Zur Messung der Kriminalitätsbelastung

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) versus Dunkelfeld-/Opferstudien

52. Jg. 1998, S. 618

Abstrakt: Die Idee, Kriminalität als Menge der während eines bestimmten Zeitraums in einer bestimmten Gesellschaftsformation geschehenen Straftaten "messen" und vergleichen zu wollen, ist sicher ein altes Anliegen der Menschheit. Der eben abgelaufene Wahlkampf zur Bundestagswahl 1998 hat aber erneut deutlich gemacht, wie schwierig eine differenzierte Verständigung über die Kriminalitätswirklichkeit ist. Der folgende Aufsatz versucht, zu aussagekräftigen Schätzungen der Kriminalitätsbelastung durch Verbindung der beiden Informationsquellen PKS und Opferstudien zu kommen.

 

Autor/en:
Kury, Helmut
Obergfell-Fuchs, Joachim
Stichwort(e):
Kriminalitätsbelastung, Messung der


DNA-Identitätsfeststellungsgesetz in Kraft

52. Jg. 1998, S. 627

 

Stichwort(e):
DNA-Identitätsfeststellungsgesetz, Inkrafttretung am 11.9.98


Rauschgift und Kriminalität

Der Drogen- und Medikamentenmißbrauch im Straßenverkehr und bei Kriminaldelikten

52. Jg. 1998, S. 628

Abstrakt: Daß Alkohol als mitgestaltender Faktor bei der Begehung von Straftaten eine nicht unbedeutende Rolle spielt, wird im Prinzip nicht bestritten. Die Beziehungen zwischen Rauschgift, Medikamenten und Kriminalität sind indessen unklar, jedenfalls soweit es sich nicht um die (weitgehend kriminalisierte) Erzeugung und den Handel, Erwerb, Konsum oder Besitz illegaler Drogen dreht. Der folgende Aufsatz untersucht generelle Auswirkungen des Drogen- und Medikamentenkonsums auf das Kriminalitätsaufkommen und will vor allem die Polizei auf Drogenerkennungsprogramme und die damit zusammenhängenden Probleme aufmerksam machen.

 

Autor/en:
Hartung, Martin
Mischkowitz, Robert
Möller, Manfred R.
Stichwort(e):
Drogen- und Medikamentenmißbrauch, im Straßenverkehr/ bei Kriminaldelikten
Drogenerkennung, Schulungsprogramm für Polizeibeamte
Straßenverkehr, Drogen- und Medikamentenmißbrauch


Braucht Kriminalistik eine innere Führung?

Betrachtungen zu Polizeimanagement, Mitarbeiterführung und Motivation

52. Jg. 1998, S. 635

Abstrakt: Die Autoren unternehmen den Versuch, Aspekte von Organisation, Management und Mitarbeiterführung auf den speziellen Bereich der Kriminalistik zu übertragen und unter einheitspolizeilichen Gesichtspunkten zu erörtern. Dieser Versuch muß indessen wegen der einstweilen noch diffusen Führungspraxis innerhalb der Polizei überwiegend im theoretischen Bereich bleiben und kann nur Idealvorstellungen entwickeln und zur Debatte stellen.

 

Autor/en:
Dreher, Gunther
Feltes, Thomas
Stichwort(e):
Kriminalilstik, innere Führung
Polizeimanagement, Mitarbeiterführung für Kriminalisten


Kriminalistisches Denken und polizeiliche Tatsachenfeststellung - Teil 2

Logik, Denkgesetze und die kriminalistische Kombination

52. Jg. 1998, S. 647

 

Autor/en:
Getto, Winfried
Stichwort(e):
Kombination, kriminalistische
Kriminalistisches Denken, und polizeiliche Tatsachenfeststellung
Motiv


Trickdiebstahl in Wohnungen

Bagatelldelikt oder organisierte Bandenkriminalität

52. Jg. 1998, S. 652

Abstrakt: Beim Trickdiebstahl in/aus Wohnungen handelt es sich um eine Deliktsform, die bei den Ermittlungsdienststellen meist nur routinemäßige Aktivitäten auslöst. Im Katalog der im Rahmen des KPMD meldepflichtigen Straftaten ist sie nicht mehr enthalten. Auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik wird dieser Begehungsart keine spezielle Bedeutung beigemessen. Dabei sind es gerade die hier praktizierten Arbeitsweisen (vgl. dazu auch Henninger in KRIMINALISTIK 4/96, S. 269ff.), die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in hohem Maße beeinträchtigen.

 

Autor/en:
Ludwig, Joachim
Reul, Manfred
Stichwort(e):
Trickdiebstahl, in Wohnungen


Verwertung von Zufallserkenntnissen aus Telefonüberwachung

52. Jg. 1998, S. 653

Rechtsprechung: BGH vom 18.03.1998 - 5 StR 693/97 -

 

Stichwort(e):
Telefonüberwachung, Verwertung von Zufallserkenntnissen


Der Konkurs der "Muster-Bau-GmbH"

Oder: Steht die Bearbeitung von Konkursermittlungsverfahren vor dem Bankrott?

52. Jg. 1998, S. 659

Abstrakt: Die kriminalistische Beschäftigung mit Konkursverfahren macht rund drei Viertel der Arbeit von Wirtschaftskriminalisten bei Polizei und Staatsanwaltschaft aus. Anhand der Entwicklung einerfiktiven (gleichwohl typischen) "Muster-Bau-GmbH" stellt der Verfasser des folgenden Aufsatzes den erheblichen quantitativen und qualitativen Ermittlungsaufwand dar, den die Bearbeitung von Konkursdelikten erfordert und knüpft daran die kriminalpolitisch relevante Frage, ob nicht die Privatklage eine adäquate Reaktion auf "kleinere" Insolvenzdelikte sein könnte.

 

Autor/en:
Wagner, Harald
Stichwort(e):
Konkursdelikte, Bearbeitung von


Die Kriminaltechnik

Sachverhaltserforschung mit wissenschaftlichen Methoden - Teil 1-

52. Jg. 1998, S. 665

Abstrakt: Kriminaltechnik ist jenes Teilgebiet der Kriminalistik, dem es obliegt, im Rahmen der Verbrechensaufklärung mit naturwissenschaftlichen Methoden sachliche Beweise und Spuren mechanischer, chemischer, physikalischer, biologischer oder medizinischer Art zu suchen, zu sichern, zu untersuchen und auszuwerten. Die Kriminaltechnik ergänzt und unterstützt mit ihren Produkten die im Rahmen der Kriminaltaktik notwendigen Maßnahmen zur Aufklärung und Verhütung von Verbrechen. Im hier folgenden 1. Teil der Arbeit werden die grundlegenden Sujets der Kriminaltechnik vorgestellt

 

Autor/en:
Baumann, Karsten
Peppersack, Thomas
Stichwort(e):
Kriminaltechnik, Sachverhaltserforschung mit wissenschaftlichen Methoden


Amtshaftung bei unterlassener Sicherstellung eines diebstahlsgefährdeten Fahrzeuges

52. Jg. 1998, S. 667

Rechtsprechung: OLG Hamm vom 13.03.1998 - 11 U 186/97 -

 

Stichwort(e):
Sicherstellung, unterlassene eines diebstahlgefährdeten Fahrzeuges


Nochmals: Die Sicherung von Schmauchspuren an der Schußhand

Latex als Fixiermittel für Schmauchspuren

52. Jg. 1998, S. 673

Abstrakt: In KRIMINALISTIK 8-9/98, S. 581ff., wurde das Verfahren zur Sicherung von Schmauchspuren an der Schußhand mittels Polyvinylalkohol PVAL beschrieben. Die Verfasser beklagten allerdings den erforderlichen Zeitaufwand und stellten in Frage, ob bei lebenden Personen die strafprozessuale Duldungspflicht (Zumutbarkeit) auch noch für die lange PVAL-Prozedur zutreffe. Im folgenden Beitrag wird nun ein sehr viel schnelleres Verfahren beschrieben und zur Diskussion gestellt.

 

Autor/en:
Pichler, Werner
Stichwort(e):
Schmauchspuren, Latex als Fixiermittel
Schmauchspuren, Sicherung mittels Latex-Milch


Die Hauptverhandlungshaft

Oder: Kommt das beschleunigte Verfahren jetzt in Schwung?

52. Jg. 1998, S. 677

 

Autor/en:
Keller, Christoph
Stichwort(e):
Beschleunigtes Verfahren
Hauptverhandlungshaft


Schrotpatrone als Erpressungsmittel

52. Jg. 1998, S. 680

Rechtsprechung: BGH vom 09.09.1998 - 4 StR 423/97 -

 

Stichwort(e):
Erpressung, Schrotpatrone als Erpressungsmittel


Amok

Transkulturelle Betrachtungen über eine Extremform menschlicher Aggression

52. Jg. 1998, S. 681

 

Autor/en:
Knecht, Thomas
Stichwort(e):
Amok, als Extremform menschlicher Aggression


Die Neuregelung des Art. 13 GG

52. Jg. 1998, S. 683

 

Autor/en:
Thiede, Frank
Stichwort(e):
Art.13 GG, zum Wohnungsbegriff
Staats- und Verfassungsrecht, Neuregelung des Art. 13 GG


Strafrechtliche Aspekte des Internet

Lösungen und Möglichkeiten

52. Jg. 1998, S. 685

 

Autor/en:
Heinzmann, Peter
Ochsenbein, Andreas
Stichwort(e):
Internet, strafrechtliche Aspekte


Der Realakt

Theoretische Schöpfung der Rechtswissenschaft oder notwendiges Instrument der Verwaltungspraxis?

52. Jg. 1998, S. 695

 

Autor/en:
Brenneisen, Hartmut
Martins, Michael