OK-Bekämpfung in Österreich

Strafrechtsnovelle regelt "Lauschangriff" und "Rasterfahndung"

52. Jg. 1998, S. 770

Abstrakt: In Österreich ist die Diskussion um bestimmte Ermittlungsmethoden zur wirksamen Bekämpfung Organisierter Kriminalität ähnlich kontrovers und auch emotionsgeladen verlaufen wie in Deutschland. Das fordert zu einer vergleichenden Betrachtung der erzielten Ergebnisse heraus. Bemerkenswertester Unterschied: das Österreichische Strafgesetzbuch enthält jetzt eine Definition dessen, was eine "kriminelle Organisation" ist. Trotz vieler - notgedrungen - normativer Elemente erscheint die gefundene Legaldefinition praktikabel und geeignet, auch jene zur Besinnung zu bringen, die ohne sie immer noch in Zweifel ziehen konnten, daß es Organisierte Kriminalität überhaupt gibt.

 

Autor/en:
Hübner, Eleonora
Stichwort(e):
Lauschangriff, in Österreich
OK-Bekämpfung, in Österreich
Österreich, OK-Bekämpfung
Rasterfahndung, in Österreich
Rechtsschutzbeauftragter, in Österreich


Anstellungsbetrug durch Verschweigen einer früheren Stasi-Tätigkeit

52. Jg. 1998, S. 775

Rechtsprechung: BVerfG, 2. Kammer des 2. Senats vom 20.05.1998 - 2 BvR 1385/95 -

 

Stichwort(e):
Anstellungsbetrug, durch Verschweigen von früherer Stasi-Tätigkeit


Regionalanalysen - Modeerscheinung oder unverzichtbares Planungselement?

Die kriminologische Regionalanalyse Rosenheim

52. Jg. 1998, S. 776

Abstrakt: .In KRIMINALISTIK 12/97, S. 811ff., haben Wälter/Pannenbäcker die Schwierigkeiten geschildert, die mit "groß angelegten" kriminologischen Regionalanalysen regelmäßig einhergehen. Der folgende Beitrag beschreibt nun ein Musterbeispiel für eine kleinräumige und differenzierte Lagedarstellung, die als polizeilicher Beitrag zur kommunalen Kriminalprävention mit beherrschbaren Mitteln und ohne wissenschaftlichen Beistand geleistet werden kann. Daran knüpft der Autor die Frage, ob als Ergebnis einer kriminologischen Regionalanalyse letztlich ein Untersuchungsbericht nützt, der so umfangreich und komplex ist, daß er selbst wieder der Analyse bedarf.

 

Autor/en:
Luff, Johannes
Stichwort(e):
Kriminologische Regionalanalysen
Regionalanalysen, kriminologische


Beleidigung - Kundgabe von Mißachtung

Polizeibeamte als Opfer oder Täter von Beleidigungsdelikten

52. Jg. 1998, S. 781

Abstrakt: "Die Ehre ist das subtilste, mit den hölzernen Handschuhen des Strafrechts am schwersten zu erfassende und daher am wenigsten wirksam geschützte Rechtsgut unseres Strafrechtssystems" stellen Maurach/Schroeder/Maiwald in ihrem Lehrbuch des Strafrechts fest. Bei den vielgestaltigen Beziehungen zwischen Polizei und Bürgern ergeben sich auch Reibungsflächen, die im Einzelfall die präzise Bestimmung dessen nötig macht, was der Ehrbegriff umfassen soll und welches die Maßstäbe bei vermeintlichen Ehrverletzungen sind. Der folgende Beitrag versucht einen Einblick zu geben.

 

Autor/en:
Nock, Carsten
Stichwort(e):
Beleidigungsdelikte, Polizeibeamte als Opfer und Täter


KRIMINALISTIK - Eine Klasse für sich

Erfahrungen mit Publikationen in der Fachzeitschrift KRIMINALISTIK

52. Jg. 1998, S. 785

Abstrakt: Unsere Autoren berichten immer wieder von positiven und äußerst willkommenen Nachwirkungen, die Publikationen in Kriminalistik nach sich gezogen haben. Das sind in aller Regel Vortragsangebote der Fachwelt und Interviewbegehren der Medien. Stephan Harbort hat die ganze Bandbreite solcherart Offerten erlebt. Wir haben ihn deshalb gebeten, seine Erfahrungen mit eigenen Publikationen in Kriminalistik aufzuschreiben und damit unseren Lesern auch Tips für den Umgang mit Medien zu geben.

 

Autor/en:
Harbort, Stephan
Stichwort(e):
Fachzeitschrift KRIMINALISTIK, Erfahrungen mit Veröffentlichungen in der


Zur gerichtlichen Kontrolle einer Sperrerklärung bezüglich einer V-Person

52. Jg. 1998, S. 788

Rechtsprechung: BGH vom 24.06.1998 - 5 AR (VS) 1/98 -

 

Stichwort(e):
V-Person, gerichtliche Kontrolle einer Sperrerklärung


Kriminalistisches Denken und polizeiliche Tatsachenfeststellung - Teil 4

Phänomenologie und Hermeneutik

52. Jg. 1998, S. 789

 

Autor/en:
Getto, Winfried
Stichwort(e):
Hermeneutik
Kriminalistisches Denken, und polizeiliche Tatsachenfeststellung
Phänomenologie, als Denkmethode


Manipulationen am Telefax

52. Jg. 1998, S. 795

Rechtsprechung: OLG Zweibrücken vom 03.04.1998 - 1 Ss 34/98 -

 

Stichwort(e):
Telefax, Manipulationen


Brand durch "Handy"-Attrappe

Zur Kasuistik exotischer Zündquellen

52. Jg. 1998, S. 796

Abstrakt: Bei dem hier geschilderten Wohnungsbrand wurde ein Zimmer stark beschädigt und der Rest der Wohnung durch Rauch- und Rußkondensation erheblich verschmutzt. Während die Kriminalpolizei einen fahrlässigen Umgang mit offenen Flammen vermutete, sah die Mieterin die Ursache in der bereits als defekt gemeldeten und von einer Fachfirma überprüften Gasetagenheizung. Die nähere Untersuchung des Brandes ergab indessen eine ganz andere Ursache: ein Gasfeuerzeug in der Form einer "Handy"-Attrappe.

 

Autor/en:
Hölemann, Hans
Schildhauer, Peter
Stichwort(e):
Brandermittlung, Kasuistik exotischer Zündquellen


KT, quo vadis?

Die Kriminaltechnik im Spagat zwischen Recht, Unabhängigkeit, Qualität und Kosten

52. Jg. 1998, S. 799

Abstrakt: Der Kriminaltechnik obliegt es, im Rahmen der Aufklärung von Straftaten sachliche Beweise und Spuren zu untersuchen und auszuwerten. Vor allem die in der Vergangenheit dabei erreichten Standards und qualitativen Entwicklungssprünge haben die naturwissenschaftlich-technische Dimension der gesamten Kriminalistik bestimmt. Jetzt sei es an der Zeit, so der Autor des folgenden Beitrags, für eine neue Balance zu sorgen, damit nicht Fachfremde beginnen, die Kriminaltechnik soweit umzugestalten, daß sie Gefahr läuft, in ihrem Wesen auszutrocknen

 

Autor/en:
Simmross, Ulrich
Stichwort(e):
Kriminaltechnik, eine Standortbestimmung


Gewalt in Schulen

Ergebnisse einer Befragung von Lehrern und Schülern zur Gewalt- und Drogenkriminalität

52. Jg. 1998, S. 811

Abstrakt: Wir haben das Thema "Gewalt in der Schule" zuletzt mit zwei Aufsätzen in KRIMINALISTIK 7/95, S. 887ff., und 10/95, S. 618ff. (Bochumer Studie zur Gewalt an Schulen) ausführlich behandelt. Da stellt sich die Frage, ob sich seitdem Grundlegendes geändert hat, vor allem, ob das Aggressionspotential an unseren Schulen zunimmt oder sich in der Qualität wandelt. Mit dem folgenden Beitrag werden die Ergebnisse einer Befragung von Lehrern und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern erörtert und daraus abgeleitete Präventionsaktionen vorgestellt.

 

Autor/en:
Montag, Ralf
Weitemeier, Ingmar
Stichwort(e):
Gewalt, in Schulen


Kriminalistik und Rechtsmedizin

Bericht über die 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin

52. Jg. 1998, S. 815

Abstrakt: Die Bedeutung, die der Rechtsmedizin beigemessen wird, mag schon aus der Tatsache abgeleitet werden, daß rund 400 Teilnehmern, darunter zahlreiche Vertreter aus Justiz und Polizei, 125 Vorträge und 122 Poster vorgestellt wurden. Mit dem folgenden Bericht informiert der Autor ¸ber Themen mit kriminalistischen Bezügen, wobei Grenzfälle denkbar und Überschneidungen nicht ausgeschlossen sind. - Hinter einem großen Teil der Referate stehen Autorenteams, von denen hier jeweils nur der/die Vortragende genannt wird.

 

Autor/en:
Händel, Konrad
Stichwort(e):
Rechtsmedizin, Bericht über die 77. Jahrestagung


Polizeidienst und psychische Traumen

Eine Pilotstudie über traumatisierende Erlebnisse und deren Bewältigung

52. Jg. 1998, S. 819

Abstrakt: Soweit ersichtlich hat zuletzt Scheler 1982 eine Rangskala der Streßbelastungen von Polizeibeamten aufgestellt. In dieser Skala wurden "erwartungsgemäß" polizeiliche Tätigkeiten wie Schußwaffengebrauch oder auch Durchsuchungen bei gefährlichen Gewalttätern mit den höchsten Rangwerten versehen. Die Erfassung von extremer Belastung im Dienst und interindividueller Unterschiede im Erleben und Verarbeiten traumatisierender Ereignisse von Polizeibeamten bilden nun den Gegenstand des hier folgenden Aufsatzes.

 

Autor/en:
Gasch, Ursula
Stichwort(e):
Polizeidienst, traumatisierende Erlebnisse


Polizeitechnik im Wandel der Zeit

Möglichkeiten und Herausforderungen am Beispiel des automatischen Fahrzeugnummern-Erkennungssystems (AFNES)

52. Jg. 1998, S. 825

Abstrakt: Im folgenden Beitrag setzten sich die beiden Autoren zunächst etwas kritisch mit dem heutigen Stand der Polizeitechnik auseinander. Im Spannungsfeld von Politik, Datenschutz, rasanter technischer Entwicklung, Erneuerung und Globalisierung sowie Finanzknappheit der öffentlichen Hand hat die Polizeitechnik, als eines der wichtigsten Instrumente der Ordnungshüter, zur Zeit einen schweren Stand. Wie am Beispiel der automatischen Fahrzeugnummern-Erkennung aufgezeigt wird, gibt es aber auch sehr positive Lichtblicke, die es durchaus wert sind, im Interesse einer wirkungsvollen Prävention und Strafverfolgung seriös, zielgerichtet und mit hoher Priorität weiterverfolgt zu werden

 

Autor/en:
Pfister, Roman
Siegrist, Herbert
Stichwort(e):
AFNES, Fahrzeugnummernerkennungssystem in der Schweiz
Fahrzeugnummernerkennungssystem, automatisches (AFNES)


Prüfungsklausur mit Lösung im Fach Kriminologie

52. Jg. 1998, S. 831

 

Autor/en:
Nisse, Reingard


Was heißt "Professionalität polizeilicher Dienstleistungen"?

Eine psychologische Betrachtung am Beispiel einer Blutprobe mit Widerstand

52. Jg. 1998, S. 835

 

Autor/en:
Scheler, Uwe


Der Realakt

Theoretische Schöpfung der Rechtswissenschaft oder notwendiges Instrument der Verwaltungspraxis?

52. Jg. 1998, S. 838

 

Autor/en:
Brenneisen, Hartmut
Martins, Michael