Korruption als Ausweg

Oder: Wie der Staat zur Korruption anregt

52. Jg. 1998, S. 82

Abstrakt: Nach dem idealistischen Konzept, das dem Verhalten der Beamten zugrunde gelegt ist, erscheint es unmöglich, die Forderungen des Beamtenrechts mit den tatsächlichen Bedürfnissen und Interessen der Amtsträger in Einklang zu bringen. Das verlangt nach Problemlösungen. In der genannten Situation trifft der Beamte einen Bürger an, der im Verfolg seiner Anliegen immer weniger die Reaktionen der Verwaltung und die Entscheidungen der Gerichte kalkulieren kann. Der Autor dieses Beitrages untersucht, inwieweit damit der Staat Bürgern und Beamten Korruption als Mittel zur problemlosen Erreichung ihrer Interessen geradezu aufdrängt

 

Autor/en:
Quambusch, Erwin
Stichwort(e):
Korruption, in der rechtsstaatlichen Verwaltung


Verfassungsschutz und Organisierte Kriminalität

Probleme der Einbeziehung des Verfassungsschutzes in die Vorfeldarbeit bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität

52. Jg. 1998, S. 91

 

Autor/en:
Ruhlich, Elmar
Weitemeier, Ingmar
Stichwort(e):
Verfassungsschutz, bei Bekämpfung der OK


Gesetzgeber behindert Forschung

Rechtstatsachenforschung

52. Jg. 1998, S. 96

 

Stichwort(e):
Rechtstatsachenforschung


Computersystem zur Dokumentenverwaltung

52. Jg. 1998, S. 96

 

Stichwort(e):
Informationstechnologie


Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Internationale Zusammenarbeit

52. Jg. 1998, S. 96

 

Stichwort(e):
Verbrechensbekämpfung, Internationale Zusammenarbeit


Internationale Organisierte Kriminalität

Eine Bestandsaufnahme

52. Jg. 1998, S. 97

Abstrakt: Organisierte Kriminalität ist zu einem weltweiten Phänomen geworden, das sich nur noch in internationaler Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Praktikern analysieren läßt. Ein derartiger Ansatz zur internationalen Erforschung der Organisierten Kriminalität erfolgt nunmehr in einem 1997 erschienenen Sammelband, in dem Vertreter aus Europa, den USA und Japan Einblicke in die Strukturen und Bekämpfungsmöglichkeiten der Organisierten Kriminalität geben.

 

Autor/en:
Sieber, Ulrich
Stichwort(e):
Organisierte Kriminalität, Bestandsaufnahme


Körperverletzung mit Todesfolge (Herzinfarkt

52. Jg. 1998, S. 102

Rechtsprechung: BGH vom 26.02.1997 - 3 StR 569/96 -

 

Stichwort(e):
Körperverletzung, mit Todesfolge


Die geheime Kriminalstatistik der DDR

Oder: Wie die Realität unter der Decke gehalten wurde

52. Jg. 1998, S. 103

Abstrakt: In den statistischen Jahrbüchern der DDR waren Angaben zur Kriminalität wenn überhaupt nur in allgemeiner Form und vor allem ohne Differenzierung der einzelnen Tatbestände zu finden. Fundierte Aussagen über Art und Umfang der Kriminalität geschweige denn Vergleiche waren deshalb kaum möglich. Die im folgenden Aufsatz ausgewerteten Daten stammen aus den bis zur Wende streng geheimgehaltenen Berichten des Generalstaatsanwaltes. Damit ist erstmals ein Einblick in das Lagebild und die Realität der Kriminalität in der DDR möglich.

 

Autor/en:
Mertens, Lothar
Stichwort(e):
Kriminalität, in der DDR


Geldwäschebekämpfung im Zeitalter des Electronic Banking

Oder: Von der Schwierigkeit, adäquate Bekämpfungsstrategien zu entwickeln

52. Jg. 1998, S. 107

Abstrakt: Die aktuellen Strategien der Bekämpfung der Geldwäsche sind von Handlungsabläufen und Modellen geleitet, die einen Zugriff auf Täter und Tatgewinne primär an der Schnittstelle vorsehen, an der illegales Bargeld in den Finanzkreislauf eingespeist und in Buchgeld umgewandelt wird. Dieser Ansatz hat angesichts der Tatsache, daß Finanzflüsse im System des electronic banking immer weniger transparent sind, wohl ausgedient. Im folgenden Beitrag stellt der Leiter des Referats "Grundsatzfragen der Geldwäschebekämpfung" im Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen die technischen und organisatorischen Entwicklungen moderner Bankgeschäfte unter den Aspekten der Geldwäschebekämpfung vor.

 

Autor/en:
Findeisen, Michael
Stichwort(e):
Geldwäschebekämpfung, bei Electronic Banking


Kriminalistik und Archäologie

Untersuchungen an archäologischen Funden aus dem Thorsberger Moor in Süderbrarup

52. Jg. 1998, S. 117

 

Autor/en:
Carnap-Bornheim von, Claus
Frensel, Peter
Stichwort(e):
Archäologie, und Kriminalistik
Kriminalistik, und Archäologie


Einsatz technischer Mittel

Anmerkung zum Beschluß des Ermittelungsrichters beim BGH vom 11.4.1997 (NJW 1997, 2189) zur Reichweite des § 100c Abs. 1 Nr. 2 StPO

52. Jg. 1998, S. 119

Abstrakt: Der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof hält zwar das Öffnen, nicht aber das heimliche Wegfahren eines Pkw zum Einbau einer Abhöranlage gem. § 100c Abs. 1 Nr. 2 StPO für zulässig. Würde man dem folgen, könnte eine vom Gesetzgeber vorgesehene und von einem Richter angeordnete akustische Überwachung kaum einmal durchgeführt werden. Die Autoren des folgenden Beitrags erörtern, warum diese Entscheidung einer rechtlichen Überprüfung nicht standhält und geben Hinweise für die Fassung staatsanwaltlicher Anträge.

 

Autor/en:
Krombacher, Helmut
Schairer, Martin
Stichwort(e):
Einsatz technischer Mittel, gem. § 100c Abs.1 Nr. 2 StPO


Zur Identitätsprüfung im Rahmen der Abstammungsbegutachtung

Falldarstellung eines Täuschungsmanövers bei einem Blutgruppen-Gutachten zur Klärung der Vaterschaft

52. Jg. 1998, S. 121

Abstrakt: Betrugsmanöver bei der Identitätsprüfung vor Blutentnahmen zum Zwecke der Vaterschaftsfeststellung sind selten. Die Möglichkeit der gezielten Täuschung und Urkundenfälschung in Abstammungsbegutachtungen sollte jedoch immer mitberücksichtigt werden und die im Rahmen der Identitätsprüfung ärztlicherseits durchgeführten Maßnahmen nachvollziehbar dokumentiert werden.

 

Autor/en:
Bruhn, Hilke
Püschel, Klaus
Tsokos, Michael
Stichwort(e):
Blutgruppengutachten, zur Klärung der Vaterschaft
Identitätsprüfung, bei Abstammungsbegutachtung


Schrott als atomare Gefahrenquelle

Unzureichender Schutz wegen unzureichender Regelungen

52. Jg. 1998, S. 124

Abstrakt: Vorgestellt wird ein Fall, bei dem Schrott ungeklärter ausländischer Herkunft auf dem Seeweg nach Deutschland gelangte und hier bei Routinemessungen durch einen schrottverarbeitenden Betrieb als stark radioaktiv strahlende Quelle erkannt wurde. Der Beitrag unterrichtet über die atomaren Gefahren aus Schrott und analysiert die damit zusammenhängenden Risiken und Probleme. Daraus ergeben sich Forderungen an den Gesetzgeber, es nicht länger privater Vorsorge zu überlassen, ob nukleare Gefahren erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

 

Autor/en:
Windolph, Jürgen
Stichwort(e):
Atomare Gefahren, Schrott
Schrott, als atomare Gefahrenquelle


Neue Entscheidungen zum Straftatbestand "Geldwäsche"

52. Jg. 1998, S. 126

Rechtsprechung: BGH vom 17.07.1997 - 1 StR 791/96 -

 

Stichwort(e):
Geldwäsche, BGH Urteil zum Straftatbestand


Zur Beweiskraft körperlicher Befunde und Spuren

Anmerkungen zum Artikel "Sexueller Kindesmißbrauch" von Johann Endres in Kriminalistik 7/97, S. 490 ff.

52. Jg. 1998, S. 127

 

Autor/en:
Banaschak, S.
Du Chesne, A.
Stichwort(e):
Kindesmißbrauch, sexueller
Sexueller Kindesmißbrauch, körperliche Befunde und Spuren


Aufbewahrung von Tonbandaufzeichnungen

52. Jg. 1998, S. 128

Rechtsprechung: BGH vom 19.06.1997 - 1StR 168/97 -

 

Stichwort(e):
Tonbandaufzeichnungen, Aufbewahrung von


Todeszeitbestimmung durch elektrische Reizung der Muskulatur

Muskelreizung via Nadeleinstichelektroden versus Oberflächenkontaktelektroden

52. Jg. 1998, S. 129

Abstrakt: Vorgestellt wird eine Methode zur Bestimmung der Todeszeit, bei der auch ohne Verletzung der Haut Reizantworten der Muskulatur ausgelöst werden. Dadurch sind auch dem Kriminalisten bereits am Tat- oder Auffindungsort von Leichen unmittelbare Rückschlüsse auf den Zeitpunkt des Todeseintritts möglich.

 

Autor/en:
El Aboudi, Susanne
Krause, Dieter
Kuchheuser, Werner
Schöning, Rüdiger
Stichwort(e):
Todeszeitbestimmung, durch elektrische Muskelreizung


Gefahrenabwehr durch Verbannung?

Zur Problematik der Platzverweisung nach den Polizeigesetzen

52. Jg. 1998, S. 133

Abstrakt: Das "Null-Toleranz-Konzept" der New Yorker Polizei findet auch in Deutschland zunehmend Beachtung und wird vielerorts bereits als Mittel der Wahl gehandelt. Die dem Konzept zugrundeliegende "Wehret-den-Anfängen-Theorie" geht davon aus, daß schon die Duldung kleinerer Verstöße gegen die öffentliche Ordnung die öffentliche Sicherheit beeinträchtigt. Dabei spielen Aufenthaltsverbote und Platzverweisungen eine zunehmende Rolle. Deren verfassungsrechtliche Würdigung ist wie der Verfasser des folgenden Artikels zu bedenken gibt aber nicht ganz so einfach, wie dies manchen Polizeipraktikern erscheinen mag.

 

Autor/en:
Hetzer, Wolfgang
Stichwort(e):
Platzverweisung, zur Problematik der


Die Anwendung des Rasterelektronenmikroskopes in der Urkundenuntersuchung

Differenzierung von Schreibmitteln zwecks relativer Altersbestimmung bei Strichkreuzungen

52. Jg. 1998, S. 137

Abstrakt: Der nachfolgende Beitrag von Hugo Tschopp - Experte im Urkundenlabor der Kriminaltechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich - zeigt, wie sich mit Hilfe des Rasterelektronenmikroskopes moderne Schreibmaterialien differenzieren lassen zwecks Erkennung der Entsstehungsreihenfolge bei Strichkreuzungen verschiedener Schreibmittel. Die Ausführungen basieren auf einem Vortrag, gehalten am 3. Internationalen Kongreß der Gesellschaft für Forensische Schriftuntersuchung (GFS) 1997 in Luzern.

 

Autor/en:
Pfefferli, Peter
Tschopp, Hugo
Stichwort(e):
Altersbestimmung, von Material- und Formspuren
Urkundenfälschung, Anwendung des Rasterelektronenmikroskopes


3. Internationaler Kongreß der Gesellschaft für Forensische Schriftuntersuchung (GFS), Luzern 1997

Tagungsbericht

52. Jg. 1998, S. 141

 

Autor/en:
Pfefferli, Peter
Stichwort(e):
Forensische Schriftuntersuchung, Internationaler Kongreß 1997


Prüfungsklausur mit Lösung im Fach Kriminologie

52. Jg. 1998, S. 143

 

Autor/en:
Nisse, Reingard


Staatsprüfungsklausur im Fach Eingriffsrecht

52. Jg. 1998, S. 146

 

Autor/en:
Vahle, Jürgen


Der praktische Fall

Analyse eines Falls von Streß durch innerdienstliche Konflikte

52. Jg. 1998, S. 150

 

Autor/en:
Scheler, Uwe