bestimmt durch normativ definierte Aufgaben und Befugnisse, durch Ausbildung, Organisation und Ausrüstung, aber auch durch die Pflichten und Rechte des Polizeibeamten. Ungeachtet dessen ist eine wegweisende Handlungsorientierung nicht oder allenfalls facettenhaft in unterschiedlichsten Programmen, Erlassen und Grundsatzpapieren vorhanden. Der insgesamt eher deprimierende Status quo und wünschenswerte Entwicklungen werden im folgenden Aufsatz beschrieben.

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Autor/en:
Groß, Adalbert
Stichwort(e):
Berufsbild, der Polizei


Dichtung und Wahrheit zur schweizerischen Drogenpolitik

Zugleich eine Replik auf den Beitrag von Prof. DDr. Walter Hauptmann "Strafrechtliche Sozialkontrolle" in KRIMINALISTIK 1/99

53. Jg. 1999, S. 311

Abstrakt: In seinen rechtspolitischen Betrachtungen zum Szenarium Drogenkriminalität hat Hauptmann auch Ausführungen "zur Einführung einer legalen Abgabe von 'harten Drogen' " in der Schweiz gemacht (S.23). Dazu stellt Killias vom Instiut de police scientifique et de criminologie der Universität Lausanne, das an der Auswertung der Versuchsergebnisse beteiligt ist, in der folgenden Replik fest, daß Hauptmann seine Aussagen im wesentlichen auf Medienberichte gestützt hat und damit kaum die notwendige sachliche Auseinandersetzung zur Drogenverschreibung an Süchtige fördere.

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Autor/en:
Killias, Martin
Stichwort(e):
Drogenkriminalität, in der Schweiz


EDV-Unterstützung im Projektmanagement

Zum Einsatz von Projektplanungsprogrammen

53. Jg. 1999, S. 313

Abstrakt: In KRIMINALISTIK 4/99, S. 251ff., haben wir Projektmanagement als eine Arbeitsmethode vorgestellt, mit der auch im polizeilichen Bereich komplexe analytische Aufgabenstellungen in der Regel besser als durch die"normale" Linienorganisation bewältigt werden können. Projektarbeit mit all ihren Arbeitsschritten darf indessen nicht die Energie für die eigentliche Analyse verbrauchen. Deshalb ist eine Unterstützung durch EDV-Verfahren stets auch in Erwägung zu ziehen. Mit dem folgenden Beitrag werden die Werkzeuge vorgestellt, die im Projektmanagement des Bundeskriminalamts eingesetzt werden.

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Autor/en:
Bialas, Martin
Stichwort(e):
Projektmanagement, Unterstützung durch EDV-Verfahren


Beschlagnahme(-freiheit) von Krankenunterlagen

53. Jg. 1999, S. 315

Rechtsprechung: BGH vom 13.11.1997 - 4 StR 404/97 -

 

Stichwort(e):
Beschlagnahme, von Krankenunterlagen


Die Hessische Panzerknackerbande

Zur Kasuistik von Raubüberfällen auf Geldtransporte

53. Jg. 1999, S. 318

Abstrakt: Westernfilme vermitteln auch dem kriminalistischen Laien die Erkenntnis, daß Postkutschen, in denen oft auch Gold befördert wurde, schon immer ein beliebtes Ziel von Raubüberfällen waren. Die Transportmittel haben sich geändert, das begehrte Gut indessen nicht. So gehören Raubüberfälle auf Geldtransporte immer noch zum Standardrepertoire von Räubern und damit zu jenen Ereignissen, mit denen sich die kriminalpolizeilichen Fachkommissariate immer wieder einmal zu befassen haben. Erstaunlicherweise sind Berichte über Raubüberfälle auf Geldtransporte oder Autofallenraube in der kriminalistischen Fachliteratur aber eher selten. Der folgende Artikel beschreibt nun eine Serie solcher Taten und deckt überraschende kriminalistisch/kriminologische Zusammenhänge auf.

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Autor/en:
Müller, Stefan
Stichwort(e):
Raubüberfall, hessische Panzerknackerbande


Löschung polizeilich gespeicherter Daten

53. Jg. 1999, S. 322

Rechtsprechung: VG Bayreuth vom 17.09.1998 - B 4 S 98.808 -

 

Stichwort(e):
Daten, personenbezogene, Löschung von gespeicherten


Brand einer elektrostatischen Lackieranlage

Zur Kasuistik ungewöhnlicher Brandursachen

53. Jg. 1999, S. 323

Abstrakt: Bei der Brandursachenermittlung geht es meist darum, in einem mehrstufigen Selektionsverfahren alle Brandursachen auszuscheiden, die mit Sicherheit nicht in Frage kommen. Im folgenden Beitrag wird ein Fall beschrieben, bei dem diese klassische Vorgehensweise nicht ohne weiteres zum Ziel führte, sondern sich der kriminalpolizeiliche Brandermittler in enger Zusammenarbeit mit einem Elektrosachverständigen über elektrotechnisches Grundlagenwissen der Brandursache nähern müßte.

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Autor/en:
Weihser, Dieter
Stichwort(e):
Brandursachenermittlung, Brand einer elektrostatischen Lackieranlage


Das DNA-Identitätsfeststellungsgesetz (DNA-IdFG)

53. Jg. 1999, S. 325

Abstrakt: Durch Gesetz zur Änderung der Strafprozeßordnung (DNA-Identitätsfeststellungsgesetz) vom 7. September 1998 (BGBl. I 1998, 2646) wurde nach § 81f StPO ein neuer § 81g angefügt sowie eine Regelung bezüglich bereits Verurteilter getroffen. In einer Verwendungsregelung wird expressis verbis festgelegt, daß die Speicherung der aufgrund dieses Gesetzes gewonnenen DNA-Identifizierungsmuster beim BKA zulässig ist und daß sie nach dem Bundeskriminalamtgesetz verarbeitet und genutzt werden können.

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Autor/en:
König, Josef
Stichwort(e):
DNA-Identitätsfeststellungsgesetz (DNA-IdFG), Erläuterung
Strafprozeßordnung, DNA-Identitätsfeststellungsgesetz s. DNA-IdFG


Urkundenfälschung durch Überkleben eines Verkehrsschildes?

53. Jg. 1999, S. 327

Rechtsprechung: OLG Köln vom 15.09.1998 - Ss 395/98 -

 

Stichwort(e):
Urkundenfälschung, durch Überkleben eines Verkehrsschildes


Aktenzeichen XY ... Ungelöst

Mit einem Fahndungsfall dabei gewesen

53. Jg. 1999, S. 328

Abstrakt: Obwohl gelegentlich mit dem Attribut "umstritten" versehen, ist die Erfolgsbilanz der Fernsehsendung "Aktenzeichen: XY ... ungelöst" beeindruckend. Das gilt insbesondere unter dem Aspekt, daß nur Straftaten und Straftäter in die "Fahndung" aufgenommen werden, bei denen die polizeilichen Ermittlungsmaßnahmen ausgeschöpft sind und nicht zum Erfolg geführt haben. Der folgende Beitrag will einen kurzen Blick hinter die Kulissen der Sendung ermöglichen.

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Autor/en:
Wünsch, Ingo
Stichwort(e):
Aktenzeichen XY, Fahndungsfall


Anthropologische Vergleichsuntersuchungen

Ein Fußabdruck als Indiz bei der Morduntersuchung

53. Jg. 1999, S. 330

Abstrakt: Die Personenerkennung ist ein komplexes kriminalistisches System, in dem individuelle körperliche Merkmale eine wesentliche Rolle spielen. Im folgenden Beitrag berichten die Autoren über den Versuch, zwölf Jahre nach der Tat durch anthropologische Vergleichsuntersuchungen einen Identitätsnachweis zu führen und damit zur Überführung eines Tatverdächtigen beizutragen.

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Autor/en:
Hanschmann, Horst
Schott, Cornelius
Stichwort(e):
Anthropologische Vergleichsuntersuchungen, Fußabdruck als Indiz bei der Morduntersuchung
Identitätsnachweis, anthropologische Vergleichsuntersuchungen


Haar- und Textilfaseruntersuchungen

Standortbestimmung anhand der Literatur 1995 bis 1998

53. Jg. 1999, S. 333

Abstrakt: Der Wissenschaftliche Dienst der Stadtpolizei Zürich betreute über mehrere Jahre zusammen mit dem Bundeskriminalamt Wiesbaden für INTERPOL das Fachgebiet "Fasern". In der Folge wurden periodisch entsprechende Übersichtsartikel veröffentlicht. Seit 1995 umschließt dieser Auftrag auch das Gebiet "Haare". Die neuesten Erkenntnisse wurden beim 12th ICPO INTERPOL FORENSIC SCIENCE SYMPOSIUM im Oktober 1998 in Lyon/F vorgetragen. Sie sind nachfolgend in leicht veränderter Fassung wiedergegeben. Dabei wird bei beiden Fachgebieten auf die DNA-Profilbestimmung hingewiesen, die in verschiedener Weise die forensischen Untersuchungen von Haaren und Textilfasern beeinflussen. Es wird aufgezeigt, wie es zu dieser Situation kam und wie damit umgegangen werden muß.

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Autor/en:
Brüschweiler, Walter
Grieve, Michael
Stichwort(e):
Haar- und Textilfaseruntersuchungen, Standortbestimmung anhand der Literatur


Sicherheitsmarketing - Sicherheit bedürfnisgerecht erbringen

Ein erfolgreiches partnerschaftliches Konzept im Kanton Bern

53. Jg. 1999, S. 341

Abstrakt: Kostendruck, Sparmaßnahmen und Personalengpässe auf der einen Seite, steigende Kriminalitätsrate, neue Kriminalitätsformen, zunehmende Verunsicherung von Teilen der Bevölkerung auf der anderen. Die Polizei ist gefordert. Gefordert, den Sicherheitsauftrag nach unternehmerischem Denken und Handeln zu erfüllen. Das Verbrechen effizient zu bekämpfen. Vernetzt zu denken und zu handeln. Aktiv mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Und nach neuen Wegen zu suchen. Sicherheitsmarketing ist ein erfolgreicher Ansatz dazu.

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Autor/en:
Niederhauser, Kurt
Stichwort(e):
Sicherheitsmarketing, bei der schweizer Polizei


Kriminalität in der Chefetage

Ein Beispiel aus der Praxis

53. Jg. 1999, S. 344

Abstrakt: Der nachfolgende Beitrag zeigt anhand eines Beispiels aus der Praxis, mit welchen Aufgaben man bei der Ermittlung von Unregelmäßigkeiten, begangen durch Angehörige des Topmanagements von Dienstleistungsbetrieben, konfontiert sein kann. Er will für die speziellen Probleme in einem solchen Umfeld sensibilisieren und Anregungen für deren Lösung vermitteln.

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Autor/en:
Tewlin, Daniel
Stichwort(e):
Wirtschaftskriminalität, Kriminalität in der Chefetage